Parisax Aktuelle Meldungen https://parisax.de/ Parisax Aktuelle Meldungen de Parisax Mon, 08 Mar 2021 01:08:13 +0100 Mon, 08 Mar 2021 01:08:13 +0100 TYPO3 news-6631 Tue, 23 Feb 2021 16:17:00 +0100 Studieren und Arbeiten – wie geht das zusammen? https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/studieren-und-arbeiten-wie-geht-das-zusammen/ In einer Online-Infoveranstaltung am 2. März 2021 informiert die parikom gGmbH über die Vereinbarkeit von berufsbegleitendem Studieren und personellen Engpässen in sozialen Einrichtungen. In einer Online-Infoveranstaltung am 2. März 2021 informiert die parikom gGmbH über die Vereinbarkeit von berufsbegleitendem Studieren und personellen Engpässen in sozialen Einrichtungen. 

Nicht nur für pflegerische, soziale oder auch pädagogische Berufe gilt: Eine gute Qualifikation stärkt Beschäftigte und Arbeitgeber*innen gleichermaßen. Geschäftsleitungen, die Beschäftigten durch Bildungsangebote berufliche Perspektiven aufzeigen möchten, müssen dabei immer auch die die Auswirkung dessen auf die täglichen Arbeitsabläufe bedenken. Wer sich weiterbildet, fehlt am Arbeitsplatz. Ist das so? Das muss und darf kein Grund sein, Weiterbildungen und Qualifikationen auf die lange Bank zu schieben. 

Im Wissen um das Spannungsfeld zwischen Qualifikationsbedarf und Personalengpässen in den verschiedenen Bereichen der Sozialen Arbeit sucht der Weiterbildungsbereich des Paritätischen Sachsen immer nach Lösungen, die dennoch eine Option für die Träger bieten. Im regulären Weiterbildungsprogramm sind es derzeit unter anderem Online-Formate, die sich in den Arbeitsalltag eingliedern lassen und dabei handfeste Kenntnisse für die Praxis bieten. 

Auch für umfassende Qualifikationen, wie zum Beispiel einen Studienabschluss in Sozialer Arbeit, gibt es mittlerweile gute Lösungen. Berufsbegleitend können Beschäftigte des sozialen Bereichs Abschlüsse erwerben und gleichzeitig im verlässlichen Rahmen vor Ort mitarbeiten. Das gelingt seit einem Jahr sehr gut im berufsbegleitenden Studiengang Soziale Arbeit, den die Hochschule für Angewandte Pädagogik (HSAP) in Kooperation mit der parikom gGmbH und dem Paritätischen Sachsen anbietet. Studierende und Arbeitgeber*innen gaben bisher weitgehend positive Rückmeldungen zur Vereinbarkeit von Studium und Arbeit. 

Da der Studiengang ab dem Wintersemester erneut startet, findet am 2. März 2021 ab 16 Uhr eine Online-Infoveranstaltung statt. Neben kurzen Ausführungen zu den Studieninhalten wird es darum gehen, welche Erfahrungen berufsbegleitend Studierende bisher gemacht haben. Zudem können Fragen an die Kolleginnen der parikom gGmbH sowie die Studiengangsleiterin der HSAP, Frau Prof. Dr. Christin Tellisch, gestellt werden.  

Hinweis: Leider muss die Veranstaltung aus organisatorischen Gründen abgesagt werden. Sie wird voraussichtlich im Mai stattfinden.

Informationen und die Anmeldung zur Online-Infoveranstaltung lesen Sie hier

Sie interessieren sich für den berufsbegleitenden Studiengang Soziale Arbeit?
Hier erfahren Sie mehr.

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news-6606 Thu, 18 Feb 2021 10:51:00 +0100 Neue Ziele in der Selbsthilfe https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/neue-ziele-in-der-selbsthilfe/ Gemeinsam mit der Fachgruppe Selbsthilfe im Paritätischen Sachsen verständigte sich unsere Fachreferentin Carolin Schulz auf vier neue Ziele, um die Selbsthilfe in Sachsen weiter zu stärken. Gemeinsam mit der Fachgruppe Selbsthilfe im Paritätischen Sachsen verständigte sich unsere Fachreferentin Carolin Schulz auf vier neue Ziele, um die Selbsthilfe in Sachsen weiter zu stärken.

Die Ziele aus den letzten zwei Jahren konnten wir verwirklichen. Darüber dürfen wir uns freuen und zugleich auch dankbar sein, dass sich einiges in der Selbsthilfe tut. Jetzt ist es an der Zeit für weitere Impulse, die auch durch Corona angestoßen und beschleunigt werden wie die Digitalisierung.

