Kontaktaufnahme

Menschen mit Behinderung und Migrationsgeschichte gut begleiten - aber wie?

Fachgespräch „Wissen kompakt“ mit Ralf Nieland, SFZ Förderzentrum gGmbH in Chemnitz

Kennen Sie das?

  • Eine Familie mit einem volljährigen Sohn mit geistiger Behinderung, als Geflüchtete nach Deutschland gekommen, spricht in Ihrer Werkstatt für Menschen mit Behinderung vor. Den Hinweis auf die Werkstatt hat sie in der Migrationsberatung für Erwachsene (MBE) bekommen und sie wird von einem Bekannten begleitet, der als Übersetzer fungiert. Nun fragen Sie sich vielleicht: Welchen Zugang zu Leistungen des SGB IX hat die Familie überhaupt? Wie kann die Sprachbarriere in der Beratung und im Werkstattalltag überwunden werden?
  • Sie beraten seit einigen Monaten eine Familie im Resettlement-Programm, zu der auch ein erwachsenes Kind mit einer noch nicht näher diagnostizierten Behinderung gehört. Gerichtlich bestellte Betreuung, Beantragung Schwerbehindertenausweis und Pflegegradbegutachtung haben Sie bereits in die Wege geleitet. Jetzt stehen Sie vor der Herausforderung der Integration des jungen Mannes, sowohl sprachlich als auch bezüglich einer Möglichkeit, ihn zu betreuen. Welche Lösungen gibt es?
  • In Ihrem Beratungsangebot erreicht Sie eine Frau, die in einem sächsischen Landkreis einer Gemeinschaftsunterkunft zugewiesen ist. Sie hat drei Kinder und ist zudem schwanger. Sie erzählt, dass sie nicht in der Gemeinschaftsunterkunft leben möchte, da ihr Kind eine Gehbehinderung hat und sie im ländlichen Raum die weiten Strecken bis zum nächsten Einkaufszentrum und zu medizinischer Versorgung nicht bestreiten kann. Kann ein Antrag auf Umverteilung gestellt werden und was ist dabei zu beachten, um erfolgreich zu sein?

Dies sind nur einige Beispiele, bei denen es für Fachkräfte der Sozialen Arbeit wichtig sein kann, sich mit dem Themenfeld Migration und Behinderung zu beschäftigen.

Das Fachgespräch blickt dabei in zwei Richtungen. Einerseits können Fragen aus dem Bereich der Arbeit mit Menschen mit Behinderung bzw. der Frühförderung erörtert werden, z.B. Wo gibt es Unterschiede im Leistungsrecht? Wie gestalte ich die Interkulturelle Öffnung meiner Einrichtung? Andererseits beantwortet der Referent ebenso  Fragen aus dem Bereich Migration, z.B. zur Flüchtlingssozialarbeit oder MBE, die sich im Zusammenhang mit dem Themenspektrum Behinderung ergeben.

Kleiner Kreis – individuelle Beratung

„Wissen kompakt“ soll den Teilnehmenden konkrete, passgenaue Lösungen bieten. Deshalb nehmen nur fünf Personen an dem einstündigen Format teil und bringen ihre spezifischen Fragen zur Sprache. Damit der Experte so individuell und praxisnah wie möglich antworten kann, sollten die jeweiligen Anliegen bereits im Vorfeld des Gesprächs übermittelt werden.

Zur Orientierung gilt:

Beschreiben Sie kurz den Kontext Ihres Anliegens.

Formulieren Sie eine konkrete Frage, deren Beantwortung Ihnen am hilfreichsten erscheint.

Senden Sie uns Ihre Frage bitte zusammen mit Ihrer Anmeldung mindestens eine Woche vor dem Termin zu. Wir leiten diese zur Vorbereitung an den Referenten weiter.

Anmeldung:

Das Fachgespräch „Wissen kompakt“

Am Tag des Fachgespräches werden die eingebrachten Fragen durch den Referenten beantwortet. Gleichzeitig hören Sie die Antworten auf die Fragen der anderen Teilnehmenden, lernen dadurch Neues kennen und können Kontakte knüpfen.

Sie haben keine Frage, aber Interesse am Thema? Melden Sie sich gern an, um mit dem Experten ins fachliche Gespräch zu kommen.

Wer berät?

Ralf Nieland, Fachreferent in der „Fachstelle Migration und Behinderung Sachsen“ (der SFZ Förderzentrum gGmbH in Chemnitz) zur Beratung/Unterstützung von privaten und öffentlichen Organisationen zu themenbedingten und strukturellen Barrieren an der Schnittstelle Migration und Behinderung. Er hat Erfahrungen aus jahrelanger Leitungstätigkeit im Pflegebereich, der Behindertenhilfe und Migrationsarbeit.

Kosten:
Kostenlos

Datum/Uhrzeit Ort Anmeldung
03.08.2021
15:00 - 16:00 Uhr
Zoom (online)

Sie haben Fragen oder benötigen Hilfe bei der Anmeldung?

Bitte sprechen Sie uns an:

0351/ 828 71 0

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