Parisax Aktuelle Meldungen https://parisax.de/ Parisax Aktuelle Meldungen de Parisax Sat, 01 Oct 2022 10:23:45 +0200 Sat, 01 Oct 2022 10:23:45 +0200 TYPO3 news-8538 Thu, 29 Sep 2022 06:00:00 +0200 Interview: „Die Begegnungen mit Menschen sind mir wichtig“ https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/interview-die-begegnungen-mit-menschen-sind-mir-wichtig/ Als Wohlfahrtsverband und Hilfsorganisation ist der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) sachsenweit mit einem Netz aus Orts-, Kreis- und Regionalverbänden aktiv. Seit Anfang Mai steht nun Stefan Mette an der Spitze des Landesverbandes. Wir sprachen mit ihm über seine Ziele, die Rolle des ASB und die Mitgliedschaft im Paritätischen Sachsen. Als Wohlfahrtsverband und Hilfsorganisation ist der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) sachsenweit mit einem Netz aus Orts-, Kreis- und Regionalverbänden aktiv. Seit Anfang Mai steht nun Stefan Mette an der Spitze des Landesverbandes. Wir sprachen mit ihm über seine Ziele, die Rolle des ASB und die Mitgliedschaft im Paritätischen Sachsen.

Herr Mette, Sie sind nun seit fast 30 Jahren in sozialen Bereichen tätig. Wie kam es dazu?

Stefan Mette: Ausgangspunkt waren meine ersten unmittelbaren Berührungspunkte im sozialen Bereich – das war auch beim ASB. Direkt nach der Wende leistete ich meinen Zivildienst beim ASB Chemnitz im Bereich Pflege und Fahrdienst ab. Daran schlossen sich diverse Ausbildungen im Rettungsdienst an: Ich arbeitete als Rettungssanitäter, wurde Rettungsassistent und schließlich Ausbilder. Diese vielen positiven Erfahrungen haben mich überzeugt, dauerhaft einen helfenden und sozialen Beruf ausüben zu wollen. Erst später habe ich mich dann für das Studium Pflegemanagement und Pflegewissenschaft entschieden. Nun schließt sich der Kreis: Ich bin wieder beim ASB.

Und seit dem 1. Mai 2022 Geschäftsführer des ASB-Landesverbandes. Was hat Sie an der neuen Position besonders gereizt?

Stefan Mette: Für mich ist es Herausforderung und Chance zugleich, die vielfältigen und verantwortungsvollen Themenfelder des Sozial- und Gesundheitswesens innerhalb des ASB in Sachsen geschäftsführend begleiten zu dürfen. Wichtig sind mir dabei insbesondere eine aktive Positionierung sowie die Einflussnahme des Verbandes auf aktuelle Grundsatzfragen unseres sozialen Engagements, beispielsweise auf die Erhaltung und Weiterentwicklung bestehender Versorgungsstrukturen des ASB in den Bereichen Kita, Pflege, Rettungsdienst und Soziale Arbeit. Am Herzen liegen mir auch die weitere Verbesserung attraktiver Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeitenden und die Unterstützung ehrenamtlicher Initiativen der rund 70.000 Mitglieder des ASB in Sachsen.

Was macht den ASB für Sie besonders?

Stefan Mette: Der ASB ist für mich eine Hilfsorganisation und ein Wohlfahrtsverband mit langjähriger sächsischer Verankerung und einer klaren Haltung. Ich erfahre hier einen sehr offenen und stetigen Umgang mit den Menschen. Flache Hierarchien ermöglichen eine zeitgemäße Unternehmenskultur. Die ist wichtig für unmittelbare und effektive Hilfsangebote.

Was war Ihnen in den ersten Monaten der neuen Position besonders wichtig?

Stefan Mette: Die Begegnungen mit den Menschen im und beim ASB sind mir wichtig - unabhängig davon, ob sie ehren- oder hauptamtlich arbeiten. Ich habe viele ASB-Gliederungen und Einrichtungen besucht, war beim Bundesverband und im Sommercamp unserer Arbeiter-Samariter-Jugend. Besonders das Kennenlernen der Menschen, die zum Aufbau und Erhalt sozialer Projekte innerhalb des ASB beitragen, hat mich sehr beeindruckt.

Beruflich waren Sie bisher hauptsächlich im Pflegebereich unterwegs. Worauf wollen Sie den thematischen Schwerpunkt Ihrer künftigen Arbeit legen?

Stefan Mette: Es gibt für mich nicht den einen Schwerpunkt. Mir ist es wichtig, gemeinsam mit dem Team der Landesgeschäftsstelle für die wesentlichen Frage- und Aufgabenstellungen unserer Regional-, Kreis und Ortsverbände, aber auch für übergeordnete Themen in Sachsen ansprechbar zu sein, sowie unsere Kommunikation und Zusammenarbeit zu fördern.

Welche Ideen haben Sie, um mehr Menschen fu?r ehrenamtliches Engagement beim ASB zu gewinnen?

Stefan Mette: Der ASB in Sachsen ist als gemeinnütziger Verein aus ehrenamtlichem Engagement heraus entstanden. Ehrenamt braucht Unterstützung – hier möchten wir professionell helfen, unter anderem durch Fachberatung, Equipment und Veröffentlichungen, damit die großartige freiwillige Hilfe tausender Sächsinnen und Sachsen präsent ist und anerkannt wird. Ich möchte, dass sich ein Ehrenamt für die Menschen auszahlt und das Motto des ASB „Wir helfen hier und jetzt“ wahrnehmbar und erlebbar ist. Das ist die beste Werbung für die Gewinnung von Ehrenamtlichen und neuen Mitglieder.

Waren oder sind Sie neben Ihrer hauptamtlichen Tätigkeit auch selbst in einem freiwilligen Rahmen engagiert?

Stefan Mette: Vor meinem Umzug nach Sachsen war ich wohnortnah als Mitglied der hiesigen Dorfgemeinschaft für meine Gemeinde tätig, aber zuvor auch als ehrenamtlicher Vorstand für einen Jugendhilfeverein. Im Frühjahr habe ich das Loyola Gymnasium, welches in Kooperation mit dem ASB als Schulprojekt im Kosovo entstanden ist, gemeinsam mit unserem Vorstandsvorsitzenden besucht und die dortige Arbeit des ASB unterstützt. Auch hier in Dresden sehe ich unglaublich viele Möglichkeiten, mich ehrenamtlich einzubringen.

Ein Blick in die Zukunft: Gibt es Themen oder Tätigkeitsfelder, die der ASB in Sachsen neu anpacken möchte?

Stefan Mette: Die Herausforderungen unserer Zeit brachten und bringen auch permanent neue Handlungsfelder hervor, denen wir uns als ASB Sachsen auf vielfältige Art und Weise stellen. Dazu gehören ohne Zweifel die Corona-Pandemie, die Auswirkungen des Ukraine-Krieges und die Folgen für viele Menschen auch bei uns. Wir sind gemeinsam mit allen anderen Hilfsorganisationen und mit unseren Kapazitäten und Erfahrungen in der Lage, benötigte Hilfsangebote zu entwickeln und unsere vorhandenen Kompetenzen einzusetzen.

Der ASB und seine Untergliederungen sind wichtige und aktive Mitglieder des Paritätischen Sachsen. Hatten Sie schon Berührung mit dem Spitzenverband und was ist Ihre Erwartung an die künftige Zusammenarbeit?

Stefan Mette: Die Zusammenarbeit innerhalb des Paritätischen ist essentiell für den ASB in Sachsen, um mittels Gremienarbeit zu diskutieren, aber auch die verbandseigenen Werte und Vorstellungen zu platzieren: in der Gesellschaft, gegenüber der Politik und den verantwortlichen Institutionen.

Zum Schluss: Was macht der ASB-Landeschef in seiner Freizeit?

Stefan Mette: In meiner Freizeit lese ich im Sommer gerne auf meiner Terrasse, erkunde das Dresdner Umland und freue mich auf zukünftige Konzertbesuche in Dresden.

Herzlichen Dank für das Gespräch und viel Erfolg für die bevorstehenden Aufgaben.


Das Interview führte Juliane Federowski. Es erschien zuerst in der September-Ausgabe 2022 unseres Verbandsmagazins anspiel.

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news-8533 Tue, 27 Sep 2022 06:00:00 +0200 Sächsischer Doppelhaushalt 2023/24: Ausfallzeiten in der frühkindlichen Bildung berücksichtigen https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/saechsischer-doppelhaushalt-202324-ausfallzeiten-in-der-fruehkindlichen-bildung-beruecksichtigen/ Aus Sicht der sächsischen Wohlfahrtsverbände müssen im Doppelhaushalt des Freistaates Sachsen für die Jahre 2023 und 2024 ausreichend Mittel eingeplant werden, um die Ausfallzeiten durch Krankheit, Urlaub und Weiterbildungen zu finanzieren. Aus Sicht der sächsischen Wohlfahrtsverbände müssen im Doppelhaushalt des Freistaates Sachsen für die Jahre 2023 und 2024 ausreichend Mittel eingeplant werden, um die Ausfallzeiten durch Krankheit, Urlaub und Weiterbildungen zu finanzieren.

Die Diskussion um den sächsischen Doppelhaushalt für die Jahre 2023 und 2024 ist im vollen Gange. Obwohl die vorliegenden Pläne der jeweiligen Ressorts bereits über dem finanziellen Rahmen der Vorjahre liegen, gibt es derzeit noch Lücken. Insbesondere mit Blick auf die frühkindliche Bildung sieht der Paritätische Sachsen gemeinsam mit den Verbänden der Liga der freien Wohlfahrtspflege dringenden Handlungsbedarf.

In einem gemeinsamen Papier weisen die Verbände darauf hin, dass die derzeit angesetzten Betreuungsschlüssel in Krippe, Kindergarten und Hort bestehende Fehlzeiten, die durch Urlaub, Weiterbildung oder Krankheit entstehen, nicht berücksichtigen. "In der Praxis führen diese Fehlzeiten dazu, dass eine Fachkraft in Vollzeitbeschäftigung durchschnittlich etwa zwei Monate pro Kalenderjahr nicht anwesend ist. Anders formuliert: Das Personal ist im Schnitt nur vier der fünf für die Personalschlüsselberechnung zu Grunde gelegten Werktage pro Woche in der Einrichtung tätig", so die Verbände. Daher sollten für die Finanzierung der Ausfahlzeiten ausreichende Mittel im sächsischen Doppelhaushalt eingeplant werden.

Weiter heißt es in dem Papier der Liga: "Der Freistaat hat in den vergangenen Jahren konsequent auf die Stärkung der frühkindlichen Bildung gesetzt. Diesen Weg muss er nun genauso entschieden weiterverfolgen, damit die Grundlagen für erfolgreichen Bildungsbiografien auch in Zukunft abgesichert sind. Die Berücksichtigung der Ausfallzeiten im frühkindlichen Bildungsbereich in Sachsens Doppelhaushalt für 2023/24 ist dafür ein elementarer Schritt."

Die Liga-Position "Fehlzeiten in der frühkindlichen Bildung berücksichtigen: Kinder fördern - Erzieher*innen entlasten" lesen Sie auf www.liga-sachsen.de

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news-8530 Thu, 22 Sep 2022 07:00:00 +0200 Interview: „Toll war die gute Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamt.“ https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/interview-toll-war-die-gute-zusammenarbeit-zwischen-haupt-und-ehrenamt/ Über 10 Jahre arbeitete Sabine Schwarz von der Volkssolidarität Plauen/ Oelsnitz e.V. im Landesvorstand des Paritätischen Sachsen mit. Nun geht sie in den Ruhestand. Wir sprachen mit ihr über die Vorstandsarbeit und ihren Blick auf die Zeit nach dem Berufsleben. Über 10 Jahre arbeitete Sabine Schwarz von der Volkssolidarität Plauen/ Oelsnitz e.V. im Landesvorstand des Paritätischen Sachsen mit. Nun geht sie in den Ruhestand. Wir sprachen mit ihr über die Vorstandsarbeit und ihren Blick auf die Zeit nach dem Berufsleben.

Frau Schwarz, was wird Ihnen aus der Vorstandsarbeit beim Paritätischen Sachsen besonders in Erinnerung bleiben?