Wichtig ist es, Themen wie Digitalisierung, Junge Selbsthilfe und Multiplikatoreneinbindung nicht nur an der Oberfläche anzusprechen, sondern weiter in der Tiefe anzugehen und die Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen über die Mitgliedsorganisationen wirklich zu erreichen und sich für Ihre Interessen einzusetzen.

Rückblick: Ziele in der Selbsthilfe 2019 & 2020

Im Dialog mit dem Paritätischen Mitgliedern des Bereiches Selbsthilfe verständigte sich das Referat Selbsthilfe 2019 auf zwei Hauptziele. Das erste Ziel hieß: "Es sind durch den Aufbau einer Landeskoordinierungsstelle der Kontaktstellen für Selbsthilfe Sachsen gemeinsam mit der AOK PLUS und dem Sozialministerium verlässliche Rahmenbedingungen für die überregionale Arbeit der Selbsthilfekontaktstellen zu schaffen."

Um die sachsenweiten Selbsthilfeaktivitäten zu stärken und die überregionale Vernetzung auszuweiten wurde im Juli 2019 die Landeskontaktstelle Selbsthilfe Sachsen (LAKOS Sachsen) in Trägerschaft der Jugendstiftung Sachsen eingerichtet. Sie nahm im September 2019 ihre Arbeit auf.

Dr. Gesa Busche, damalige Referentin für Selbsthilfe im Paritätischen Sachsen, setzte sich von Anfang an für eine direkte Zusammenarbeit mit der LAKOS Sachsen ein. Die LAKOS Sachsen wird künftig Weiterbildungen für die Selbsthilfekontaktstellen anbieten und die Selbsthilfeakademie Sachsen im Hause des Paritätischen Sachsen hält Weiterbildungen für die Selbsthilfegruppen vor.

Seit Oktober 2020 ist Carolin Schulz Referentin für Selbsthilfe und steht weiterhin im intensiven Austausch mit der LAKOS Sachsen und der LAG Selbsthilfe Sachsen. Dadurch sollen hauptsächlich Synergien genutzt und Fördermittel wirksam verwendet werden. Dr. Gesa Busche und Carolin Schulz setzten sich dafür ein, dass die LAKOS Sachsen und die LAG Selbsthilfe Sachsen eine gemeinsame Lösung für eine einheitliche Datenbank mit Selbsthilfegruppen in Sachsen finden anstatt doppelte Strukturen aufzubauen.

Als zweiter Schwerpunkt stand auf der Tagesordnung: "Für die Selbsthilfe in Sachsen sind gemeinsam mit den entsprechenden Akteuren und Expert*innen in eigener Sache qualitätsgesicherte und bedarfsorientierte Weiterbildungsangebote etabliert."

Mit der Selbsthilfeakademie Sachsen ist dieses Ziel erreicht. Seit 2019 bietet sie kostenfreie Weiterbildungen für Menschen in Selbsthilfegruppen an. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit des Paritätischen Sachsen, seiner Tochtergesellschaft parikom gGmbH und der AOK PLUS für Sachsen und Thüringen. Die Angebote werden gemeinsam mit den sächsischen Selbsthilfekontaktstellen erarbeitet und ergeben sich zudem aus den Beratungsbedürfnissen der Paritätischen Mitgliedsorganisationen im Bereich Selbsthilfe.

Neue Ziele für die kommenden Jahre

Für die folgenden Jahre hat Selbsthilfe-Referentin Carolin Schulz mit der Fachgruppe neue Ziele gesetzt und verabschiedet. Die Ziele sind:

  1. Die Selbsthilfeakademie Sachsen ist etabliert, fachlich gut aufgestellt und die Angebote werden von Selbsthilfeorganisationen angenommen.
  2. Alle Selbsthilfeakteure in Sachsen bündeln ihre Kompetenzen, um gemeinsam die Selbsthilfe in Sachsen zu stärken.
  3. Selbsthilfeorganisationen können für ihre Arbeit sinnvolle digitale Möglichkeiten des Austauschs nutzen.
  4. Selbsthilfeorganisationen bleiben (auch in Corona-Zeiten) handlungsfähig.

Um diese Ziele zu erreichen, ist es wichtig, mit den Paritätischen Mitgliedsorganisationen im Gespräch zu sein, um beispielsweise bei Digitalisierungsprozessen zu unterstützen oder die aktuellen Bedarfe in die Veranstaltungsplanung der Selbsthilfeakademie Sachsen einzubeziehen. So hat Carolin Schulz zusammen mit dem Selbsthilfeakademie-Team Expert*innen aus der Selbsthilfe in Sachsen für die Online-Veranstaltungsreihe „Digital durchstarten in der Selbsthilfe!" ab 13. März 2021 gewinnen können.

