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Statement: Qualität in Kitas weiterentwickeln – Finanzierung sichern

Symbolbild: Fröhliche Kinder im Kindergarten (Iryna AI - stock.adobe.com)

In einer Medieninformation berichtet das Sächsische Staatsministerium für Kultus heute darüber, wie aufgrund sinkender Kinderzahlen freiwerdende Landesmittel für die Qualitätsverbesserung in der Kindertagesbetreuung verwendet werden.

Dazu sagt Michael Richter, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Sachsen:

„Es ist gut, dass der Freistaat die sinkenden Kinderzahlen nutzt, um die Qualität in der Kindertagesbetreuung weiterzuentwickeln. Obwohl die Effekte vor Ort bisher eher übersichtlich sind, sollte das zuständige Ministerium an diesem Weg festhalten. Die Kinderzahlen sinken weiter. Deshalb müssen die freiwerdenden Mittel auch im kommenden Doppelhaushalt 2027/28 für die Qualitätsentwicklung eingesetzt werden. Diese Chance darf sich Sachsen nicht entgehen lassen.“

Mit Blick auf die Struktur der Kita-Finanzierung in Sachsen fordert der Landesgeschäftsführer:

„Wie erleben jetzt erste Einschnitte in die Kita-Landschaft des Freistaates. Insbesondere in ländlich geprägten Regionen könnten Versorgungslücken entstehen, wenn wir im Freistaat weiterhin der Logik ‚Ein Platz für ein Kind‘ folgen. Zumal die Kommunen mit steigenden Kosten konfrontiert sind, wenn sie Einrichtungen offenhalten wollen. Wir brauchen eine Diskussion über die künftige Kita-Finanzierung, die auch in Zeiten veränderter Kinderzahlen wohnortnahe Betreuung sowie frühkindliche Bildung und Erziehung ermöglicht. Hier muss der Freistaat stärker in die Verantwortung gehen und den Kommunen unter die Arme greifen.“

Der Paritätische Wohlfahrtsverband ist der größte Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege in Sachsen. Rund 500 Mitgliedsorganisationen betreiben sachsenweit etwa 2100 Einrichtungen und Dienste der Sozial- und Bildungsarbeit. Mit rund 650 Einrichtungen steht der Paritätische Sachsen im Freistaat für die größte Anzahl an Angeboten der frühkindlichen Bildung in freier Trägerschaft.