Kontaktaufnahme

AG „Interkulturelle Öffnung und Diversität“

Vertreter*innen aus Mitgliedsorganisationen des Paritätischen Sachsen mit verschiedenen Arbeitsschwerpunkten der Sozialen Arbeit und Bildung treffen sich etwa vier Mal im Jahr zum gemeinsamen Austausch. Dabei stehen Sie im Fachaustausch mit dem Projekt "PariFID – Paritätische Fach- und Informationsstelle für interkulturelle Öffnung und Diversität".

Übersicht

Themenplan für das Jahr 2020

  • Themen des Koalitionsvertrages 2019-2024 des Freistaates Sachsen auch mit Blick auf die Erklärung für eine menschenrechtsorientierte Sozial- und Bildungsarbeit,
  • Erklärung für eine menschenrechtsorientierte Sozial- und Bildungsarbeit in Sachsen (aus der Arbeit der AG hervor gegangen)

    • AG als Motivatorin für die Unterzeichnenden
    • die Erklärung mit Leben füllen

  • Austausch von Praxisbeispielen und inhaltliche Inputs zu den Themen der AG
  • kollegiale Fallberatung für Mitglieder der AG und  Mitgliedsorganisationen des Paritätischen Sachsen

Termine 2020

jeweils 09.30 Uhr bis 13.30 Uhr

  • 02.09.2020 Leipzig, Gutshof Stötteritz
  • 25.11.2020 Dresden, Kita Spielwerk

Selbstverständnis

Die AG „Interkulturelle Öffnung und Diversität“ des Paritätischen Sachsen versteht Diversität als die Verschiedenheit und Vielfalt von Menschen. Jeder Mensch ist selbstverständlicher Teil der Gesellschaft. Interkulturelle Öffnung ist für die AG dabei das praktische Gelingen der Einwanderungsgesellschaft.

Um konkrete Ausschlussmechanismen und Diskriminierungen zu erkennen, zu benennen sowie abzubauen, fokussiert sich die AG inhaltlich. Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit und Bildung, aber auch gesellschaftliche und politische Entwicklungen stehen im Blickpunkt.

Schwerpunkte der Arbeitsgruppe sind:

  • kollegialer Austausch
  • Reflexion
  • fachlicher Input
  • Erarbeitung von Handlungsansätzen für spezifische Themen

Was verstehen wir unter interkultureller Öffnung?

Unter interkultureller Öffnung verstehen wir das praktische Gelingen der Einwanderungsgesellschaft. Jeder Mensch ist selbstverständlicher Teil dieser Gesellschaft.

Für Organisationen der Sozialen Arbeit heißt dies die gleichberechtigte Teilhabe aller. Dazu braucht es in den Organisationen eine offene individuelle Haltung sowie Information und Sensibilität für den Willen des Gegenübers und ggf. Mediation. Darüber hinaus bedarf es der strukturellen Verbesserung von Rahmenbedingungen, um interkulturelle Öffnung vollständig zu erreichen.

In Balance zwischen Theorie und Alltag überlegen wir, was Gesellschaft zum Gelingen der Einwanderung beitragen kann, wollen motivieren und aktivieren. Im Zusammenhang der Globalisierung betrachten wir dabei alle Länder und Kulturen.

Wie kann interkulturelle Öffnung gelingen?

Interkulturelle Öffnung ist nicht gleichbedeutend mit Integration - sie ist mehr als diese.

Interkulturelle Öffnung kann sich entlang der Bedürfnisse von Menschen in einer Einwanderungsgesellschaft mit erstsprachlichen Gruppen im Freizeit- und Bildungsbereich und selbstbestimmter Sprachmittlung entwickeln. Dabei wird die vorhandene individuelle Expertise akzeptiert und ein Rahmen geschaffen, in dem persönliche Entwicklung möglich wird.

Was braucht es, um interkulturelle Öffnung zu gestalten?

Um interkulturelle Öffnung zu gestalten braucht es:

  • individuelle Sicherheit
  • Bereitschaft zur Veränderung
  • Neugierde
  • Offenheit
  • Courage
  • Rücksichtnahme
  • Kreativität
  • Fehlerfreundlichkeit

Angebot: kollegiale Fallberatung für Mitgliedsorganisationen

Jeweils eine Stunde der Treffen ist der kollegialen Fallberatung gewidmet. Diese Möglichkeit möchte die AG auch Mitgliedsorganisationen des Paritätischen anbieten, die ansonsten nicht in der AG mitwirken.

Entsprechend der Expertise der Arbeitsgruppe, kann zu folgenden Themen beraten werden:

  • Interkulturelle Öffnung der Organisation
  • Diversitätsorientierung in der Entwicklung der eigenen Organisation oder bei der Gestaltung von Angeboten
  • Beratung zu speziellen Themen wie:

    • Themen im Zusammenhang mit Asyl, Migration, Aufenthaltsrecht
    • sexuelle Bildung und sexualpädagogische Konzepte in sozialen Einrichtungen
    • Umgang mit Menschen mit HIV in sozialen Einrichtungen
    • LSBTI* (lesbisch, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen) in Organisationen
    • Empowerment von Organisationen, ihre offenen Haltung gegenüber gesellschaftlicher Vielfalt öffentlich sichtbar zu machen

Die Fallberatungen finden jeweils während der Treffen der AG zwischen 9.30-10.30 Uhr statt.

Pro Veranstaltung ist je eine Fallberatung möglich. Bei Bedarf und entsprechend vorhandenen Möglichkeiten, kann aber auch an einzelne Mitglieder der AG zur Beratung vermittelt werden.

Kontakt

Sie wollen in der AG mitmachen oder möchten die kollegiale Fallberatung nutzen? Sprechen Sie uns an:

Nicole Börner
Referentin PariFID
Tel.: 0351 - 828 71 152
E-Mail: nicole.boerner(at)parisax.de

Claudia Kühnel-Kalamorz
Referentin PariFID
Tel.: 0351 - 828 71 153
E-Mail: Claudia.Kuehnel-Kalamorz(at)parisax.de