Weitere digitale Projekte sind in Zusammenarbeit mit der LAKOS Sachsen, LAG Selbsthilfe Sachsen und der Sächsischen Landesstelle gegen die Suchtgefahren e.V. im Gespräch. Als GKV-Beiratsmitglieder werden sich die Akteure zukünftig stärker öffentlich als gemeinsame Netzwerkpartner positionieren, die sich in ihren Angeboten gegenseitig ergänzen und unterstützen. Denn: Nur gemeinsam sind wir stark!

Die Ziele sind in der aktuellen Verbandspolitischen Leitlinie für den Fachbereich Selbsthilfe verankert, die vom Landesvorstand im Dezember 2020 abschließend bestätigt wurde. Die Umsetzung der Ziele erfolgt durch das Referat Selbsthilfe im Fachbereich Teilhabe des Paritätischen Sachsen.


Sie finden alle Verbandspolitischen Leitlinien des Paritätischen Sachsen unter:
parisax.de/verband/ueber-uns/verbandspolitische-leitlinien/

Kontakt:

Carolin Schulz (Referat Selbsthilfe)

Telefon: 0351 - 828 71 123
E-Mail: carolin.schulz(at)parisax.de

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news-6613 Tue, 16 Feb 2021 09:57:20 +0100 Kommentar: S.O.S. – Familien an ihren Belastungsgrenzen https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/kommentar-sos-familien-an-ihren-belastungsgrenzen/ Mutter, Vater, Lehrer*in, Erzieher*in, Zuhausearbeitende – Eltern müssen derzeit viele Rollen gleichzeitig ausfüllen. Familien stehen zunehmend unter Druck. Unsere Regionalgeschäftsstellenleiterin in der Stadt Leipzig, Doreen Voigt, kommentiert die aktuelle Situation. Mutter, Vater, Lehrer*in, Erzieher*in, Zuhausearbeitende – Eltern müssen derzeit viele Rollen gleichzeitig ausfüllen. Familien stehen zunehmend unter Druck. Unsere Regionalgeschäftsstellenleiterin in der Stadt Leipzig, Doreen Voigt, kommentiert die aktuelle Situation.

Seit fast einem Jahr werden von der Politik ständig neue und angepasste Maßnahmen ergriffen, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Gerade Familien leiden besonders stark unter diesen Beschränkungen und geraten dabei nicht selten an ihre Belastungsgrenzen. Viele Eltern fühlen sich alleingelassen. Denn Homeoffice, Homeschooling, Kinderbetreuung und die Organisation des Haushaltes stellen eine enorme Herausforderung dar. Eltern müssen einer Vielzahl an Rollen übernehmen, die ansonsten im Kontext von Institutionen ausgestaltet werden. Zusätzlich erhöhen Einkommenseinbußen, die soziale Isolation und bestehende Existenz- und Zukunftsängste den Druck.

Diese Bündelung der verschiedensten Anforderungen innerhalb des Systems Familie sind psychisch belastend, und führen nicht selten zu Spannungs- und Konfliktsituationen. Beratungsstellen berichten, dass bereits während der ersten pandemiebedingten Einschränkungen die Fälle häuslicher Gewalt und der Kindeswohlgefährdungen anstiegen. Vor diesem Hintergrund sind Kinder- und Gewaltschutz bei den Einschränkungen des öffentlichen Lebens immer mitzudenken. Zugänge zu Hilfsangeboten müssen, unter Beachtung des Infektionsschutzes, weitestgehend zugänglich bleiben.

Die Institution Familie ist auf die Unterstützung einer stabilen Infrastruktur angewiesen, die in den zurückliegenden Monaten jedoch weitestgehend weggefallen ist. Die weitere Öffnung der Kindertageseinrichtungen und Grundschulen seit dem 15.2. ist deshalb ein wichtiger Schritt. Nichtsdestotrotz fürchten Familien erneute Schließungen bei verändertem Infektionsgeschehen.  Sie brauchen verlässliche und transparente Aussagen von Seiten der Politik – eine Langzeitstrategie und damit eine Zukunftsperspektive sind jetzt wichtiger denn je. Damit einhergehend sollten einfach anwendbare Testverfahren flächendecken zur Verfügung stehen, um Infektionen schnell erkennen zu können und umgehendes Handeln vor Ort möglich wird. Dabei sind Eltern, Kinder und Fachkräfte zu berücksichtigen.