Sabine Schwarz: Ich fand es sehr spannend, für die rund 500 teilweise ganz unterschiedlichen Organisationen der freien Wohlfahrtspflege im Paritätischen Sachsen nach passenden Lösungen zu suchen. Toll war die gute Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamt. Sie war stets ein durch Vertrauen, Toleranz und Wertschätzung geprägtes solidarisches Miteinander. Ein großes Dankeschön an alle Vorstandsmitglieder und vor allem auch die Mitarbeitenden im Paritätischen Sachsen für ihre fachlich fundierte und immer verlässliche Arbeit - gerade auch in schwierigen Zeiten, wie beispielsweise der Corona-Pandemie. Sie haben den Trägern Sicherheit gegeben.

Welche Themen waren Ihnen besonders wichtig und woran sollte der Verband auch in Zukunft festhalten?

Sabine Schwarz: Ausgehend von den Aufgaben in meinem eigenen Verein standen bei mir natürlich alle Fragen zu den Bereichen Pflege, Kindertagesstätten und ehrenamtliche Arbeit im Vordergrund. Hauptschwerpunkt waren die Rahmenbedingungen für jene Menschen, die im sozialen Bereich arbeiten. Ich bin mir sicher, dass die Mitgliedsverbände in Zukunft weiterhin große Unterstützung unter anderem bei der Gewinnung und Bindung von Mitarbeiter*innen, bei der Förderung der Gemeinnützigkeit und der noch besseren Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit benötigen.

Sie gehen nun in den Ruhestand. Worauf freuen Sie sich am meisten und was werden Sie vermissen?

Sabine Schwarz: Ich hoffe, ich kann mich jetzt ausgiebig und lange meinen für den neuen Lebensabschnitt geplanten Projekten widmen. Dazu gehören für mich in jedem Fall Reisen, Aktivitäten mit Familie, Freunden und Gleichgesinnten sowie die Unterstützung meiner Kinder und Enkelkinder. Zudem möchte ich etwas mehr Sport treiben und Italienisch lernen. Damit ich den Kontakt mit mir wichtigen Menschen nicht vermisse, werde ich auch weiterhin ehrenamtlich aktiv sein.

Frau Schwarz, wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen Ihnen alles Gute.


Das Interview führte Thomas Neuman, Referent für Verbandskommunikation.

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news-8531 Tue, 20 Sep 2022 06:06:00 +0200 Mitgliederbefragung 2022: Verband als Informationsvermittler https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/mitgliederbefragung-2022-verband-als-informationsvermittler/ Im Juni 2022 befragte der Paritätische Sachsen seine Mitgliedsorganisationen, um von ihnen ein Stimmungsbild zu erhalten und mögliche Verbesserungspotentiale auszuloten. Im Juni 2022 befragte der Paritätische Sachsen seine Mitgliedsorganisationen, um von ihnen ein Stimmungsbild zu erhalten und mögliche Verbesserungspotentiale auszuloten.

„Unsere Mitglieder haben jeder Zeit die Möglichkeit, uns per Telefon, via E-Mail oder in den verschiedenen Verbandsgremien anzusprechen und ihre Kritik zu äußern. Mit der Befragung wollten wir mehr darüber erfahren, wie die Mitglieder die drei großen Angebote des Verbandes – Fachinformationen, Beratungsangebote und Veranstaltungen – bewerten. Die Mitglieder bezahlen im Rahmen ihrer jeweiligen finanziellen Leistungsfähigkeit einen Mitgliedsbeitrag und dürfen dafür eine gute Qualität der verbandlichen Leistungen erwarten“, erklärt Michael Richter, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Sachsen. Mit der Befragung möchte der Verband die Zufriedenheit in der Mitgliedschaft beleuchten und erkennen, wo es eventuell Stellschrauben gibt, um die Verbandsarbeit weiter zu verbessern.

Ansprache und Teilnehmende

Über die Mitgliederbefragung wurde in den verbandlichen Medien und auf den Regionalkonferenzen informiert. Zudem wurden alle Mitgliedsorganisationen noch zweimal per E-Mail und einmal postalisch eingeladen, sich zu beteiligen.

Die Teilnehmenden der Befragung verteilen sich über die Fachbereiche annähernd analog der tatsächlichen fachlichen Gewichtung innerhalb der Mitgliedschaft. Die regionale Verteilung der Teilnehmenden ist gleichmäßig. Aus Dresden und Leipzig haben etwas mehr Personen teilgenommen als aus den anderen Regionen. Rund 60% der Teilnehmenden kommen aus Mitgliedsorganisationen mit mehr als 50 hauptamtlich Beschäftigten und 48% gehören der Geschäftsleitung an.

Der Verband als Informationsvermittler

Ein Aspekt zieht sich durch alle Antworten der Befragung: Die größte Erwartung an den Verband liegt darin, Informationen zu vermitteln und Wissen bereitzustellen. Ein erwartbares Ergebnis, da dies eines der satzungsmäßigen Ziele des Landesverbandes ist. Erstaunlich ist hingegen, dass die Vernetzung und der Austausch untereinander bei allen Fachbereichen eher im Mittelfeld rangieren. Wobei die Frage im Raum steht, ob diese Möglichkeit in der Vergangenheit angesichts der vorhandenen Themenfülle lediglich nicht ausreichend genutzt wurde. Ebenso erstaunlich ist, dass die Interessenvertretung gegenüber Politik und Verwaltung zwar einen hohen Stellenwert besitzt, die Mitwirkung an der verbandlichen Willensbildung jedoch als eher nachrangig betrachtet wird. Ein Widerspruch, dem künftig mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden muss.

„Unsere Fachreferate und Regionalgeschäftsstellen bündeln wichtiges Wissen und ordnen es fachlich ein. Das wird von vielen geschätzt und – wie die Befragung zeigt - scheint dies für die praktische Arbeit der meisten auch hilfreich zu sein. Das freut uns. Andererseits erkennen wir in den letzten Jahren den Trend, dass einige Mitglieder den Verband zunehmend als Dienstleister verstehen, der alle Informationen auf Abruf vorzuhalten hat, selbst wenn diese bereits an anderer Stelle öffentlich zugänglich sind. Als Spitzenverband geht es jedoch darum, Themen für die Mitglieder zielgerichtet und wirksam aufzubereiten, auf konkrete Probleme und Chancen hinzuweisen oder spezifische Hinweise für die praktische Umsetzung zu geben. Dieses Spannungsfeld zwischen Dienstleister und Spitzenverband sollte in den Fachgruppen diskutiert werden“, konstatiert der Landesgeschäftsführer.

Austausch zwischen dem Mitgliedern stärken

Beim Thema Informations- und Wissensvermittlung wird dem Austausch zwischen den Mitgliedern selbst künftig größere Beachtung zukommen müssen. Dies wird in den Antworten zu den verbandlichen Veranstaltungen deutlich. „Informationen zu aktuellen Themen“, „fachliche Impulse“ oder der „kollegiale Austausch mit anderen Mitgliedern“ werden als wichtig oder sehr wichtig für die Teilnahme an verbandlichen Veranstaltungen wie Fachbereichskonferenzen oder Fachgruppen sowie bei regionalen Formaten eingestuft. „Mit thematisch abgegrenzten Austauschrunden haben wir in den letzten Jahren gute Erfahrungen gemacht. In diesen wurde dem Dialog der Mitglieder untereinander nach einem kurzen fachlich-inhaltlichen Impuls mehr Raum gegeben. Dieser Ansatz, den Verband als Plattform von Ideen, Ansätzen und Erfahrungen zu verstehen, muss weiter gestärkt werden“, so Michael Richter zu diesem Punkt.

Auch die Frage nach verbandlicher Willensbildung und Lobbyarbeit für die Interessen der Mitglieder muss immer wieder kritisch aufs Tapet. Verbandliche Positionen können zwar in den Fachreferaten vorbereitet werden, gleichzeitig müssen diese jedoch von der Mitgliedschaft getragen und in ihrem Sinne formuliert sein. Die Beteiligungsformate zum gegenseitigen Austausch sind vorhanden und müssen aktiv genutzt werden.

Wichtigste Gründe für die Mitgliedschaft

Als wichtigste Gründe für die Mitgliedschaft im Paritätischen Sachsen wurden die fachlichen Informationen, die Interessenvertretung gegenüber Politik und Verwaltung sowie die gemeinsamen Werte - Offenheit, Vielfalt und Toleranz - benannt. „Dass die verbandlichen Werte eine so wichtige Rolle spielen, freut mich besonders“, kommentiert Michael Richter dieses Ergebnis und fügt an: „Die Werteorientierung und die Idee einer Solidargemeinschaft aus Trägern der Freien Wohlfahrtspflege sind unsere verbindenden Leitmotive. Das macht den Paritätischen aus.“

Fachinformationen werden positiv bewertet

Hinsichtlich der Fachinformationen war es aufschlussreich, zu erfahren, worauf die Mitglieder ihr Hauptaugenmerk legen. Rund 70% lesen die Fachinformationen, um Mitteilungen zu rechtlichen Vorgaben (Gesetze, Richtlinien etc.) zu erhalten, 52% wegen fachlicher Impulse und 51 % wegen exklusiver Informationen zu aktuellen Entwicklungen. Gut 92% bewerten die Fachinformationen als wichtig oder eher wichtig für ihre tägliche Arbeit. „Die Fachinformationen sind eines der zentralen Instrumente in der Kommunikation mit den Mitgliedern. Daher ist es erfreulich, dass dieses Angebot von den meisten genutzt und als positiv für die eigene Arbeit bewertet wird. Auf die inhaltliche Gewichtung werden wir noch einmal schauen. Auch darauf, wie die Inhalte der Fachinformationen mit anderen Angeboten wie etwa den Veranstaltungsformaten im Einklang stehen“, so der Landesgeschäftsführer.

Beratung

Mehr als 64% haben bereits Beratungen durch den Paritätischen Sachsen genutzt. Hauptgründe für eine Beratung sind Gesetze, Richtlinien etc. (39%), gefolgt von der Fachberatung zum jeweiligen Arbeitsfeld (35%) sowie zu Fördermitteln (27%) und Finanzthemen (23%). Mit den Beratungen sind mehr als 75% der Befragten zufrieden oder eher zufrieden. Hauptwege der Ansprache sind Telefon und E-Mail. Mehr als die Hälfte nimmt mindestens einmal im Monat Kontakt zum Verband auf.

Michael Richter dazu: „Die Mitglieder bei Fragen zu beraten oder auch bei Entwicklungsprozessen zu begleiten, ist uns ein wichtiges Anliegen. Mich freut, dass sich eine große Zahl an Mitgliedern hierbei gut betreut gefühlt hat, aber 75% reichen mir nicht aus. Wir werden prüfen, wo wir unsere Leistungen weiter verbessern können, aber gleichzeitig müssen wir mitunter sicher auch deutlicher formulieren, wie und wozu die Beratung durch den Verband erfolgen kann und ab wann diese den von der Mitgliedschaft erwarteten Rahmen übersteigt.“

Fazit

Die verbandlichen Leistungen scheinen den grundsätzlichen Erwartungen der Mitglieder zu entsprechen. Daraus lässt sich eine Grundzufriedenheit des Großteils der Mitgliedsorganisationen ableiten. Zugleich wird deutlich, dass sich die Erwartungshaltung erkennbar hin zu einem Dienstleistungsverständnis entwickelt, was einen Spitzenverband in der derzeitigen Form perspektivisch überfordern wird und auch nicht dem Ziel der Satzung entspricht. Dies wird im Dialog mit den Mitgliedern zu besprechen sein. Auf der anderen Seite müssen die verbandlichen Stärken wie das Bündeln von Wissen, die Förderung des fachlichen Austauschs zwischen den Mitgliedern und die Lobbyarbeit als Kernleistungen in den Mittelpunkt gestellt werden.


Sie möchten Näheres zur Befragung wissen? Sprechen Sie uns bitte an.

Thomas Neumann (Referent für Verbandskommunikation)

Tel.: 0351 - 828 71 122
E-Mail: thomas.neumann(at)parisax.de

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news-8539 Fri, 16 Sep 2022 14:38:38 +0200 Wir suchen: Referent*in Verbandskommunikation (w/m/d) https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/wir-suchen-referentin-verbandskommunikation-wmd/ Der Paritätische Sachsen, Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege, stellt zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Referent*in für Verbandskommunikation (w/m/d) ein. Die Stelle umfasst 30 Wochenstunden. Der Paritätische Sachsen, Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege, schreibt die Stelle Referent*in Verbandskommunikation (w/m/d) aus. Der Stellenumfang beträgt 30 Wochenstunden.

