Seit November 2025 ist Perspektiven für Familien e.V. Mitglied im Paritätischen Sachsen. Wir sprachen mit Anett Wolf, Geschäftsstellenleiterin, über die Arbeit des Vereins.
Frau Wolf, wie würden Sie einem Freund oder einer Freundin Ihre Organisation beschreiben?
Anett Wolf: Perspektiven für Familien e.V. ist seit über 30 Jahren im Chemnitzer Süden als Trägerverein des „Haus Kinderland“ aktiv. Wir setzen uns für Kinder, Jugendliche und ihre Familien ein, die von anderen oft vergessen werden, und tun, was notwendig ist, um Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Das Motto „Gemeinsam Perspektiven schaffen“ füllen wir durch ein großes Netzwerk von Unterstützenden und Freundinnen und Freunden mit Leben.
Bitte beschreiben Sie kurz die Arbeit von Perspektiven für Familien e.V.
Anett Wolf: Herzstück unseres Angebots ist das „Haus Kinderland“, eine offene Freizeiteinrichtung für Kinder und Jugendliche von 6 bis 16 Jahren. Wir haben nachmittags von Montag bis Freitag geöffnet und bieten verschiedene Angebote an, die für die Kinder und Teenager kostenfrei und freiwillig sind. Neben warmen Mahlzeiten, Lernhilfe, Kreativangeboten, verschiedenen Festen und Ausflügen finden die Kinder und Jugendlichen ausreichend Zeit und Platz zum Toben und Spielen.
Alle Kinder und Jugendlichen im Alter von 6 bis 16 Jahren sind bei uns willkommen. Die allermeisten kommen aus dem direkten Umfeld – viele davon aus herausfordernden Elternhäusern.
Inwiefern hebt sich Ihre Organisation von anderen ab?
Anett Wolf: Ich weiß nicht, inwieweit es uns von anderen Organisationen abhebt, aber ich finde es sehr besonders, dass der Verein seine Arbeit schon immer zum größten Teil aus Spenden finanziert. In den letzten Jahren sind es sogar über 90 Prozent unserer Einnahmen, die durch Spenden generiert werden. Möglich ist das durch ein sehr wohlwollendes und großzügiges Netzwerk von Unterstützenden. Diese spenden oft schon viele Jahre Geld oder investieren ihre Zeit. Unsere Unterstützerinnen und Unterstützer erzählen zudem begeistert von uns und steigern somit unsere Bekanntheit und Reputation.
Unsere Mitarbeitenden sind darüber hinaus äußerst flexibel und agil. Sie passen sich den Bedarfen unserer Zielgruppe an und begegnen den Kindern, Jugendlichen sowie deren Eltern mit viel Geduld, Wertschätzung und Respekt. Diese gelebte Grundhaltung prägt den Arbeitsalltag, und diese Einstellung spüren auch die Menschen, die zu uns kommen oder unsere Arbeit unterstützen.
Warum sind Sie Mitglied im Paritätischen geworden und was wünschen Sie sich vom Landesverband?
Anett Wolf: Wir sind Mitglied geworden, weil wir unter dem Dach eines starken Spitzenverbandes mögliche Synergien und das Netzwerk nutzen möchten, um von den Erfahrungen und dem Wissen anderer zu profitieren. Gleichzeitig möchten wir selbst unseren Teil aus 30 Jahren Erfahrung einbringen. Das „Gemeinsam“ in unserem Leitmotiv ist uns sehr wichtig, denn allein wird man nicht so weit kommen wie in einer Gemeinschaft aus Gleichgesinnten. Wenn es einmal hart auf hart kommen sollte, wünschen wir uns im Paritätischen einen Fürsprecher für unsere Anliegen. Das Auftreten als Gemeinschaft ist uns dabei sehr wichtig.
Herzlichen Dank für das Gespräch und gutes Gelingen für Ihre weitere Arbeit.
Erfahren Sie mehr über Perspektiven für Familien e.V. auf www.perspektiven-chemnitz.de
Informationen zur Mitgliedschaft im Paritätischen Sachsen lesen Sie hier.