Die Auswirkungen der Pandemie auf das System Familie sind vielfältig. Trotz klarer Anhaltspunkte kann deren Intensität noch nicht abschließend bewertet werden. Unstrittig ist jedoch, dass es langfristig angelegter Konzepte bedarf. Familien muss zugehört und ihre Notlagen dürfen nicht hinter wirtschaftliche Belange gestellt werden. Unabhängig von der aktuellen Pandemiesituation sollten folglich beispielsweise die Kita-Sozialarbeit und Beratungsangebote für Familien stärker ausgebaut werden. Familien- und Wirtschaftspolitik müssen zusammengedacht und gemeinsame Lösungswege gefunden werden, denn beide Bereiche bedingen einander.

 


Kontakt:

Doreen Voigt (Leiterin Regionalgeschäftsstelle Leipzig)
Tel.: 0341/ 961 74 62
E-Mail: doreen.voigt(at)parisax.de

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news-6564 Tue, 02 Feb 2021 15:45:28 +0100 Berufsbegleitend studieren – Karriere und Fachkräfte entwickeln https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/berufsbegleitend-studieren-karriere-und-fachkraefte-entwickeln/ Die Personaldecke ist knapp. Einrichtungen und Dienste suchen händeringend nach Fachkräften. Berufsbegleitende Studiengänge bieten Möglichkeiten, Personal gezielt weiterzuentwickeln und im Unternehmen zu halten. Die Personaldecke ist knapp. Einrichtungen und Dienste suchen händeringend nach Fachkräften. Berufsbegleitende Studiengänge bieten Möglichkeiten, Personal gezielt weiterzuentwickeln und im Unternehmen zu halten.

Die Teamleiterin steht vor dem Dienstplan und versucht, die kommenden Wochen zu gestalten. Zwei Kolleginnen sind krank, einer ist im Urlaub. Bisher fand sich immer ein Weg, die Aufgaben umzusetzen. Aber leicht ist es selten und manchmal müssen Angestellte kurzfristig aus dem Wochenende geholt werden. Ist das Qualifikationsprofil innerhalb des Teams jedoch breiter aufgestellt, kann sich dies auch positiv auf die Dienstplanung auswirken.

Mehrtägige Zusatzqualifikationen helfen diesbezüglich schon weiter. Ein abgeschlossenes Studium hingegen ermöglicht aber darüber hinaus die Übernahme von Leitungsaufgaben oder einen beruflichen Wechsel innerhalb des Trägers. Organisationen, die Beschäftigte aktiv bei der Umsetzung eines berufsbegleitenden Studiums unterstützen, fördern somit ihr eigenes Kompetenzprofil und stärken ihre Arbeitgeberattraktivität.

Nicht selten lässt jedoch die mutmaßliche Mehrbelastung neben Beruf und Familie die Interessierten vor einem berufsbegleitenden Studium zurückschrecken. Arbeitgeber*innen fürchten andererseits, dass die berufsbegleitend studierenden Mitarbeiter*innen nicht mehr im gewohnten Maß zur Verfügung stehen.

Teilzeitbeschäftigung und berufsbegleitendes Studium eröffnen Möglichkeiten

„Wer berufsbegleitend studieren möchte, dem empfehlen wir, dies in einer Teilzeitanstellung zu tun. Arbeitgeber*in gibt das Planungssicherheit und Studierenden ausreichend Spielraum, um Studium, Arbeit und nicht zuletzt das Privatleben gut miteinander vereinbaren zu können“, sagt Prof. Dr. Christin Tellisch von der Hochschule für Angewandte Pädagogik Berlin (HSAP) und verweist auf entsprechende Rückmeldungen jener, die an der HSAP berufsbegleitend Soziale Arbeit studieren.

Hinzu kommen neue Lehr- und Lernmethoden, die eine flexible Gestaltung des Studiums ermöglichen. „Bei uns finden pro Semester an maximal zehn Tagen Pflichtveranstaltungen statt, die wir entweder online oder in Präsenz durchführen. Das übrige Studium kann an den individuellen Alltag angepasst werden“, berichtet die Professorin. Dies gelingt durch Online-Formate, die auf den unkomplizierten persönlichen Austausch mit Professor*innen und Kommiliton*innen setzen. In diesen Lern-Sessions werden die Fachinhalte des Studiengangs vermittelt. Flexible Module für das Online- und Selbststudium vertiefen dann die Inhalte. Die berufliche Praxis wird dabei als ein Teil des Studiums anerkannt.