Der Paritätische Sachsen ist der größte Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen. Gemeinsam mit seinen rund 500 Mitgliedsorganisationen aus dem Sozial- und Bildungsbereich setzt er sich für die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen ein.

Das bieten wir Ihnen an:

  • ein vielseitiges und interessantes Arbeitsfeld, dass Sie aktiv gestalten können
  • Möglichkeit zur flexiblen Arbeitszeitgestaltung sowie mobilen Arbeiten
  • Mitarbeit in einem offenen und engagierten Team
  • Bezahlung nach Tarifvertrag „PATT“ inklusive betriebliche Altersvorsorge
  • 30 Tage Urlaub und 5 Pflegetage
  • fachliche und persönliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten
  • Persönliches Budget für Weiterbildung
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement

Folgende Aufgaben warten darauf, von Ihnen gemeistert zu werden:

  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Paritätischen Sachsen
  • Koordination der Außendarstellung und -kommunikation unter Beachtung der Corporate-Design Guidelines
  • Strategische Planung und redaktionelle Verantwortung für die Außenkommunikation (Webseiten, Printprodukten wie dem Verbandsmagazin anspiel., Social Media)
  • Aufbau und Pflege von Medienkontakten
  • Initiierung, Organisation und Moderation der verbandlichen Willensbildung bei Kommunikationsthemen
  • Information, Beratung und Vertretung der Mitgliedsorganisationen zu fachspezifischen Themen
  • Anregung von Fort- und Weiterbildungsangeboten für Mitgliedsorganisationen
  • Vertretung des Paritätischen Sachsen in Gremien und Arbeitsgruppen auf Landes- und Bundesebene

Was wir von Ihnen erwarten:

  • Hochschul- bzw. Fachhochschulabschluss mit geistes-, politik-, sozial- oder medienwissenschaftlicher Ausrichtung
  • Berufserfahrung im Bereich Kommunikation/ Marketing/ Projektmanagement
  • ausgeprägte Kommunikations- und Teamfähigkeit
  • Selbständigkeit und Eigenverantwortung innerhalb des Fachbereiches
  • Hilfsbereitschaft, Belastungsfähigkeit und Selbstmanagement
  • Identifikation mit den verbandlichen Grundsätzen des Paritätischen Sachsen
  • Sicherer Umgang mit dem PC (MS Office, Datenbanken etc.), Internet und Collaboration Tools, CMS
  • wünschenswert Führerschein Klasse B

Die Stelle ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu besetzen. Arbeitsort ist Dresden. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den Landesgeschäftsführer Michael Richter. (michael.richter(at)parisax.de , 0351 - 828 71 120).

Ihre qualifizierte Bewerbung richten Sie bitte bis 30.09.2022 ausschließlich im pdf-Format und per E-Mail an: bewerbung(at)parisax.de.

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news-8523 Wed, 14 Sep 2022 16:51:08 +0200 Sprach-Kitas: Finanzierung fortsetzen! https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/sprach-kitas-finanzierung-fortsetzen/ Ende 2022 läuft die Bundesförderung für Sprach-Kitas aus. Sollte der Bund keine Anschlussfinanzierung auf die Beine stellen, sieht der Paritätische Sachsen den Freistaat in der Pflicht, die gezielte Sprachbildung in den sachsenweit 364 Sprach-Kitas fortzusetzen. Ende 2022 läuft die Bundesförderung für Sprach-Kitas aus. Sollte der Bund keine Anschlussfinanzierung auf die Beine stellen, sieht der Paritätische Sachsen den Freistaat in der Pflicht, die gezielte Sprachbildung in den sachsenweit 364 Sprach-Kitas fortzusetzen.

Rückschritt für die Qualität der frühkindlichen Bildung droht 

Seit 2016 ermöglicht die Bundesförderung, dass Kindertageseinrichtungen eine zusätzliche Fachkraft einstellen können, die sich insbesondere um die Sprachbildung der Kinder unter Einbeziehung der Eltern kümmert. So ist es möglich, Kinder mit Sprachschwierigkeiten oder aus Haushalten, in denen Deutsch nicht die Muttersprache ist, individuell zu unterstützen. Darüber hinaus geht es um Sprachbildung für jedes Kind und damit um qualitative Kommunikations- und Interaktionsprozesse, um Resilienzbildung und Persönlichkeitsentwicklung. Fener spielen Reflexion und Schulungen der Teams sowie die Begleitung bei der Eingewöhnung oder bei Konflikten eine wichtige Rolle.

„Der Wegfall der Sprach-Kitas ist in dreierlei Hinsicht fatal und insgesamt ein Rückschritt für die Qualität der frühkindlichen Bildung in Sachsen. Zunächst fällt die gezielte Förderung sprachlicher Kompetenzen im frühkindlichen Alter weg, einer Lebensphase, die prägend für die Entwicklung der Kinder ist. Zweitens wird es schwerer werden, die coronabedingten Bildungsnachteile auszugleichen und den in den letzten Monaten hinzugekommenen ukrainischen Kindern die deutsche Sprache näher zu bringen. Und schließlich ist es ein Schlag ins Kontor eines jeden Kita-Teams, das vor dem Hintergrund der ohnehin schon angespannten Personalsituation weiteres Personal einbüßt. Wenn auf Bundesebene keine Lösung gefunden wird, muss der Freistaat die Lücke unbedingt füllen, um diesen Rückschritt abzuwenden“, fordert Michael Richter.
 

Freistaat muss sich bekennen, wenn Lösung auf Bundesebene ausbleibt

Der Verband unterstützt die Aktivitäten der Wohlfahrtsverbände auf Bundesebene, die sich für eine Weiterführung des Sprach-Kita-Programms und dessen Finanzierung aus Bundesmitteln stark machen. Parallel dazu laufen aber auch Gespräche mit Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung auf Landesebene. Hier lassen erste Äußerungen aus Kreisen der sächsischen Regierungsfraktionen erkennen, dass ein grundsätzliches Interesse an der Beibehaltung der Sprach-Kitas besteht. Der Freistaat muss sich demnach beim Bund stark machen und unter Umständen auch erwägen, eigene Gelder in die Hand zu nehmen.

Zudem braucht es ein klares Bekenntnis von Seiten des sächsischen Kultusministeriums, welche inhaltlichen Schwerpunkte es in der frühkindlichen Bildung mit den Bundesmitteln aus dem Qualitätsentwicklungsgesetz setzen möchte. Das wahrscheinlich im Frühjahr 2023 in Kraft tretende Gesetz sieht neben sechs weiteren Aspekten die Sprachförderung als einen Punkt vor, für den die Länder Geld vom Bund erhalten können.

Parallel zu den Entwicklungen auf Bundesebene hat der Paritätische den aktuellen Entwurf für den sächsischen Doppelhaushalt 2023/24 und die Umsetzung des Gute-Kita-Gesetz im Blick und wird sich für die Sprachförderung einsetzen.

Jetzt aktiv werden

Auf Bundesebene setzen sich die Wohlfahrtsverbände für den Erhalt der Bundesförderung für Sprach-Kitas ein. Die Debatte im Haushaltsausschuss am 19.10.2022 und die Haushaltsdebatte (22.11. - 25.11.2022) werden durch öffentliche Aktionen flankiert.

Auf der Seite des Deutschen Bundestags wurde zudem eine Petition zur Fortführung/ Verstetigung des Bundesprogramms "Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ gestartet. Diese kann noch bis zum 20. September 2022 mitgezeichnet werden. 

Die Petition finden Sie hier: https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2022/_08/_01/Petition_137016.html

Aber auch die Einrichtungen selbst sollten in der jetzigen Phase ihre Möglichkeiten nutzen, um Aufmerksamkeit für das Thema zu generieren, ist Michael Richter überzeugt: „Einrichtungsvertreter*innen oder auch Eltern sollten auf die politischen Akteure in ihrem Wahlkreis zugehen und auf die Notwendigkeit des Angebotes aufmerksam machen. Einladungen in die Einrichtungen können das Anliegen durch einen Einblick in den Arbeitsalltag unterstützen.“

Unter folgendem Link finden Sie weitere Aktionsmöglichkeiten und können ganz einfach die Ansprechpartner*innen in Ihrem Wahlkreis finden: Mission - sprachkitas-retten.de.

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news-8522 Wed, 14 Sep 2022 06:37:00 +0200 Mitgliederversammlung 2022: Energiekrise, Beitragsordnung, Vorstandswahl https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/mitgliederversammlung-2022-energiekrise-beitragsordnung-vorstandswahl/ Die Energiekrise, die Beitragsordnung und die Wahl des Landesvorstandes bestimmten die diesjährige Mitgliederversammlung des Paritätischen Sachsen. Aber auch die Freude darüber, sich persönlich zu sehen, prägte die Veranstaltung. Die Energiekrise, die Beitragsordnung und die Wahl des Landesvorstandes bestimmten die diesjährige Mitgliederversammlung des Paritätischen Sachsen. Aber auch die Freude darüber, sich persönlich zu sehen, prägte die Veranstaltung.

Rund 70 Mitgliedsorganisationen folgten der Einladung des Paritätischen Sachsen zur Mitgliederversammlung, die nach zwei Jahren mit einer ausgefallenen und einer rein digitalen Veranstaltung endlich wieder in Präsenz stattfinden konnte. Das schätzen alle Beteiligten sehr und von Beginn an füllten intensive Gespräche, fachlicher Austausch und das ein oder andere herzliche Lachen die Veranstaltungsräume im Dresdner Norden.

Steigende Kosten belasten soziale Einrichtungen und Dienste

Weniger erfreulich war hingegen das Thema der steigenden Energiekosten, zu dem Landesgeschäftsführer Michael Richter im Tagesordnungspunkt „Aussprache zur aktuellen politischen Lage“ einführte. Hinsichtlich des EU-Gas-Notfallplanes kritisierte er das Fehlen einiger sozialer Angebote in diesem. Aktuell seien dort lediglich Kindertages- und Pflegeeinrichtungen sowie Schulen berücksichtigt. Inwieweit beispielsweise Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen oder der Kinder- und Jugendhilfe von Gassperren betroffen sein könnten, sei bisher unklar. Diesbezüglich sei der Paritätische Gesamtverband auf Bundesebene aktiv. Der Landesgeschäftsführer formulierte zudem die Erwartung an den Freistaat, soziale Träger und Einrichtungen hinsichtlich gestiegener Kosten zu unterstützen.

Auch in der anschließenden Aussprache wurde die Verunsicherung der Mitglieder darüber deutlich, wie gestiegene Kosten künftig finanziert werden sollen. Bereits jetzt seien Einrichtungen und Dienste von der Vervielfachung der Energiekosten betroffen. Insbesondere kleine Träger gerieten dadurch an die Grenzen des Leistbaren. Wenn von stattlicher Seite keine Hilfsleistungen kämen, um diese Kosten abzufangen, drohe ein Kahlschlag in der sozialen Landschaft. Michael Richter berichtete in diesem Zusammenhang von Gesprächen mit der Landespolitik und der Absicht des Landesverbandes, sich für einen Rettungsschirm einzusetzen. Viele Mitglieder begrüßten das diesbezügliche Auftreten des Paritätischen Sachsen sowie des Gesamtverbandes. Der Landesgeschäftsführer sicherte den Mitgliedern zu, dass der Paritätische Sachsen sich nach Kräften dafür einsetzen werde, die drohende Schieflage abzuwenden.

Mitgliederbefragung ergibt weitgehende Zufriedenheit mit dem Verband

Im Bericht des Landesvorstandes stellte Christian Kamprad, Landesvorsitzender des Paritätischen Sachsen, ausgewählte Themen der verbandlichen Arbeit vor und dankte den Mitgliedern für deren Vertrauen. Im Bericht ging es unter anderem um die einrichtungsbezogene Impfpflicht, Verhandlungen in der ambulanten Pflege, die Aufnahme Schutzsuchender aus der Ukraine, Personal und Fachkräfte für den sozialen Bereich, Nachhaltigkeit in der Sozialen Arbeit sowie strukturelle Veränderungen im Landesverband.

