Gemeinsame Pressemitteilung der GEW Sachsen und des Paritätischen Sachsen
Der Paritätische Wohlfahrtsverband Sachsen und die GEW Sachsen begrüßen die Einigung zur Kita-Finanzierung, die heute von der Landesregierung und kommunalen Vertretern bekannt gegeben wurde. Demnach soll der Landeszuschuss pro Kind um 367 Euro steigen und alle zwei Jahre automatisch erhöht werden.
GEW und Parität mahnen jedoch an, dass mit der besseren Finanzierung zwingend auch bessere Bedingungen an den Kitas geschaffen werden müssen. Zusammen mit vielen Trägern und Eltern rufen sie als Bündnis „Kitas retten!“ zu einer Kundgebung am 24. Juni um 17 Uhr vor dem Sächsischen Landtag auf.
Burkhard Naumann, Landesvorsitzender der Bildungsgewerkschaft GEW Sachsen, erklärt dazu:?
„Unser gemeinsamer Druck hat gewirkt! Die Kita-Finanzierung wird nun mit der Unterstützung für die Kommunen endlich stabilisiert. Wir freuen uns sehr über den Erfolg. Zugleich darf das zusätzliche Geld nicht einfach in den kommunalen Haushalten versickern. Wir benötigen verbindliche Vorgaben, wofür das zusätzliche Geld eingesetzt wird. Das Sächsische Kita-Gesetz gibt den Qualitätsrahmen und die Finanzierung landesweit vor. Das muss auch so bleiben, damit die Bedingungen an den Kitas regional nicht auseinanderdriften.
Erzieherinnen und Erzieher benötigen dringend Entlastung durch mehr Vor- und Nachbereitungszeit. Nur so kann der neue Sächsische Erziehungs- und Bildungsplan auch in der Praxis umgesetzt werden. Wir dürfen nicht vergessen: Sachsen ist bundesweit nach wie vor vorletzter Platz bei der Personalausstattung. Mit der Einigung von Land und Kommunen wird sich das nicht ändern. Deshalb sollte der Landtag das Geld zwingend für eine Qualitätsoffensive nutzen.“
Michael Richter, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Sachsen, sagt dazu:
„Endlich nutzt der Freistaat die sogenannte demografische Dividende wirklich und setzt die wegen sinkender Kinderzahlen freigewordenen Gelder für die Kitas ein. Das ist der richtige Schritt. Unabhängig davon brauchen wir einen Dialog über die Weiterentwicklung der Kita-Landschaft. Das kürzlich vom Kultusministerium dazu vorgelegte Strategiepapier bietet dafür eine gute Grundlage. Es muss geklärt werden, wie wir wohnortnahe Betreuungsangebote langfristig sichern und die Bildungsqualität weiterentwickeln.“
Mehr Information zum Bündnis „Kitas retten!“ und zur geplanten Kundgebung am 24. Juni: www.gew-sachsen.de/kitas-retten
Die Medieninformation des Freistaates Sachsen zur Einigung mit den Kommunen lesen Sie hier.
Pressekontakt für Rückfragen:
Burkhard Naumann, Vorsitzender GEW Sachsen
Tel.: 0152 – 021 25 880
Thomas Neumann, Pressesprecher Paritätischer Sachsen
Tel.: 0175 – 26 76 137