Verbindung von Praxis und Theorie führt zu den besten Lernerfolgen

„Studium, Forschung und praktische Arbeit greifen ineinander. Das war uns bei der Konzeption des berufsbegleitenden Studiengangs Soziale Arbeit besonders wichtig“, betont Prof. Dr. Tellisch. „Studierende erarbeiten beispielsweise über fünf Semester ein Studienpraxisprojekt, bei dem sie eine individuelle Problemstellung aus ihrer praktischen Tätigkeit aufgreifen. Mittels wissenschaftlicher Theorien oder Modelle sowie durch empirische Untersuchungen erarbeiten sie Lösungen oder versuchen, diese fundiert weiterzuentwickeln.“ Der enge Kontakt zwischen Arbeitgeber*in und Studierenden ermöglicht somit die inhaltliche Weiterentwicklung des jeweiligen Trägers, der Einrichtung oder des Dienstes. Die Dozentin ist überzeugt: „Das Studium bringt nicht nur die Studierenden weiter, die am Ende mit einem Bachelor of Arts abschließen, sondern auch das Team und den jeweiligen Träger - und zwar schon während dem Studium.“


Auch im Wintersemester 2021 bietet die HSAP in Kooperation mit der parikom gGmbH und dem Paritätischen Sachsen den berufsbegleitenden Studiengang Soziale Arbeit an.

Jetzt mehr erfahren.

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news-6331 Thu, 28 Jan 2021 05:12:00 +0100 HIV und AIDS: Fachkräfte sind oft nicht auf dem aktuellsten Wissenstand https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/hiv-und-aids-fachkraefte-sind-oft-nicht-auf-dem-aktuellsten-wissenstand/ Was wissen Sie über HIV? Fachkräfte der Sozial- und Bildungsarbeit sind oft nicht auf dem aktuellsten Stand, wenn es um die Immunschwächeerkrankung geht. Im Interview warnt Uwe Tüffers von der AIDS-Hilfe Dresden vor Diskriminierung und plädiert für mehr Weiterbildungen. Was wissen Sie über HIV? Fachkräfte der Sozial- und Bildungsarbeit sind oft nicht auf dem aktuellsten Stand, wenn es um die Immunschwächeerkrankung geht. Im Interview warnt Uwe Tüffers von der AIDS-Hilfe Dresden vor Diskriminierung und plädiert für mehr Weiterbildungen.

Herr Tüffers, Menschen für die aktuelle Situation rund um HIV zu sensibilisieren und Multiplikator*innen zu stärken, ist eine der Kernaufgaben der AIDS-Hilfen. Ist das heute noch notwendig?

Uwe Tüffers: Ja, denn die meisten Menschen haben immer noch Angst, sich anzustecken. Dazu gehören auch Profis wie Mediziner*innen, Pädagog*innen oder Sozialarbeiter*innen. Dabei ist HIV unter Therapie in der Regel gar nicht mehr ansteckend. Das wissen die wenigsten, die Kontakt mit Erkrankten haben bzw. sie glauben es ihnen nicht. Das führt immer wieder zur Diskriminierungen von Menschen mit HIV.

Es ist nicht selten, dass diese in Arztpraxen abgewiesen werden, z.B. aus Gründen des vermeintlichen Mitarbeiter*innenschutzes. Das ist einerseits vollkommen unlogisch, weil der Schutz vor HIV und anderen übertragbaren Krankheiten immer mitgedacht werden muss. Andererseits handeln die Patient*innen mit HIV ja gerade verantwortungsbewusst, indem sie ihr Gegenüber darüber informieren. Leider mit der Konsequenz abgelehnt zu werden.

Ähnliche Verunsicherungen finden wir auch in anderen körpernahen Bereichen, wie etwa in der Altenpflege. Hier sehen wir großen Fortbildungsbedarf. Die Anzahl Pflegebedürftiger mit HIV wird voraussichtlich zunehmen, da diese dank moderner Therapien nun älter werden können. Daher freut es uns als AIDS-Hilfe besonders, dass es uns gemeinsam mit anderen Akteur*innen gelungen ist, die Themen Vielfalt sexueller Orientierungen und sexuell übertragbare Krankheiten in die neue Pflegeausbildung einzubringen.

Aber auch bei Pädagog*innen fehlt es an aktuellem Wissen über die Immunschwäche. Zum direkten Umgang mit Erkrankten kommt hier noch verstärkter die Rolle als Multiplikator*innen hinzu. Erst wenn Informationen richtig an Kinder und Jugendliche weitergeben werden, besteht die Chance eines bewussten und vorurteilsfreien Umgangs mit HIV in unserer Gesellschaft.

Welchen Beitrag könnten Sozial- und Bildungseinrichtungen kurzfristig leisten, um Diskriminierung abzubauen?