Zudem ging der Landesvorsitzende auf die zentralen Erkenntnisse aus der im Juni 2022 durchgeführten Mitgliederbefragung ein. Obwohl die Mitglieder dem Verband ein weitgehend positives Zeugnis ausstellen, ergeben sich nach Ansicht des Landesvorstandes zwei Aufträge aus der Befragung. Zum einen sollen die innerverbandlichen Beteiligungsformate überdacht und neu aufgestellt werden. Zum anderen soll künftig besser kommuniziert werden, zu welchen Themen und in welchem Umfang der Verband seine Mitglieder beraten kann. Dies sei nicht zuletzt deshalb wichtig, weil das Beratungsaufkommen und die Beratungstiefe in den letzten Jahren stark angestiegen sind und beides die Fachreferate sowie die Regionalgeschäftsstellen zunehmend binde. Das dürfe jedoch nicht zu Lasten der strategischen Lobbyarbeit gehen, da diese wiederum als ein zentraler Grund für die Mitgliedschaft benannt wurde.

Änderungen an der Beitragsordnung beschlossen

Ein weiterer wichtiger Punkt auf der Tagesordnung war der Beschluss der angepassten Beitragsordnung, da auf der Mitgliederversammlung 2021 nur eine befristete Regelung die Zustimmung der Mitglieder fand. Eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedsorganisationen, Vorstandmitgliedern und der Geschäftsführung des Landesverbandes hatte daraufhin eine Lösung entwickelt, die diesmal von der Mehrheit der Mitglieder angenommen wurde. Die beschlossene Änderung sieht eine zweimalige Steigerung des Deckels für Höchstbeitragszahler um jeweils 1000 Euro in den kommenden zwei Jahren vor.

Neuer Landesvorstand gewählt – Landesvorsitzender im Amt bestätigt

Den letzten großen Programmpunkt bildete die turnusmäßige Wahl des Landesvorstandes. Dabei wurde Christian Kamprad (BSW Muldental e.V.) im Amt des Landesvorsitzenden bestätigt. Als stellvertretende Vorsitzende wählten die Anwesenden Jens Juraschka (Gemeinsam Ziele Erreichen e.V.) und Burkart Preuß (Lebenshilfe Pirna-Sebnitz-Freital e.V.). Mitglieder des Landesvorstandes bleiben zudem Uwe Adamczyk (Sozialverband VdK Sachsen e.V.), Bianca Bretschneider (Känguru Kita Leipzig gGmbH), Holger Herzog (Suchtzentrum Leipzig e.V./ SZL gGmbH) sowie Steffen Claudio Lemme (Volkssolidarität Landesverband Sachsen e.V.). Neu gewählt wurden Eric Maes (Kinder- und Jugendbauernhof Nickern e.V.), Stefan Mette (ASB Landesverband Sachsen e.V.), Martin Maciejewski (Volkssolidarität SV Leipzig e.V.) und Cornelia Ruß-Hempel (TWSD).


Die Mitgliederversammlung 2023 findet voraussichtlich am 12. oder 14. September 2023 statt. Alle Mitglieder werden rechtzeitig über den Termin informiert.

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news-8502 Mon, 05 Sep 2022 16:12:00 +0200 Paritätischer fordert Aufhebung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/paritaetischer-fordert-aufhebung-der-einrichtungsbezogenen-impfpflicht/ In einem Brief an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach fordert der Paritätische Gesamtverband die Aufhebung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht zum 1. Oktober 2022. In einem Brief an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach fordert der Paritätische Gesamtverband die Aufhebung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht zum 1. Oktober 2022.

Im Rahmen der Novellierung des Infektionsschutzgesetzes setzt sich der Paritätischen nun aktiv für ein Ende der einrichtungsbezogenen Impfpflicht ein. In einem Brief an den Bundesgesundheitsminister, die Mitglieder des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag sowie die Fraktionsspitzen illustriert Dr. Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, die aktuelle Position des Verbandes.  

„Eine hohe Impfquote innerhalb der gesamten Bevölkerung ist aus Sicht des Paritätischen nach wie vor ein wichtiger Schlüssel, um mittel- und langfristig aus der Pandemie zu kommen. Die in Aussicht gestellten angepassten Impfstoffe bis Herbst dieses Jahres geben zudem Grund zur Zuversicht. Durch eine alleinige einrichtungsbezogene Impfpflicht kann dieses Ziel aus unserer Sicht jedoch nicht erreicht werden, weshalb wir die zügige Aufhebung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht noch vor dem 1. Oktober 2022 fordern“, so Dr. Ulrich Schneider in seinem Brief.

Schneider betont in diesem Zusammenhang die vielen Aktivitäten der Einrichtungen und Dienste, um den Infektionsschutz vor Ort zu gewährleisten, und wie mittels niedrigschwelliger Aufklärung für das Thema sensibilisiert wird. Zudem weist der Brief auf die belastenden Auswirkungen hin, die mit der Impfpflicht einhergehen. Auch der damit verbundene Wegfall von Personal und die zunehmend kritischer werdende Versorgungslage sind ein Thema.

Der Hauptgeschäftsführer hebt hervor: „Die Corona-Infektionslage in den Einrichtungen und Diensten des Sozial- und Gesundheitswesens korreliert ganz offensichtlich mit jener in der

Allgemeinbevölkerung. Eine strikte Trennung dieser beiden Bereiche sowie die Engführung auf Schutzmaßnahmen in einzelnen Einrichtungen und Diensten sind – insbesondere mit Blick auf die bereits gemachten Erfahrungen in den letzten beiden Jahren – aus Sicht des Paritätischen nicht mehr vermittelbar und kaum hinzunehmen.“

Der Paritätische spricht sich in den Anschreiben gleichzeitig für „eine gesamtgesellschaftliche Pandemiestrategie“ aus, zu der ein niedrigschwelliges Impfangebot und eine breit angelegte Impfkampagne ebenso gehören wie der „Anspruch auf kostenfreie Bürger*innentests“.

Einen Schwerpunkt mit weiterführenden Informationen zur Impfpflicht in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen sowie bei Anbietern von Leistungen für Menschen mit Beeinträchtigungen können Sie auf der Webseite des Paritätischen Gesamtverbandes lesen.

Das Anschreiben des Paritätischen an den Bundesgesundheitsminister können Sie nachstehend herunterladen.

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news-8492 Thu, 01 Sep 2022 09:39:03 +0200 Doppelausstellung in der Landesgeschäftsstelle eröffnet https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/doppelausstellung-in-der-landesgeschaeftsstelle-eroeffnet/ Seit dem 1. September 2022 zeigt der Paritätische Sachsen in einer Doppelausstellung Perspektiven auf eine Welt ohne Rassismus sowie Portraits persischer, iranischer und ukrainischer Frauen. Seit dem 1. September 2022 zeigt der Paritätische Sachsen in einer Doppelausstellung Perspektiven auf eine Welt ohne Rassismus sowie Portraits persischer, iranischer und ukrainischer Frauen.

Die Flure der Landesgeschäftsstelle des Paritätischen Sachsen sind weiß und sehr lang. Grund genug, diesen mit halbjährlich wechselnden Ausstellungen ein bisschen mehr Farbe zu verpassen.

Am 1. September war es nun wieder soweit: Der nächste Wechsel stand an. Bis Ende März 2023 geben ab sofort zwei Partnerorganisationen des Verbandes kreative Einblicke in ihr Arbeitsfeld.

Im Foyerbereich trägt das Bündnis gegen Rassismus 15 Portraits bei, aufgenommen von Gerardo Palacios Borjas. Die Bilder zeigen unter dem Motto Leben ohne Rassismus 2.0 ganz individuelle Charaktere und laden dazu ein, allen Menschen gleichermaßen mit Empathie und Respekt gegenüberzutreten. Nur so kann ein gutes gesellschaftliches Miteinander gelingen. Ein Ziel, das sich auch im Selbstverständnis des Paritätischen Sachsen wiederfindet, weswegen wir gern in diesem Bündnis mitwirken.

Mehr zum Bündnis gegen Rassismus lesen Sie unter www.buendnisgegenrassismus.de.

Den restlichen Teil der Etage bespielt unsere Mitgliedsorganisation Kolibri e.V. aus Dresden mit ihrer Ausstellung Wandlungen persischer Frauen. Sie wird ergänzt durch ausdrucksstarke Portraits von Frauen und Kindern aus der Ukraine. Die Bildserien entstanden im Rahmen zweier Projekte, die der Verein in seinen beiden interkulturellen Angeboten Persischer Frauentreff und Ukrainischer Frauentreff initiiert hat. Die Fotografin Natalia Schmidt, selbst gebürtige Ukrainerin, machte die Aufnahmen. So entsteht ein lebendiger und berührender Eindruck ganz unterschiedlicher Facetten von Weiblichkeit, der jedoch auch viel über den Zwiespalt, in zwei Kulturen beheimatet zu sein, verrät.

Mehr zu Kolibri e.V. und seinen Angeboten erfahren Sie unter www.kolibri-dresden.de.

Wir bedanken uns sehr bei Juan Garcia und Mariana Seeboth, die in ihren Vereinen jeweils die Koordination übernahmen, und ohne die diese Ausstellung nicht möglich gewesen wäre.

Zu unseren Geschäftszeiten (Mo – Do von 9 – 16.00 Uhr, Fr 9 – 12.30 Uhr) sind Gäste herzlich eingeladen, sich selbst ein Bild zu machen. Sie finden uns im Dresdner Waldschlößchenareal (Am Brauhaus 8, 01099 Dresden). Eine Anfahrtsbeschreibung finden Sie hier.  

Sie wollen selbst einmal bei uns ausstellen oder kennen jemanden, der sich dies gut vorstellen könnte? Dann freuen wir uns über jede Anregung.

Kontakt:

Franziska Marx
Sachbearbeiterin Unternehmenskommunikation

E-Mail: franziska.marx(at)parisax.de
Tel: 0351 – 828 71 422

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news-8484 Mon, 29 Aug 2022 15:02:00 +0200 Wir hilft, stärkt und verbindet! Paritätischer startet Aktionswoche Selbsthilfe 2022 https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/wir-hilft-staerkt-und-verbindet-paritaetischer-startet-aktionswoche-selbsthilfe-2022/ Unter dem Motto "Wir hilft" findet auf Initiative des Paritätischen Gesamtverbandes gemeinsam mit seinen Landesverbänden vom 3. bis 11. September 2022 zum zweiten Mal die bundesweite Aktionswoche Selbsthilfe statt. Unter dem Motto "Wir hilft" findet auf Initiative des Paritätischen Gesamtverbandes gemeinsam mit seinen Landesverbänden vom 3. bis 11. September 2022 zum zweiten Mal die bundesweite Aktionswoche Selbsthilfe statt. Mit mehr als 250 geplanten Veranstaltungen soll aufgezeigt werden, wie vielfältig, innovativ und unverzichtbar die Selbsthilfe im Alltag für Millionen Menschen in Deutschland ist. Ziel der Aktionswoche ist es zudem, Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeorganisationen dabei zu unterstützen, neue Mitglieder zu gewinnen.

“Selbsthilfe ist für viele Menschen ein wesentlicher Bestandteil, um mit schwierigen Situationen in ihrem Leben umzugehen. Die Förderung der Interessen der Selbsthilfe aus allen Bereichen der sozialen Arbeit und die Verbesserung ihrer Rahmenbedingungen ist ein zentrales Anliegen unseres Verbandes. Auch deshalb hat der Paritätische die Aktionswoche Selbsthilfe ins Leben gerufen, als Woche des Austauschs von Selbsthilfeaktiven und Interessierten”, erklärt Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbandes.

Die Aktionswoche wird unterstützt vom Bundesministerium für Gesundheit. Der Bundesminister für Gesundheit, Prof. Dr. Karl Lauterbach: „Der persönliche Kontakt mit anderen, die das eigene Schicksal teilen, die ihre Erfahrungen weitergeben oder sich in einer herausfordernden Situation gegenseitig Trost spenden, ist für die Betroffenen von unschätzbarem Wert. Deshalb fördern wir die Selbsthilfe über Kontaktstellen und Dachorganisationen. Und wir unterstützen sie bei der Digitalisierung – im Sinne einer noch stabileren Vernetzung.“

Im Rahmen der Aktionswoche lädt der Paritätische Gesamtverband gemeinsam mit seinen Landesverbänden alle Gruppen, Organisationen und Kontaktstellen der Selbsthilfe innerhalb und außerhalb des Paritätischen ein, sich an der Aktionswoche zu beteiligen. Ob Tag der offenen Tür, Workshop, Flashmob oder Selbsthilfe-Café, digital oder präsent, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Als Startsignal für die bundesweiten Aktivitäten lädt der Paritätische Gesamtverband am 1. September 2022 von 15:00 bis 17:00 Uhr zur digitalen Auftaktveranstaltung ein. Geplant ist ein buntes Programm mit einem Selbsthilfe-Quiz, Ausblicken auf die Aktionswoche und Livemusik.

