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Fehlende Kita-Plätze in Leipzig: Endlich Finanzierung klären und Ämter besser koordinieren

Kinder spielen in einem grünen Garten und entdecken die Natur. Kindertagespflege in Sachsen

Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Leipzig

(Leipzig) Die Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege (AGW) kritisiert die Schieflage in der aktuellen Diskussion um fehlende Kitaplätze in der Stadt Leipzig. Eine zentrale Kitaplatzvergabe werde an dem Problem nichts ändern. Vielmehr brauche es eine ausreichende Finanzierungsgrundlage sowie eine bessere Vernetzung der beteiligten Ämter.

„Um die Leipziger Bürgerinnen und Bürger ausreichend mit Kita-Plätzen zu versorgen, bedarf es einer auskömmlichen Finanzierung für die Errichtung und den Betrieb der Kindertagesstätten. Deshalb müssen die Verhandlungen mit der Stadt endlich zu einem positiven Abschluss gebracht werden“, sagt Vicki Felthaus, derzeit stellvertretende Vorsitzende der AGW. Die Stadt könne von den anerkannten freien Trägern der Jugendhilfe nicht erwarten, dass diese in Vorleistung gehen ohne eine feste Aussicht auf Refinanzierung. Die Träger in der AGW seien gewillt ihr Engagement zu verstärken und einen wesentlichen Beitrag für den Ausbau der Kapazitäten zu leisten.

Die Finanzierung ist nicht das einzige Problem. Für den stagnierenden Ausbau sind aus Sicht der AGW auch die fehlende Vernetzung der Ämter sowie das schleppende Umsteuern auf eine Investitionsplanung im Bereich Kindertagesstätten durch das Amt für Jugend, Familie und Bildung verantwortlich. „Wir brauchen eine zentrale Anlaufstelle für die Beratung von Investoren und freien Trägern“, fordert die stellvertretende AGW-Vorsitzende.

Eine zentrale Vergabe ist hingegen weder praktikabel noch zielführend und löst das Platzproblem in den Kindertagesstätten nicht. Eine zentrale Vergabe lehnt die AGW daher ab. Vicki Felthaus erklärt: „Bei Aufnahme von Kindern in unsere Einrichtungen steht das Wohl der zu betreuenden Kinder an erster Stelle. Um eine kindgerechte pädagogische Arbeit leisten zu können spielen bei der Neuaufnahme deshalb strukturelle Fragen, wie zum Beispiel die Gruppen- oder Altersstruktur in den jeweiligen Einrichtungen eine Rolle. Das kann eine zentrale Vergabe nicht adäquat leisten.“ Am Vergabeportal der Stadt Leipzig, KIVAN, beteiligen sich die freien Träger. KIVAN wird derzeit überarbeitet.

Die Mitglieder der AGW betreiben ca. 75 Prozent der in der Stadt Leipzig vorhandenen Kita-Plätze. Nicht zuletzt deshalb prägen die freien Träger maßgeblich die Vielfalt und Qualität in der Kindertagesbetreuung. Für die Kommune ist das ein zweifacher Gewinn. Neben der Versorgung mit Kita-Plätzen betreiben freien Träger ihre Kitas in der Regel kostengünstiger und leisten einen nicht unerheblichen finanziellen Eigenanteil. In den Kitas der freien Träger werden ausschließlich Leipziger Kinder betreut, die einen Anspruch auf einen Kitaplatz haben.

In der AGW agieren die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in der Stadt Leipzig gemeinsam. Zur AGW gehören die Arbeiterwohlfahrt, die Caritas, das Deutsche Rote Kreuz, die Diakonie, der Paritätische Wohlfahrtsverband Sachsen und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden.

Für Presseanfragen:

Vicki Felthaus (Regionalleitung Stadt Leipzig, Paritätischer Sachsen)
Telefon: 0341 / 961 746 2
Mail: vicki.felthaus@parisax.de

Dietmar Lippold (Vorstand, Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Leipzig-Stadt e.V.)
Tel.: 0341 / 30 35 107
E-Mail: dietmar.lippold@drk-leipzig.de

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