Uwe Tüffers: Ganz wichtig beim Thema HIV nicht in Panik ausbrechen und daran denken, dass es einen selbst ebenso treffen könnte. Welches Verhalten würde man sich dann von seinem Gegenüber wünschen? Ablehnung doch sicher nicht. Fach- und Führungskräfte sollten ihr Wissen deshalb reflektieren und ggf. entsprechende Weiterbildungen besuchen. Als AIDS-Hilfe stehen wir gerne beratend zur Seite.

In jeder Einrichtung sollten aktuelle Grundkenntnisse zum Thema HIV bekannt sein. Das reicht vom Wissen um Übertragungswege bis hin zum Leben mit der Erkrankung. Bei allem muss klar sein: Schuldzuweisungen oder der Glaube, dass nur bestimmte Personenkreise betroffen seien, sind völlig fehl am Platz bzw. überholt.

Wie sehen die Unterstützungsangebote der AIDS-Hilfe für Sozial- und Bildungseinrichtungen aus?

Uwe Tüffers: Wir halten keine Standardvorträge und verschwinden dann wieder. Ich denke, der direkte Bezug zum persönlichen Alltag ist entscheidend, damit das Wissen auch nachhaltig ist. Deshalb klären wir im Vorfeld ab, was für die jeweilige Einrichtung besonders von Interesse ist. Geht es um allgemeines Wissen oder konkrete Fragestellungen? Geht es z.B. um den eigenen Infektionsschutz oder eher um die Arbeit als Multiplikator*innen? Haben die Mitarbeitenden überhaupt Interesse am Thema? Gibt es Vorwissen? Gibt es konkrete Fälle bei der Arbeit und vielleicht sogar unterschiedliche Haltungen dazu?

Wir kommen dann gern vor Ort. Für einen Workshop sollte man etwa zwei Stunden einplanen. Im ersten Schritt geht es um allgemeine Informationen, aber auch Spezifisches zur Situation in Sachsen. Danach gehen wir auf die im Vorfeld abgestimmten Aspekte ein. Dabei setzen wir auf den Dialog mit allen Beteiligten. Auf jeden Fall diskutieren wir die Frage: Wie kann Diskriminierung vermieden werden?

Vielen Dank für das Interview.


Das Interview führte Nicole Börner, Referentin im Projekt PariFID - Paritätische Fach- und Informationsstelle für Interkulturelle Öffnung und Diversität


Kontakt:

Uwe Tüffers (AIDS-Hilfe Dresden)

Tel.: 0351/ 441 61 41
E-Mail: info(at)aidshilfe-dresden.de

Web: www.dresden.aidshilfe.de

 

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news-6545 Mon, 25 Jan 2021 13:53:05 +0100 Befragung: Was gibt es in Pflegeeinrichtungen zu essen? https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/befragung-was-gibt-es-in-pflegeeinrichtungen-zu-essen/ Wie gelingt es Pflegeeinrichtungen, eine ausgewogene Ernährung anzubieten, die sich an den individuellen Bedarfen von Pflegebedürftigen orientiert? Ein Projekt der parikom gGmbH, des Paritätischen Sachsen und des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) geht dieser Frage nach. In einem ersten Schritt sind vollstationäre Pflegeeinrichtungen aufgerufen, sich an einer kurzen Umfrage zu beteiligen. Wie gelingt es Pflegeeinrichtungen, eine ausgewogene Ernährung anzubieten, die sich an den individuellen Bedarfen von Pflegebedürftigen orientiert? Ein Projekt der parikom gGmbH, des Paritätischen Sachsen und des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) geht dieser Frage nach. In einem ersten Schritt sind vollstationäre Pflegeeinrichtungen aufgerufen, sich an einer kurzen Umfrage zu beteiligen.

„Noch ist relativ wenig darüber bekannt, wie vollstationäre Pflegeeinrichtungen eine ausgewogene Ernährung ihrer Bewohner*innen umsetzen. Mit unserem Projekt wollen wir mehr darüber erfahren, um den Trägern bei Bedarf praxisorientierte Hilfestellungen an die Hand zu geben“, erklärt Anja Schindhelm, Projektleiterin bei der parikom gGmbH. Im ersten Schritt des von den Ersatzkassen (TK, BARMER, DAK-Gesundheit, KKH, hkk und HEK) geförderten Projektes soll eine sachsenweite Online-Befragung der Heimleitungen vollstationärer Pflegeeinrichtungen nähere Erkenntnisse zur aktuellen Lage und zu möglichen Unterstützungsbedarfen liefern.