Der Paritätische ist der Selbsthilfebewegung eng verbunden. Zu den mehr als 10.800 Mitgliedsorganisationen des Paritätischen Gesamtverbandes gehören viele bundesweite und regionale Selbsthilfeorganisationen. Die Paritätischen Landesverbände und ihre Mitgliedsorganisationen sind Träger von 130 der 300 Selbsthilfe- und Unterstützungsstellen in Deutschland.

Mehr Informationen zur Aktionswoche Selbsthilfe und den Veranstaltungen unter www.wir-hilft.de.

Kontakt zum Organisationsteam zur Aktionswoche Selbsthilfe 2022:

E-Mail: wirhilft(at)paritaet.org
Tel.: 030-24636-405

Quelle: Paritätischer Gesamtverband

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news-8338 Mon, 22 Aug 2022 10:07:00 +0200 Neues Mitglied: Die Wohnungsgenossenschaft inklusiv LEben eG aus Leipzig https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/neues-mitglied-die-wohnungsgenossenschaft-inklusiv-leben-eg-aus-leipzig/ Dass Wohnen mehr ist, als nur ein Dach über dem Kopf zu haben, zeigt die Leipziger Wohnungsgenossenschaft inklusiv LEben eG. Inklusion und Miteinander sind dort nicht nur Worthülsen, sondern werden jeden Tag gelebt. Seit Mai 2022 ist sie nun Mitgliedsorganisation des Paritätischen Sachsen. Dass Wohnen mehr ist, als nur ein Dach über dem Kopf zu haben, zeigt die Leipziger Wohnungsgenossenschaft inklusiv LEben eG. Inklusion und Miteinander sind dort nicht nur Worthülsen, sondern werden jeden Tag gelebt. Seit Mai 2022 ist sie nun Mitgliedsorganisation des Paritätischen Sachsen.

Gegründet im März 2021, ist die Wohnungsgenossenschaft inklusiv LEben eG die erste gemeinnützige bzw. mildtätige Wohnungsgenossenschaft in Sachsen - eine von nur wenigen in Deutschland. „Wir verfolgen keine eigenwirtschaftlichen Zwecke,“ betont ihr Vorstand Heiko Schott. „Bei uns haben sich vielmehr ein Architekt mit Visionen sowie Menschen mit Mut und Lust auf inklusives, soziales, nachhaltiges Leben zusammengefunden, um etwas Neues entstehen zu lassen.“

Was das Neue ist? Die Genossenschaft ermöglicht es Menschen, die infolge ihres sozialen Status oder gesundheitlicher Beeinträchtigungen auf dem Wohnungsmarkt benachteiligt sind, ein adäquates Zuhause vorzufinden. Inklusion soll hier täglich gelebt und damit fester Teil des Alltags sein. Deshalb sind gemeinsame Aktivitäten oder der Austausch untereinander Fixpunkte des Wohnprojektes. Gemeinschaftsräume und eine grüne Oase geben reichlich Gelegenheit, sich zu treffen und sich immer besser kennenzulernen.

„Oberste Priorität haben in dieser Gemeinschaft soziale Aktivitäten und Stabilität. Die erreichen wir durch nachbarschaftliches Leben mit gegenseitiger Unterstützung und Akzeptanz sowie durch nachhaltige Einbindung in das Wohnumfeld,“ erklärt Schott. „So vielfältig die Gesellschaft ist, so vielfältig werden auch die Bewohner*innen und Wohnformen in unserem Projekt sein. Anmieten können alle Menschen - egal, ob Singles oder Familie, jung oder alt, mit oder ohne Handicap.“

In dieser Zielstellung wird das Leitbild des Projekts schnell ersichtlich: die Inklusion. Menschen verschiedener Altersgruppen, mit verschiedenen Fähigkeiten und Fertigkeiten, mit unterschiedlichen Lebensmodellen finden für sich den passenden Wohnraum. „Wir bauen gemeinsam unser Haus mitten in der Stadt Leipzig - mitten im Leben und umgeben von guter Infrastruktur. Trotz hoher Anforderungen an eine moderne und ökologische Bauweise wird unser Haus sozial gerecht sein, mit Mieten, die sich jeder leisten kann.“

Und warum sind Sie Mitglied im Paritätischen geworden, was wünschen Sie sich vom Landesverband?

„Wir sehen den Paritätischen als starken Partner, als Moderator und als Mittler, der für die Interessen seiner Mitglieder einsteht. Wir wünschen uns fachkompetente Beratung, Lobby und Öffentlichkeitsarbeit. Gern möchten wir ein aktiver Teil des Verbands werden und auch unsere Erfahrungen an Interessierte weitergeben,“ fasst Heiko Scholz seine Erwartungen zusammen.

Wir werden unser Bestes geben, diese gemeinsam mit unserem neuen Mitglied zu erfüllen. Herzlich willkommen im Verband!

 

Kontakt:

Wohnungsgenossenschaft inklusivLEben eG
Felsenkellerstraße 1
04177 Leipzig

E-Mail: Kontakt(at)inklusivleben.jetzt

Web: www.inklusivleben.jetzt

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news-8448 Thu, 11 Aug 2022 11:09:00 +0200 Life Kinetik - Gehirnentfaltung mit Bewegung & Spaß https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/life-kinetik-gehirnentfaltung-mit-bewegung-spass/ Wir alle wollen geistig fit durch den Alltag gehen. Wie wir das mit einfachen Übungen fördern können, stellt Karla Pense am 3. September 2022 auf der Mitteldeutschen Selbsthilfekonferenz in Erfurt vor. Warum es sich lohnt, dabei zu sein, erklärt sie uns in ihrem kurzen Beitrag. Wir alle wollen geistig fit durch den Alltag gehen. Wie wir das mit einfachen Übungen fördern können, stellt Karla Pense am 3. September 2022 auf der Mitteldeutschen Selbsthilfekonferenz in Erfurt vor. Warum es sich lohnt, dabei zu sein, erklärt sie uns in ihrem kurzen Beitrag.

Haben Sie schon mal was von Dünger fürs Gehirn gehört? Nein? Den produzieren Sie bei Tätigkeiten, die Sie mit Spaß und Freude tun, selbst. Das Glückshormon Dopamin - das ist der Dünger fürs Gehirn. Den braucht es, um neue Verbindungen zwischen den Gehirn­zellen aufzubauen.

Wenn Lernen, Herausforderungen, Neues ausprobieren mit einer positiven Erfahrung verbunden sind, erzeugt unser Körper Dopamin. So weit, so gut. Nur höre ich manchmal: „Vertrautes gibt doch aber Sicherheit!“ Das stimmt bis zu einem gewissen Grad, denn vieles tun wir ganz automatisch und leicht. Wiederkehrende Handlungsimpulse bilden im Gehirn so etwas wie Autobahnen. Das Glückshormon Dopamin wird bei Gewohntem aber leider kaum ausgeschüttet.

Unsere Lebensumstände verändern sich jedoch permanent. Oft sind wir mit ganz neuen Dingen konfrontiert oder mit vielen Informationen gleichzeitig - selbst als Fußgänger im Straßenverkehr. Auch unsere Gehirnautobahnen haben ihre Grenzen.

Die Life Kinetik-Übungen regen fast alle Sinne an, die im täglichen Leben gebraucht werden, und so entstehen viele neue Verknüpfungen zwischen den Gehirnzellen. Mit Bewegung, Spiel und Spaß wird im Training Dünger bereitgestellt, damit sich viele dieser Quer­ver­bindungen zwischen den Gehirn-Autobahnen bilden können.

Was Sie durch die vielfältigen Verknüpfungen Ihrer Gehirnzellen gewinnen? Ihr Handlungsspielraum im Alltag vergrößert sich, denn Sie können besser reagieren und schneller entscheiden. Dadurch entstehen weniger innere Anspannung und Stress. Und entspannt machen Ihnen Heraus­forderungen bestimmt wieder mehr Spaß. Bleiben Sie also neugierig, probieren Sie sich aus und überraschen Sie Ihr Gehirn öfter mal mit etwas Ungewohntem.

Genau das machen wir beim Life Kinetik-Training – das Gehirn mit Ungewohntem überraschen. Die Übungen sind einfach, aber niemals langweilig. Damit können alle ihre körperliche und geistige Beweglichkeit fördern. Zudem: Gemeinsam macht es viel mehr Spaß als allein. Als Trainerin helfe ich über Zweifel hinweg und weiß, worauf es ankommt. Die Übungen können durch kleine Veränderungen auch innerhalb einer Gruppe individuell angepasst werden, so dass alle optimal trainieren können. Vom Vorschulalter bis zum betagten Leben können Menschen aller Altersstufen und Fitnessgrade davon profitieren. Ich lade Sie herzlich ein, Life Kinetik auszuprobieren und sich weitere Anregungen für ein fitteres Gehirn zu holen.

Die Autorin: Karla Pense ist zertifizierte Life Kinetik-Trainerin, Lach- & Resilienztrainerin, Lachyoga-Business-Trainerin sowie Beraterin für Stressbalance.


Lernen Sie Karla Pense am 3. September 2022 auf der Mitteldeutschen Selbsthilfekonferenz in Erfurt kennen und nehmen Sie ab 12 Uhr am Life Kinetik-Workshop teil.

Alle Informationen zur Mitteldeutschen Selbsthilfekonferenz sowie die Online-Anmeldung finden Sie auf der Webseite des Paritätischen Thüringen: www.paritaet-th.de


Fünf Life Kinetik-Tipps für Zu Hause

  1. Führen Sie Tätig­keiten wie beispielsweise das Zähne putzen öfter mit der weniger bevor­zugten Hand aus.
  2. Kombinieren Sie zwei einfache Bewegungen miteinander, zum Beispiel rechts mit Arm, Fuß oder Hand kreisen und parallel links mit Arm, Fuß oder Hand pendeln.
  3. Benutzen Sie bei Ihren Erledigungen ver­schiedene Wege.
  4. Nehmen Sie plötzliche Um­stellungen wie von Straßenbahn-, Bus- oder Bahn­linien als Trainings­aufgabe an.
  5. Suchen Sie sich ein Gegenüber und probieren sie neue Spiele aus. Spielen ist bestes Gehirn­doping!
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news-8389 Thu, 21 Jul 2022 13:46:00 +0200 Kommentar: Auch ohne Schutzschirm regnet es https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/kommentar-auch-ohne-schutzschirm-regnet-es/ Pflegeeinrichtungen bleiben seit Ende Juni weitgehend auf den Kosten für Corona-Schutzmaßnahmen sitzen. Der bis dato vorhandene Schutzschirm muss spätestens im Herbst unbedingt wieder aufgespannt werden, fordert Andrea Wetzel, Referentin für Entgelte in der Pflege. Pflegeeinrichtungen bleiben seit Ende Juni weitgehend auf den Kosten für Corona-Schutzmaßnahmen sitzen. Der bis dato vorhandene Schutzschirm muss spätestens im Herbst unbedingt wieder aufgespannt werden, fordert Andrea Wetzel, Referentin für Entgelte in der Pflege.

Mit Beginn der Corona-Pandemie wurde über Pflegeeinrichtungen sehr schnell und unkompliziert ein Schutzschirm aufgespannt, über den die Mehrbelastungen für Corona-Schutzmaßnahmen finanziell ausgeglichen werden konnten. Zum 30. Juni 2022 wurde dieser Schirm nun wieder zugeklappt – nur leider ist die Pandemie nicht vorbei.

