Kontaktaufnahme

Fachstelle RE:CONNECT

Clearing und begleitende Beratung bei komplexem Hilfebedarf von Kindern und Jugendlichen in Sachsen

Die Fachstelle bietet Clearing und Beratung für Kinder und Jugendliche mit komplexem Hilfebedarf an, die als sogenannte „Systemsprenger*innen“ deklariert werden. Das Clearing- und Beratungsangebot soll insbesondere dazu dienen, bei sich zuspitzenden Hilfeverläufen Resignation im Hilfesystem, Drehtüreffekte oder Geschlossene Unterbringung (GU) zu vermeiden. Dazu wird die Fachstelle mit den beteiligten Akteur*innen, speziell mit den betroffenen Kindern und Jugendlichen und ihren signifikanten Bezugspersonen, tragfähige alternative Hilfen zur GU entwickeln.

Die Fachstelle ist Anlaufpunkt für Fachkräfte der öffentlichen und freien Jugendhilfe, Vormunde, Familienrichter*innen, Kinder- und Jugendpsychiater*innen, Ombudsstellen und insbesondere auch für junge Menschen und Eltern. Das Clearing- und Beratungsangebot bezieht auf der Basis sozialpädagogischer Diagnostik die Sichtweisen und Hilfeideen der jungen Menschen, der Sorgeberechtigten und anderer signifikanter Bezugspersonen mit ein. Die beiden Mitarbeiter von RE:CONNECT unterstützen nicht nur die Entwicklung passgenauer Hilfen, sondern begleiten und beraten zudem deren Umsetzung, um Hilfeabbrüche zu vermeiden. Das Clearing- und Beratungsangebot soll in erster Linie dazu dienen, nachhaltige Hilfen zu entwickeln, wenn GU nach dem § 1631b BGB beantragt wurde oder beantragt werden soll.

Darüber hinaus bietet die Fachstelle Beratung und Fort- und Weiterbildung an, um die Hilfeplanung, insbesondere in komplexen Fallkonstellationen, adressatenorientierter und partizipativer zu gestalten. Ebenso sollen in Jugendhilfeeinrichtungen Lernprozesse angestoßen werden, wie in schwierigen Fallkonstellationen erfolgsorientierter gearbeitet werden kann bzw. wie diese Fälle präventiv verhindert werden können.

Zudem initiiert RE:CONNECT Fachtagungen, um den Austausch zwischen den Beteiligten und die Weiterentwicklung des Themenfeldes in Sachsen und auch überregional zu befördern.

Die Fachstelle wird von der Evangelischen Hochschule Dresden unter der Leitung von Prof. Dr. Nicole Rosenbauer wissenschaftlich unabhängig begleitet.

Die Fachstelle ist organisatorisch und administrativ an den Paritätischen Sachsen angebunden, verfolgt jedoch keine Verbandsinteressen und agiert fachlich unabhängig. Sie wird vom Freistaat Sachsen finanziert. Ihre inhaltlich-fachliche Ausrichtung geht auf eine Initiative von Dipl.-Psychologe Stephan Cinkl zur Kooperation deutscher und österreichischer Fachkräfte zurück, die sich mit der Thematik der sogenannten „Systemsprenger*innen“ befassen. Daran waren auch Hartmut Mann vom Paritätischen Sachsen und Prof. Dr. Nicole Rosenbauer von der Evangelischen Hochschule Dresden beteiligt.


Kontakt:

Thomas Engel
Referent Projekt RE:CONNECT
Tel.: 0351 - 828 71 154
E-Mail: thomas.engel(at)parisax.de

RE:CONNECT News

26. Januar 2022

Jugendhilfe: Durch Clearing zu passgenauen Hilfen

Herausfordernde Verhaltensweisen von Heranwachsenden können Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe bisweilen an ihre Grenzen führen. Die neue Fachstelle RE:CONNECT unterstützt Teams beim Umgang mit diesen sogenannten Systemsprengern. Wir sprachen...