Online-Befragung bewusst kurzgehalten 

„Da die Aufgabendichte in der Pflege hoch ist, haben wir die Befragung bewusst kurz  gehalten. In nur zehn Minuten lassen sich all unsere Fragen zum einrichtungsbezogenen sowie zum bewohner*innenorientierten Verpflegungsmanagement und zur aktuellen Verpflegungspauschale beantworten“, betont die Projektleiterin  und bittet die Einrichtungen, sich aktiv zu beteiligen.

Individuelle Unterstützung  

Um die Datenlage zu präzisieren, werden darüber hinaus zehn vollstationäre Einrichtungen gesucht, in denen zusätzlich die Küchenleitungen und die Heimbeiräte befragt werden können. Diese Einrichtungen erhalten dann eine einrichtungsspezifische Auswertung der Daten. Werden Bedarfe deutlich, können sie eine Beratung und Begleitung durch die Projektleiterin wahrnehmen. „Ziel unseres Projektes ist es, die Ernährungskompetenz der Einrichtungen zu stärken. Damit jedoch nicht nur einige wenige Einrichtungen vom erlangten Wissen profitieren, soll einen Arbeitshilfe gute Beispiele vorstellen und praktische Tipps anbieten“, so Anja Schindhelm.

Bis 15. März 2021 an der Online-Befragung teilnehmen  

Bis zum 15. März 2021 können alle sächsischen vollstationären Pflegeeinrichtungen an der Befragung teilnehmen. Dafür ist lediglich ein internetfähiges Endgerät (Computer, Tablet, Smartphone) nötig. Die Beantwortung der Fragen dauert etwa zehn Minuten.  

Machen Sie jetzt mit. Die Umfrage finden Sie unter dem folgenden Link: https://eu.questionpro.com/t/AB3uoLzZB3u7dc 


Kontakt: 

Anja Schindhelm (Projektleiterin ‚Ist-Stand-Erhebung zur Umsetzung ausgewogener Ernährung in der vollstationären Pflege in Sachsen‘)

Tel.: 0351/ 828 71 451
E-Mail: anja.schindhelm(at)parikom.de  

Nähere Informationen zum Projekt lesen Sie auf der Website der parikom gGmbH: www.parikom.de 

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news-6486 Thu, 14 Jan 2021 11:14:00 +0100 PariFID startet in neue Projektphase - Mitarbeiter*innen gesucht https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/parifid-startet-in-neue-projektphase-mitarbeiterinnen-gesucht/ Mit dem Jahresbeginn 2021 startet die Paritätische Fach- und Informationsstelle für Interkulturelle Öffnung und Diversität (PariFID) in eine neue Projektphase. Mitgliedsorganisationen können weiterhin auf die kostenfreien Beratungs- und Bildungsangebote zugreifen. Mitarbeiter*innen gesucht. Mit dem Jahresbeginn 2021 startet die Paritätische Fach- und Informationsstelle für Interkulturelle Öffnung und Diversität (PariFID) in eine neue Projektphase. Mitgliedsorganisationen können weiterhin auf die kostenfreien Beratungs- und Bildungsangebote zugreifen.

Im Dezember 2020 endete die dreijährige Laufzeit der Paritätischen Fach- und Informationsstelle für Interkulturelle Öffnung und Diversität (PariFID). Aufgrund der gesammelten Erkenntnisse des Projektes sowie dem bestehenden Beratungsbedarf entschied der Landesvorstand, PariFID fortzusetzen und der Verband stellte erneut einen Förderantrag. Dank des vorläufigen Förderbescheides für drei weitere Jahre können Mitgliedsorganisationen auch künftig von den PariFID-Leistungen profitieren.

Neue Mitarbeitende werden gesucht

Da sich die bisherigen Projektmitarbeiterinnen beruflich umorientiert haben, werden die Stellen neu ausgeschrieben. Gesucht werden Menschen mit Hochschul- bzw. Fachhochschulabschluss im sozialpädagogischen, sozialwissenschaftlichen, verwaltungswissenschaftlichen oder juristischen Bereich. Berufserfahrung in der Sozialen Arbeit, interkulturelle Kompetenzen und Kenntnisse über gesellschaftliche Diversität sind dem Verband dabei sehr wichtig. Die genauen Anforderungen lesen Sie in der Stellenausschreibung.

Dank für gelingende Vielfalt in der Sozialen Arbeit

Vorstand und Geschäftsleitung bedanken sich bei allen Mitwirkenden der vergangenen Projektphase 2018-2020. Sowohl Projektmitarbeitende als auch zahlreiche Mitgliedsorganisationen und Kooperationspartner*innen trugen zum Gelingen bei. Der Paritätische Sachsen konnte sich dadurch in wichtige gesellschaftliche Prozesse einer vielfältigen Gesellschaft einbringen und praxisorientiert beraten.