Im Gegenteil: Die Infektionszahlen steigen. Die sogenannte Sommerwelle schwappt über uns hinweg und auf Bundesebene wird schon davor gewarnt, dass spätestens im Herbst die nächste Welle auf uns zurollt. Der Bundesgesundheitsminister hat zudem einen Sieben-Punkte-Plan angekündigt, mit dem die Folgen der Pandemie eingedämmt werden können. Das ist gut und vorausschauend gedacht. Allerdings darf die Refinanzierung der dann in der Pflege wieder häufiger notwendigen Schutzmaßnahmen nicht vergessen werden. In der aktuellen Lage müssen wir nämlich erleben, dass die Pflege weitgehend im Regen stehen gelassen wird.

Das stellt sich konkret so dar: Die Pflegesätze werden in der Regel jährlich auf Basis der voraussichtlich anfallenden Kosten mit den Pflegekassen und Sozialhilfeträgern verhandelt. Für die aktuelle Verhandlungsrunde müsste das bedeuten, die voraussichtlich anfallenden Kosten, um Bewohner*innen und Beschäftigte vor Corona zu schützen, mit zu berücksichtigen. Nur leider werden diese im Rahmen der Verhandlung nicht anerkannt. Die Kostenträger verweisen dabei unter anderem auf den besagten Rettungsschirm – der aber im Juni ausgelaufen ist - und ein allgemeines unternehmerisches Risiko, welches mit verhandelt werden kann. Und zudem würden steigende Pflegesätze immer auch zu Lasten der Bewohner*innen gehen, so ihre Argumentation.

Was bedeutet das in der Praxis? Nehmen wir mal an, für die Versorgung einer Person mit Pflegegrad drei erhält das Pflegeheim knapp 70 Euro pro Tag zuzüglich der Kosten für Unterkunft und Verpflegung. Wenn diese Person nun an Covid erkrankt, entstehen ganz schnell zusätzliche Kosten von 40 Euro für die Schutzausrüstung des Personals - also Schutzkittel und Masken – sowie für Desinfektionsmittel und ähnliches. Pro Tag, wohlgemerkt! Das mag auf den ersten Blick nicht viel erscheinen, doch die Erfahrungen der letzten zwei Pandemiejahre lehren uns, dass es trotz aller Hygienebestrebungen in der Einrichtung leider nicht bei einer einzigen Infektion bleiben wird. Zudem dauert eine Infektion in der Regel zwischen sieben bis 14 Tagen.

Seit dem 30. Juni 2022, also mit dem Auslaufen des Rettungsschirms, bleibt das Pflegeheim auf diesen Kosten sitzen. Wie dies refinanziert werden soll, weiß niemand. Und jetzt muss befürchtet werden, dass im Herbst weitere Kostenpositionen entstehen werden, die sinnvoll und notwendig sind – aber leider finanziell nicht gedeckt.

Der Schutzschirm muss also schnellstmöglich wieder aufgespannt werden – auch wenn derzeit gerade die Sonne scheint.

Kontakt:

Andrea Wetzel
Referat Entgelte

Tel.: 0351 - 828 71 147
E-Mail: andrea.wetzel(at)parisax.de

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news-8336 Fri, 15 Jul 2022 06:05:00 +0200 Jugendherbergen: Mehr als nur Übernachtungsstätten https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/jugendherbergen-mehr-als-nur-uebernachtungsstaetten/ Bei Jugendherbergen denken die meisten an preiswerte Unterkünfte, Lagerfeuer und Urlaub. Doch das Jugendherbergswerk Sachsen bietet weit mehr und sucht verstärkt den Dialog mit anderen Angeboten der Jugendarbeit, zeigt Susan Graf auf. Bei Jugendherbergen denken die meisten an preiswerte Unterkünfte, Lagerfeuer und Urlaub. Doch das Jugendherbergswerk Sachsen bietet weit mehr und sucht verstärkt den Dialog mit anderen Angeboten der Jugendarbeit, zeigt Susan Graf auf.

Die Jugendherbergen sind seit vielen Jahrzehnten Träger der Kinder und Jugendhilfe und engagiert im Bereich Klassenfahrten, Gruppenreisen, Kinder- und Familienerholung. Fester Bestandteil dieses Angebotes sind Programme, die einen kulturellen, umwelterzieherischen, sportlichen oder erlebnispädagogischen Inhalt vermitteln.

Die große Zahl an Stammgästen schätzt diese Angebotspalette. Außerhalb unserer Stammkundschaft werden wir dafür jedoch häufig nicht wahrgenommen, sondern sind nur als Übernachtungsstätte bekannt. In der Reflexion fällt auf, dass Jugendherbergen noch sehr mit ihrem Ursprungsgedanken, dem Jugendwandern - welches auch im Vereinsnamen auftaucht - verbunden werden. Wandernde brauchen einen Übernachtungsplatz, gute Verpflegung und ein Lagerfeuer. Sie bilden aber nur einen immer kleiner werdenden Teil unserer Gäste, trotz Spazier- und Wandertrend seit dem Corona-Ausbruch 2020.

Jugendherbergen sind ein Ort der unkomplizierten und einfachen Erholung. Sie können aber noch viel mehr sein. Inspirationsort, Bildungsstätte, Begegnungsort, Kreativwerkstatt, um nur einiges zu nennen. Dafür arbeiten wir schon viele Jahre erfolgreich mit verschiedenen Partnern wie Kinderheimen, der Jugendfeuerwehr Buchheim oder verschiedenen Regionalstellen des Kreisjugendring Sachsen e.V. oder des Kreissportbundes zusammen. Beim Finden neuer Kooperationsmöglichkeiten stellen wir fest, dass dieser Anspruch an unsere Arbeit oft übersehen wird. Egal, ob nach Ferienfreizeiten oder Jugendbegegnungen - der offene und vielfältige Kontakt zwischen Gruppen verschiedener Herkunftshintergründe, die Interaktion während der Angebote wird uns von den Begleitpersonen positiv zurückgemeldet.

Doch auch die Arbeit der Jugendherbergen soll sich weiterentwickeln. Dafür suchen wir den aktiven Austausch und eine über bloße Angebotserweiterung hinausgehende Zusammenarbeit, zum Beispiel im Bereich KJP-Mittel und ihrer Nutzung durch gemeinsame Projekte. Auch Informationsaustausch zum Thema Schulsozialarbeit, Erfahrungen mit Nachhaltigkeitszielen oder Nachdenken über Weiterbildungsangebote für Mitarbeitende bieten sich an.

Wir bieten Räume zur Umsetzung vielfältiger Ideen und stehen als Partner für Projekte zur Verfügung. Dazu bringen wir gern unsere Erfahrungen im Bereich internationale Arbeit und bei aktuellen Vernetzungsprojekten ein. Als Beispiele können wir „Kreatives Sachsen“ im Bereich Programmangebote oder mit den NABU Landesverband Sachsen im Bereich Umweltbildung nennen. Zudem verfügen wir über zahlreiche Kontakte im Bereich Jugendübernachtungsstätten in Sachsen und Jugendherbergen auf Bundesebene. Die gemeinschaftliche gesellschaftliche Verantwortung für Heranwachsende und Familien ist das Bindeglied zwischen sozialpädagogischen Trägern, Erlebnispädagogik, Kultureinrichtungen und den Jugendherbergen.

Sie wollen sich mit dem Deutsches Jugendherbergswerk Landesverband Sachsen e.V. über Ideen und die Zusammenarbeit austauschen? Informationen und Kontaktdaten finden Sie unter: www.jugendherberge-sachsen.de

Die Autorin: Susann Graf ist geschäftsführende Vorständin des Deutschen Jugendherbergswerkes Landesverband Sachesn e.V


Der Artikel erschien zuerst in der März-Ausgabe unseres Verbandsmagazins anspiel.

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news-8335 Wed, 13 Jul 2022 06:49:00 +0200 Förderung: Erfahrungen nutzen, Angebote zukunftsfähig gestalten https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/foerderung-erfahrungen-nutzen-angebote-zukunftsfaehig-gestalten/ Leistungsvereinbarungen und Förderrahmen bieten oft nur wenig Flexibilität, um neue Ansätze auszuprobieren. Die Pandemie brach dieses Muster teilweise auf und öffnete neue Handlungsspielräume, wie Erfahrungen aus Chemnitz und Dresden zeigen. Leistungsvereinbarungen und Förderrahmen bieten oft nur wenig Flexibilität, um neue Ansätze auszuprobieren. Die Pandemie brach dieses Muster teilweise auf und öffnete neue Handlungsspielräume, wie Erfahrungen aus Chemnitz und Dresden zeigen.

Pandemiebedingte Einschränkungen erschweren seit dem Frühjahr 2020 die Arbeit sozialer Angebote. Wie also sollten da Leistungsbeschreibungen umgesetzt oder Zuwendungsbescheide und Vereinbarungen erfüllt werden? Zwei Beispiele aus Chemnitz und Dresden zeigen, wie von Verwaltung und Trägern gemeinsam definierte Eckpunkte den Einrichtungen und Diensten mehr Flexibilität ermöglichen. Ein Ansatz, der auch nach der Pandemie in Betracht gezogen werden sollte.

Handlungsleitlinien als Fundament für finanzielle Sicherheit und Innovation

In der Stadt Chemnitz verständigten sich die örtliche Liga der freien Wohlfahrtspflege und die Stadtverwaltung auf Handlungsleitlinien. In ihnen wurde das Bekenntnis abgelegt, die sozialen Dienste finanziell abzusichern, indem die entsprechenden Grundlagen Bestand haben. Unter dem Titel „Partnerschaftlich und handlungsfähig durch die Krise - Menschen helfen – Zukunft sichern“ verabschiedete der Stadtrat diese Leitlinien dann als Richtlinie und vereinbarte in einer Art Stufenplan Handlungsoptionen.

Zuvörderst geht es darum, die Angebote durch Öffnung und Anpassung der inhaltlichen Schwerpunkte unter Pandemiebedingungen arbeitsfähig zu halten. Dabei konnten die Träger innovative Ideen vorschlagen und erproben, die von der Verwaltung größtenteils auch anerkannt wurden. Ebenso war es möglich, Personal in anderen Bereichen sowie sogar bei anderen Angebotsträgern einzusetzen. „Die Offenheit der Stadtverwaltung gegenüber Neuerungen ist spürbar gewachsen“ stellt Carsten Tanneberger, Chemnitzer Regionalleiter des Paritätischen Sachsen, rückblickend fest. „Das sehen wir beispielsweise bei aufsuchenden Ansätzen in der offenen Senior*innenarbeit oder in Bezug auf digitale Formate. Ausschlaggebend dafür ist wohl die Erfahrung, dass alternative Leistungsformen nicht zwangsweise mit erhöhten Kosten oder geminderten Angeboten einhergehen.“

Angepasste Leistungserbringung und Angebotsgestaltung

Auf Initiative der Diakonie Dresden und der Regionalgeschäftsstelle Dresden des Paritätischen Sachsen beschloss der Dresdner Stadtrat bereits im April 2020 ein Verfahren zur Umsetzung städtischer Förderrichtlinien unter Pandemiebedingungen. Dieses ermöglicht allen geförderten Trägern eine angepasste Leistungserbringung und Angebotsgestaltung. So wurden Komm-Strukturen in der Altenhilfe und in der Jugendarbeit häufig in Geh-Strukturen umgewandelt, die den Fachkräften den Kontakt mit den Zielgruppen offen hielten. Beispielsweise konnten Senior*innen in der Häuslichkeit aufgesucht werden, um Vereinsamung vorzubeugen. Junge Menschen erhielten umfassende Unterstützung von Angeboten der offenen Kinder- und Jugendarbeit, insbesondere bei der Teilhabe an schulischer Bildung im Distanzunterricht. „Die Finanzierung sozialer Angebote wurde uneingeschränkt fortgesetzt und die Ämter wurden zu einem sensiblen Umgang mit den zu erbringenden Eigenanteilen der Träger aufgefordert. Der Beschluss ist bis auf weiteres gültig, so dass auch in weiteren Phasen der Pandemie Einschränkungen abgefedert werden können“, stellt Carsten Schöne zufrieden fest.

Der Artikel erschien zuerst in der März-Ausgabe 2022 unseres Verbandsmagazins anspiel.

