Im April 2026 veröffentlichte der Paritätische Gesamtverband das interne Papier einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe, das weitreichende Einschnitte bei Leistungen für Menschen mit Behinderungen sowie bei Kindern und Jugendlichen vorsieht. Unter dem Motto "Sozialabbau stoppen!" möchte der Verband nun gegen diese Vorhaben mobilisieren und stellt Aktionsmaterialien zur Verfügung.
Auf einer Aktionswebseite bündelt der Gesamtverband wichtige Informationen zum Kürzungspapier. Zudem werden Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit, Musterschreiben an Abgeordnete und Hinweise zu Aktionen vor Ort angeboten. Ziel ist, Aktivitäten zu koordinieren und sich gegenseitig zu stärken.
Michael Richter, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Sachsen, fordert alle Mitgliedsorganisationen auf, sich nach Kräften zu beteiligen: "Wenn die 70 Maßnahmen des Arbeitspapieres umgesetzt werden, bedeutet dies einen deutlichen Rückschritt hinsichtlich der Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und mindert die Chancen von Kindern, Jugendlichen und Familien. Daher ist es jetzt wichtig, vor Ort auf die Folgen für die Menschen sowie unsere Gesellschaft als Ganzes hinzuweisen. Gehen Sie auf Bundestagsabgeordnete und auch auf Landespolitiker*innen zu und machen Sie Druck. Auf der Kampagnenwebseite gibt es hilfreiche Materialien, die örtliche Aktivitäten unterstützen."
Was der Gesamtverband bereitstellt
Der Gesamtverband hat eine Themenseite eingerichtet, auf der alle Dokumente und Werkzeuge zum Kürzungspapier zusammengeführt sind. Sie finden dort Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit, Musterschreiben an Abgeordnete sowie weitere Arbeitshilfen. Außerdem sollen dort Aktionen aus Ländern und Kommunen sichtbar werden, damit sich Initiativen besser abstimmen und voneinander lernen können.
Chancen für Mitgliedsorganisationen vor Ort
Die Bündelung spart Zeit und bringt Struktur in die Vorbereitung. Sie können vorhandene Textbausteine und Argumente nutzen, statt alles neu zu erstellen. Wenn Aktionen aus anderen Regionen veröffentlicht werden, bekommen Sie schnell Ideen, wie Sie vor Ort wirksam werden können - auch mit kleinen Mitteln. Gemeinsame Botschaften erhöhen die Sichtbarkeit und helfen, dass politische Entscheider die Folgen von Kürzungen konkreter wahrnehmen.
Grenzen und mögliche Risiken
Vorlagen ersetzen keine lokale Anpassung. Prüfen Sie daher immer, ob Musterschreiben und Argumente zu Ihrer Zielgruppe, Ihrer Kommune und Ihrem Leistungsbereich passen. Öffentlichkeitsarbeit kann außerdem Gegenwind auslösen. Klären Sie intern früh, wer spricht, welche Aussagen abgestimmt sind und wie Sie mit Rückfragen umgehen.
Jetzt aktiv werden!
Rufen Sie die Website auf, wählen Sie die passenden Materialien aus und planen Sie eine konkrete Aktion in den nächsten zwei Wochen. Machen Sie die Website auch über den Verband hinaus bekannt. Aktivieren Sie gerne auch Einrichtungen und Dienste anderer Spitzenverbände. Wir müssen jetzt gemeinsam und mit geeinter Stimme deutlich machen, dass wir die Kürzungspläne so nicht mittragen können.
Alle Informationen und Materialien finden Sie auf der Aktionswebseite: www.stoppt-sozialabbau.de
Praxisbeispiele für die Pressearbeit gesucht
Immer wieder erreichen den Gesamtverband und den Landesverband Presseanfragen zur Kürzungsliste. Oft werden Praxisbeispiele gesucht, anhand denen die Auswirkungen der möglichen Kürzungen sichtbar gemacht werden können. Sollten Sie für eine mögliche Berichterstattung zur Verfügung stehen, melden Sie sich bitte beim Team des Referates Verbandskommunikation. Das Referat berät Sie auch zu Fragen Ihrer Presse- und Medienarbeit.
Thomas Neumann (Referat Verbandskommunikation/ Pressesprecher)
Tel.: 0351 - 828 71 122
E-Mail: thomas.neumann(at)parisax.de
Tina Siebeneicher (Referat Verbandskommunikation/ Schwerpunkt Politik)
Tel.: 0351 828 71 123
E-Mail: tina.siebeneicher(at)parisax.de