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news-8331 Mon, 11 Jul 2022 06:34:00 +0200 Weiterbildung: Ehrenamtliche vor Ort schulen https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/weiterbildung-ehrenamtliche-vor-ort-schulen/ In den letzten Jahren sind die Anforderungen an Ehrenamtliche stetig gestiegen. Dazu bietet die Ehrenamtsakademie Südwestsachsen ab sofort individuelle und kostenfreie Schulungen bei Ihnen vor Ort an. In den letzten Jahren sind die Anforderungen an Ehrenamtliche stetig gestiegen. Dazu bietet die Ehrenamtsakademie Südwestsachsen ab sofort individuelle und kostenfreie Schulungen bei Ihnen vor Ort an.

Erfreulicherweise gibt es sie noch immer: Ehrenamtliche, die sich einbringen und engagieren. Manchmal stoßen diese Menschen jedoch auch an ihre Grenzen. Da sind beispielsweise rechtliche Fragen, die ehrenamtliche Vorstandsmitglieder und Vereinsführungen zunehmend überfordern. Oder angespannte Situationen, in denen immer wieder Konflikte hervorbrechen, die Menschen dazu bringen, sich von ihrem Engagement abzuwenden. Und dann gibt es noch jene Personen, die mit vollem Herzblut dabei sind und sich währenddessen selbst aus dem Blick verlieren. Schlimmstenfalls brennen sie dann aus. Ganz sicher ließe sich diese Aufzählung noch ein gutes Stück fortsetzen, denn Ehrenamtliche sind mit zahlreichen Unwägnissen konfrontiert.

Gute Weiterbildungen können hier Abhilfe schaffen. Doch wann soll das unterzubekommen sein? Wohin müsste man dafür fahren? Und wie bekommt man alle Beteiligten unter einen Hut? Wer soll das alles organisieren? Diese Fragen schreckten schon so manch Engagierte oder Anleitende davon ab, Weiterbildungen anzugehen. Deshalb bietet die Ehrenamtsakademie Südwestsachsen ab sofort Inhouse-Schulungen für Vereine, Initiativen und Gruppen direkt bei Ihnen vor Ort an.

„Ehrenamtliche sind das Gold des zivilgesellschaftlichen Engagements. Dies zu bewahren und zu stärken, ist das Anliegen der Ehrenamtsakademie Südwestsachsen. Deshalb bieten wir über unser reguläres Weiterbildungsangebot hinaus nun auch individuelle Schulungen an und kommen dafür direkt zu den Ehrenamtlichen. Wir haben uns gedacht, wer sich engagiert, soll nicht auch noch Zeit für Anreisen und die Organisation seiner Fortbildung aufwenden“, sagt Benjamin Klose, Referent Weiterbildungsprojekte der parikom gGmbH, die die Ehrenamtsakademie federführend betreut.

Wenn Sie möchten, dass ein Workshop in Ihrem Verein stattfindet oder Sie sich ein Weiterbildungsthema vor Ort in Ihrer Einrichtung wünschen, sprechen Sie die Kolleg*innen der Ehrenamtsakademie Südwestsachsen an. „Sie wählen ein Thema und schlagen uns einen Ort sowie mögliche Termine vor,” erklärt der Referent. “Wir organisieren dann Ihre individuelle Weiterbildung, praxisnah und zugeschnitten auf Ihre Bedarfe. Unser Service umfasst die Auswahl geeigneter Dozent*innen sowie die Erstellung von Unterlagen für die Teilnehmenden, Seminarmaterialien und auf Wunsch auch Teilnahmebescheinigungen.“

Aktuell stark nachgefragte Themen sind zum Beispiel diverse Rechtskenntnisse sowie der Umgang mit Konfliktsituationen und Stress. Schlagen Sie gerne Ihre eigenen Themen vor oder lassen Sie sich vom laufenden Weiterbildungsangebot inspirieren.

Hier finden Sie dazu das aktuelle Veranstaltungsprogramm der Ehrenamtsakademie Südwestsachsen.

Kontakt:

Benjamin Klose
Referent Weiterbildungsprojekte

Telefon: 0351/828 71 434
E-Mail: benjamin.klose(at)parikom.de

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news-8332 Thu, 07 Jul 2022 14:47:00 +0200 Richtig in den Urlaub starten – so gelingt’s. https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/richtig-in-den-urlaub-starten-so-gelingts/ Bis zum letzten Tag vor dem Urlaub mit Vollgas arbeiten und dann umschalten auf Entspannung? Das gelingt nur den wenigsten. Ein zweistündiges Online-Angebot am 18.7.22 gibt Tipps, wie Sie gut in den Urlaub gehen und Erholung gelingt. Bis zum letzten Tag vor dem Urlaub mit Vollgas arbeiten und dann umschalten auf Entspannung? Das gelingt nur den wenigsten. Ein zweistündiges Online-Angebot am 18.7.22 gibt Tipps, wie Sie gut in den Urlaub gehen und Erholung gelingt.

Für die meisten von uns kommt er im Sommer - der lang ersehnte Jahresurlaub. Jene Wochen, in denen wir die Sonne genießen, die Seele baumeln lassen und uns Dingen zuwenden, die uns einfach nur guttun. Doch bevor wir in den ersten Urlaubstag starten, bleiben Aufgabenfülle und Stresslevel oft bis auf Anschlag. Das einst gekannte Sommerloch um den Jahresurlaub herum mit weniger Arbeitsaufgaben, einem etwas ruhigerem Telefon, einer überschaubaren Anzahl an E-Mails sowie etwas mehr Zeit, um liegengebliebene Aufgaben in Ruhe erledigen zu können, ist in den letzten Jahren nahezu verschwunden.  

Der amerikanische Schriftsteller John Steinbeck stellte Anfang des letzten Jahrhunderts treffend fest: „Die Kunst des Ausruhens ist ein Teil der Kunst des Arbeitens“. Diese Erkenntnis scheint in jüngster Zeit unter dem Dauerstress im Beruflichen sowie Privaten verloren gegangen zu sein. Die Zeit für effektive Erholung ist für Berufstätige rar geworden.

In der Realität sieht es dann so aus, dass es mit Vollgas aus dem Berufsalltag in den Urlaub geht. Der Urlaub ist erlebnisreich und gut getaktet – und gefühlt leider viel zu kurz. Kaum hat sich so etwas wie eine mentale Entspannung eingestellt, ist die Routine mit all ihren Herausforderungen wieder zurück. Der nächste Sommer kommt bestimmt, mag man sich denken … und weiter geht der bekannte Ablauf. Was soll man auch tun?

Ein wichtiger Schlüssel ist in jedem Fall, nicht aus der beruflichen Hochleistung heraus in den Urlaub zu starten. Wie das trotz Aufgabendichte und von außen an einen herangetragenen Erwartungen gelingen kann, erfahren Sie am 18. Juli 2022 von 10 Uhr bis 12 Uhr in unserem Online-Seminar „Urlaubsvorbereitung für Fortgeschrittene - Entspannt durch die Sommerzeit“

In dem zweistündigen Seminar gibt Sylke Kutschale, Expertin für Gesundheitsförderung und Stressmanagement, hilfreiche Tipps und Methoden weiter, um strukturiert in den Urlaub zu starten, die Ruhezeit entspannt zu genießen und danach mit ausreichend Energie und langeanhaltendem Erholungseffekt wieder in den Alltag einzusteigen.

Melden Sie sich jetzt an und starten Sie in eine Auszeit, in der Sie richtig Kraft tanken können.

Die Veranstaltungsinformationen und die Online-Anmeldung finden Sie hier.

 


Kontakt zum Team Weiterbildung:

Tel.: 0351 - 828 71 431
E-Mail: weiterbildung@parisax.de

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news-8320 Wed, 06 Jul 2022 18:37:00 +0200 Ernährung in Pflegeeinrichtungen: Fachtag zeigte Chancen für die Praxis https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/ernaehrung-in-pflegeeinrichtungen-fachtag-zeigte-chancen-fuer-die-praxis/ Gesundheit und Ernährung stehen in engem Zusammenhang. Vor diesem Hintergrund lud das Projekt „Ernährung in der stationären Pflege“ im Juni zum gleichnamigen Fachtag ein. In kurzweiligen Vorträgen erhielten die Teilnehmenden Impulse für die Praxis. Gesundheit und Ernährung stehen in engem Zusammenhang. Vor diesem Hintergrund lud das Projekt „Ernährung in der stationären Pflege“ im Juni zu einem gleichnamigen Fachtag ein. In kurzweiligen Vorträgen erhielten die Teilnehmenden Impulse für die Praxis.

Eine 2021 vom Projekt „Ernährung in der stationären Pflege“ durchgeführte Befragung sächsischer Pflegeinrichtungen ergab, dass die individuellen Ernährungsbedarfe der Bewohner*innen bei der Verpflegung vor Ort bereits heute eine wichtige Rolle spielen. „Das Personal ist mit viel Engagement dabei, wenn es um eine gesunde und ausgewogene Verpflegung der Bewohner*innen geht. Dort, wo es noch nicht so gut gelingt, liegt es in der Regel an Kommunikationsstrukturen“, stellt Anja Schindhelm, die leitende Koordinatorin des Projektes, fest.

Sie verweist in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung der Pflegekräfte. Diese kennen das Ess- und Trinkverhalten der Bewohner*innen sowie deren Unterstützungsbedarfe bei der Nahrungsaufnahme. Inwieweit die Pflegebedürftigen noch aktiv an der Zubereitung der Speisen beteiligt werden können, liefere ebenfalls wichtige Erkenntnisse hinsichtlich der Ernährungsgewohnheiten. Dieses Wissen im Team und vor allem interprofessionell mit Betreuungs- und Küchenkräften zu teilen, sei der Schlüssel zu einem erfolgreichen Verpflegungsmanagement.

Diesen Aspekt hob auch Theresa Stachelscheid von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in ihrem Beitrag hervor. Die im DGE-Projekt „IN-FORM Fit im Alter“ beschäftigte Ökotrophologin stellte den DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Senioreneinrichtungen vor, dessen Schlagworte ‚Genussvoll, gesundheitsfördernd und nachhaltig‘ lauten. Der Standard richtet sich vor allem an Küchenkräfte und soll diesen beispielsweise dabei helfen, durch eine optimale Lebensmittelauswahl sowie nährstoffschonende Garmethoden und die Berücksichtigung individueller Speisewünsche die Qualität der Verpflegung zu steigern.

Wie dies mit den vorhandenen Ressourcen tatsächlich gelingen kann, erklärte Herbert Thill in seinem Vortrag „Berufsübergreifendes Ernährungsmanagement für eine Seniorenverpflegung mit Genuss“. Dabei griff der gelernte Koch auf seine langjährige Erfahrung als Küchenchef in verschiedenen Pflegeeinrichtung zurück. Er gab praktische Tipps für den Arbeitsalltag und illustrierte diese immer wieder mit persönlichen Erlebnissen. Um Seniorenverpflegung mit Genuss erfolgreich umzusetzen, sei neben Kenntnissen über Ernährungsbedürfnisse im Alter und den Fähigkeiten als Köchin oder Koch vor allem der Dialog mit allen an der Verpflegung beteiligten Personen entscheidend.

Die ersten Rückmeldungen der rund 60 Teilnehmenden aus 32 sächsischen Pflegeeinrichtungen waren weitgehend positiv. Sie konnten viele Impulse für eine ausgewogene sowie bedarfs- und bedürfnisorientierte Ernährung in Pflegeeinrichtungen mitnehmen.

Ab September 2022 werden sachsenweit zudem sechs Pflegeeinrichtungen ganz praktische Unterstützung durch das Projekt „Ernährung in Pflegeeinrichtung“ erhalten. Das Projektteam wird vor Ort beraten und gemeinsam mit den Einrichtungen die Möglichkeiten für eine gesundheitsbewusste und ausgewogene Ernährung ausloten. Insbesondere das Verpflegungsmanagement steht dabei im Mittelpunkt.

Das Projekt „Ernährung in Pflegeeinrichtung“ erfolgt in Trägerschaft der parikom gGmbH und in Kooperation mit dem Paritätischen Sachsen. Die Ersatzkassen in Sachsen (TK, BARMER, DAK-Gesundheit, KKH, hkk und HEK) fördern es.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://parikom.de/ernaehrung-in-pflegeeinrichtungen


Kontakt zum Projekt "Ernährung in der stationären Pflege":

Anja Schindhelm (Leitende Projektkoordinatorin)
Telefon: 0351 / 828 71 451
E-Mail: anja.schindhelm(at)parikom.de

Kimberly Wunderlich (Projektkoordinatorin)
Telefon: 0351 / 828 71 451
E-Mail: kimberly.wunderlich(at)parikom.de

 

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news-8278 Mon, 04 Jul 2022 06:28:00 +0200 Krise als Chance: Digitalisierung im pädagogischen Bereich https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/krise-als-chance-digitalisierung-im-paedagogischen-bereich/ Kindertagesstätten waren lange Zeit ziemlich analoge Einrichtungen, in denen Informationen mit Aushängen und Elternbriefen auf Papier an die Eltern übermittelt wurden. Mit der Corona-Pandemie kam so manche Idee, sich als Kita-Träger Stück für Stück digitalen Tools zu öffnen. Ein Bericht aus dem Stadtverband Leipzig der Volkssolidarität. Kindertagesstätten waren lange Zeit ziemlich analoge Einrichtungen, in denen Informationen mit Aushängen und Elternbriefen auf Papier an die Eltern übermittelt wurden. Rundmails an E-Mail-Verteiler waren nicht flächendeckend das Kommunikationsmittel der Wahl. Und dann kam die Corona-Pandemie und damit so manche Idee, sich als Kita-Träger Stück für Stück digitalen Tools zu öffnen. Ein Bericht aus dem Stadtverband Leipzig der Volkssolidarität.

Petra Fleischer sitzt in ihrem Büro in der Kindertagesstätte „Rasselbande“ des Volkssolidarität Stadtverband Leipzig e.V. und muss wieder einmal tief durchatmen. Erneut musste sich eine pädagogische Fachkraft als Kontakt einer coronapositiven Person entschuldigen und reißt somit eine weitere Lücke in den sowieso mit heißer Nadel gestrickten Dienstplan.

Auch für Petra Fleischers Einrichtung in Leipzig-Grünau sind das Infektionsgeschehen, die Dauer der Pandemie und die Personalausfälle eine Grenzerfahrung. Doch während der letzten zwei Jahre hat sich bei der „Rasselbande“ eine Entwicklung vollzogen, die wohl auch nach der Pandemie bleiben wird und die Petra Fleischer und ihr Team auch nicht zurückdrehen möchten.

Per Kita-App informiert

Seit Herbst 2020 ist hier eine Kita-Info-App im Einsatz und hat die Elternkommunikation maßgeblich verändert. Corona macht einen schnellen, direkten Draht  zur Elternschaft notwendig, so dynamisch sind seit zwei Jahren die Ereignisse. Insofern war die Pandemie der Anlass, eine Idee umzusetzen, die bei Petra Fleischer schon länger im Kopf war. „Neben den aktuellen Informationen zum Hygiene- und Infektionsschutzkonzept können wir auch über das Gruppengeschehen, unsere inhaltliche pädagogische Arbeit, Projekte oder über Unterstützungsangebote unseres Kinder- und Familienzentrums im Haus informieren“, erzählt Petra Fleischer, die regelmäßig Inhalte ihrer Kolleginnen und Kollegen von ihrem Dienstlaptop aus über das App-Dashboard einpflegt. Auch das Organisieren von Festen oder die regelmäßige Elternumfrage erfolgen inzwischen über die App, die von den Eltern sehr gut angenommen wird. Sie erreicht wahlweise alle Eltern der Einrichtung oder auch nur jene bestimmter Gruppen. Immerhin

93 Prozent von ihnen bekommen die Neuigkeiten aus der „Rasselbande“ nun so digital. Die anderen werden über persönliche Gespräche oder per E-Mail informiert. „Die vielen Aushänge sind weggefallen und ich kann über die App-Administrationsansicht nachvollziehen, welche Eltern meine Informationen zu Kenntnis genommen haben“, so die langjährige Kita-Leiterin weiter. „Besonders hilfreich ist zudem, dass die Eltern über die App ihre Kinder tagesaktuell abmelden können. Da laufen die Telefone morgens weniger heiß.“

Potentiale der Digitalisierung erkannt

Die Kita „Rasselbande“ ist eine von 15 Kindertagesstätten, die die Volkssolidarität Leipzig betreibt. Für Manuela Wege, Leiterin des Fachbereichs Pädagogik des Stadtverbandes, hat bei ihren Kolleginnen und Kollegen ein Bewusstseinswandel stattgefunden. „Wir hatten vor der Pandemie Digitalisierungsthemen zwar im Kopf, doch haben wir erst in den letzten Monaten erfassen können, welche Potentiale und welcher praktische Nutzen mit ihnen verbunden sind.“

Neben der „Rasselbande“ setzen sich derzeit zwei weitere Kindertagesstätten mit der Implementierung einer Kita-App auseinander. Dabei sind einige Schritte zu gehen und vielerlei Aspekte zu bedenken, damit die Einführung erfolgreich verläuft. So ist beispielsweise Kita-Leiterin Sabine Arnold dabei, ein Pflichtenheft für die App ihrer Einrichtung in Leipzig-Reudnitz zu erarbeiten. „Wir verständigen uns gerade im Team, was wir von der Kita-App erwarten und welche Wünsche auch die Eltern haben“, erzählt sie mit Blick auf einen wachsenden Kita-App-Markt. Für eine konkrete App habe man sich hier noch nicht entschieden. Die Themen Datenschutz und Nutzerfreundlichkeit seien ebenso zu bedenken wie ein Themenplan für die App, damit sie den Eltern auch Mehrwert bietet, oder die jährlichen Lizenzgebühren. In diesem Jahr möchte Sabine Arnold die Erprobungsphase durchlaufen und Erfahrungen sammeln und danach die Nutzung einer App für ihre Einrichtung verstetigen. Der Elternrat habe schon signalisiert, offen für das Projekt „Digitalisierung der Elternkommunikation“ zu sein.

Vorteile erkennen und Kolleg*innen mitnehmen

Neben dem Thema „Kita-App“ hat sich aus Sicht von Manuela Wege seit Pandemiebeginn noch mehr in ihrem Fachbereich verändert. „Wir treffen uns inzwischen ganz selbstverständlich zu digitalen Leitungsrunden, kommen schneller virtuell zu Fall- und Teambesprechungen zusammen. Und mit der Videotelefonie ist auch die Fachberatung um eine Möglichkeit reicher geworden, die zudem Fahrwege einspart“, zählt sie die Arbeitserleichterungen auf. Doch sei nicht zu vergessen, dass die Belegschaft auf diesem Weg auch mitgenommen werden muss. „Für viele Kolleginnen und Kollegen ist es eine Umstellung, in eine Laptop-Kamera zu sprechen und auf persönliche Treffen zu verzichten. Insofern können auch nach der akuten Pandemie digitale Tools nur Ergänzungen sein.“ In anderen Kindertagesstätten der Volkssolidarität Leipzig habe man darüber hinaus Erfahrungen mit Online-Elternabenden - zum Beispiel speziell zum Übergang von der Kita in die Grundschule - gemacht. Auch wurden Ideen wie eine gemeinsam mit den Kindern entwickelte Kita-Zeitung umgesetzt, um die Eltern über pädagogische Projekte und andere Aktivitäten zu informieren. „Für das Jahr 2022 planen wir, für unsere 15 Einrichtungen kurze Vorstellungsvideos zu produzieren und auf unserer Träger-Webseite einzubinden, damit sich interessierte Eltern über unsere Konzeption und Räumlichkeiten vorinformieren können.“ Das Nichtstattfinden von Elterninformationsabenden oder Tagen der offenen Tür habe dieser Idee Schwung gegeben. „Bei allen großen und kleinen digitalen Schritten dürfen wir nicht vergessen, dass wir im sozialen Bereich arbeiten – Menschen für Menschen. Zwischenmenschlicher Austausch darf bei allem Nutzen und allen Potentialen nicht unter den Tisch fallen“, resümiert die Fachbereichsleiterin.

Petra Fleischer in der Kita „Rasselbande“ hat indes an den nächsten App-Inhalten für ihre Eltern gearbeitet. Neben den aktuellen Hinweisen aus dem Kinder- und Familienzentrum hat sie den Speiseplan für die nächste Zeit digital vorbereitet. Nur einen Klick und bei den Eltern und manchen Großeltern der derzeit 135 Kinder sind die neuesten Informationen auf dem Smartphone angekommen.

Der Autor: Martin Gey ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing sowie Pressesprecher des Volkssolidarität Stadtverband Leipzig e.V.


Die 15 Kindereinrichtungen des Volkssolidarität Stadtverband Leipzig e.V. betreuen bis zum Schuleintritt Kinder in Krippe und Kindergarten. Elf Kindertagesstätten sind anerkannte Integrationseinrichtungen. Erfahren Sie mehr über die pädagogische Arbeit unseres Mitglieds auf: www.volkssolidaritaet-leipzig.de


Der Artikel erschien zuerst in der März-Ausgabe 2022 unseres Verbandsmagazins anspiel. mit dem Schwerpunkt "Krise als Chance".

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news-8289 Tue, 28 Jun 2022 12:05:00 +0200 2. Mitteldeutsche Selbsthilfekonferenz in Erfurt - Jetzt anmelden! https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/2-mitteldeutsche-selbsthilfekonferenz-in-erfurt-jetzt-anmelden/ Am 03. September 2022 treffen sich in Erfurt Aktive aus Selbsthilfegruppen und -verbänden sowie an der Selbsthilfe interessierte Menschen zur 2. Mitteldeutsche Selbsthilfekonferenz. Jetzt anmelden! Am 03. September 2022 treffen sich in Erfurt Aktive aus Selbsthilfegruppen und -verbänden sowie an der Selbsthilfe interessierte Menschen zur 2. Mitteldeutsche Selbsthilfekonferenz. Jetzt anmelden!

Die Teilnehmenden erwartet ein umfangreiches Programm aus Vorträgen und thematischen Foren. „Im Mittelpunkt steht die Vernetzung der Selbsthilfeakteur*innen in Mitteldeutschland. Menschen die sich in Selbsthilfegruppen treffen, tauschen sich beispielsweise über die Bewältigung ihrer Erkrankungen aus. Bei der Konferenz gibt es nun zum zweiten Mal die Möglichkeit, über die eigene Betroffenheit hinaus mit anderen Selbsthilfeakteur*innen in Mitteldeutschland in den Austausch zu kommen und neue Impulse für die eigene Gruppe oder den Verein mitzunehmen“, beschreibt Nicole Börner, Referentin Selbsthilfe des Paritätischen Sachsen, das Anliegen der Veranstaltung.

Angesprochen sind aber auch Menschen die noch gar nicht in der Selbsthilfe aktiv sind. Sie können erleben, was Selbsthilfe bietet und auch den einen oder anderen Tipp für die eigene Lebensgestaltung mitnehmen. Beispielsweise spricht Schlafcoach Anke Sterdt in einem der fünf Foren über Schlaf und Gesundheit. In einem anderen Forum geht es beispielsweise um Gehirntraining, nicht zuletzt, um das Risiko von Depression oder Demenz zu senken.

Wer in den Foren lieber etwas für die Selbsthilfearbeit mitnehmen möchte, erfährt von Julia Ebhardt vom Projekt "FIDEO-Stark gegen Depression" etwas zum Einsatz von Social Media in der Selbsthilfe oder von Prof. Dr. Dr. Constance Winkelmann zu Kommunikationsstrategien und Motivation.

„Besonders gespannt bin ich persönlich auf den Vortrag von Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry am Vormittag. Gerade das Thema Motivation ist in der Selbsthilfe ja ganz aktuell. Für jede*n persönlich, um in der eigenen Situation immer wieder zu bestehen. Aber auch für das Engagement in Selbsthilfegruppen und -vereinen braucht es Motivation“, so Börner.  Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry ist Lernforscherin und als Autorin bundesweit bekannt. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Motivation und Positive Psychologie.

Ein kostenfreies Mittagsbuffet rundet die Veranstaltung auch kulinarisch ab und lädt zu Gespräch und Kennenlernen ein.

Die Online-Anmeldung sowie das vollständige Programm finden Sie hier.

Organisiert wird die Veranstaltung von den drei Paritätischen Landesverbänden in Mitteldeutschland, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Die Federführung liegt diesmal beim Landesverband Thüringen.

Sie haben Fragen?

Nicole Börner
Referentin Selbsthilfe

Telefon: 0351 - 828 71 152
E-Mail: nicole.boerner@parisax.de

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