Auch in der neuen Projektphase möchte der Verband seine Mitgliedsorganisationen weiter informieren, beratend unterstützen und vernetzen. Die Verstetigung und Weiterentwicklung darüber hinaus reichender Kooperationen und Kontakte liegt ihm am Herzen. Leitgedanken des Verbandes bleiben die paritätischen Prinzipien: Toleranz, Offenheit und Vielfalt.

Informationen zum Projekt lesen Sie hier.


Fragen beantwortet vorerst noch Frau Nicole Börner, Referentin Migration. Beratungsleistungen können jedoch erst nach Neubesetzung der Projektstellen erbracht werden.

Tel.: 0351/ 828 71 152
E-Mail: nicole.boerner@parisax.de

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news-6495 Tue, 12 Jan 2021 16:04:42 +0100 Verbandliche Fachkraftstrategie aktualisiert https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/verbandliche-fachkraftstrategie-aktualisiert/ Fachkräfte für die Soziale Arbeit und Pflege werden dringend benötigt. Der Paritätische Sachsen unterstützt seine Mitgliedsorganisationen daher mit verschiedenen Angeboten zur Fachkraftgewinnung und Fachkraftbindung. Grundlage dafür bildet die verbandliche Fachkraftstrategie, die nun aktualisiert wurde. Fachkräfte für die Soziale Arbeit und Pflege werden dringend benötigt. Der Paritätische Sachsen unterstützt seine Mitgliedsorganisationen daher mit verschiedenen Angeboten zur Fachkraftgewinnung und Fachkraftbindung. Grundlage dafür bildet die verbandliche Fachkraftstrategie, die nun aktualisiert wurde.

Die Corona-Pandemie führt uns einmal mehr vor Augen, was es bedeutet, wenn Personal in sozialen Berufen fehlt. Im Unterschied zu anderen Branchen bleiben nicht etwa nur Maschinen unbedient, sondern Menschen können nur eingeschränkt oder schlimmsten Falls gar nicht versorgt oder begleitet werden. Die öffentlich diskutierten Auswirkungen personeller Engpässe im Pflegebereich oder der frühkindlichen Bildung sind dabei nur die sprichwörtliche Spitze des Eisberges.

Strategischer Ansatz zur Stärkung der Mitgliedsorganisationen

Bereits 2016 stellte der Paritätische Sachsen sein Strategiepapier für Fachkräfte in der freien Wohlfahrtspflege vor. „Fachkräfte im Sozial- und Bildungsbereich gewinnen, halten und weiterentwickeln“, lautet die Unterüberschrift dieses strategischen Ansatzes in dem der Verband jene Handlungsoptionen benennt, die aus seiner Sicht wichtig sind, um soziale Berufe zu stärken. Daran richtete der Landesverband in den zurückliegenden Jahren seine Leistungen für die Mitgliedsorganisationen in den verschiedenen Arbeitsbereichen der Sozialen Arbeit und Bildung aus.

Erste Schritte gegangen

Einige Träger gingen mit und auch ohne Unterstützung des Paritätischen Sachsen wichtige Schritte, um beispielsweise die organisationsinterne Personalentwicklung neu aufzustellen, die eigene Arbeitgeberattraktivität zu stärken und neue Führungsmethoden auszuprobieren. Insgesamt steht die Branche jedoch noch vor großen Anstrengungen. Deshalb bewertet der Paritätische Sachsen die Fachkraftfrage weiterhin als eine der zentralen trägerübergreifenden Aufgaben, damit Soziale Arbeit künftig in der notwendigen Qualität erbracht werden kann.

Kernaussagen beibehalten – neue Aspekte eingearbeitet

Vor diesem Hintergrund wurde die verbandliche Fachkraftstrategie auf ihre Aktualität überprüft und teilweise angepasst. Im Mittelpunkt der Strategie stehen unverändert zwei Ziele verbandlichen Handelns:

  1. Mitglieder bei der Entwicklung der Arbeitgeberattraktivität unterstützen
  2. Rahmenbedingungen Sozialer Arbeit mit Blick auf die Arbeitsbedingungen verbessern

Erweiterung erfuhr das Papier jedoch um Themen, die in der ersten Fassung der Strategie noch keine besondere Aufmerksamkeit erfuhren, seit 2016 jedoch an Bedeutung gewonnen haben. Dazu gehören die Bereiche Migration, die Anerkennung ausländischer Abschlüsse sowie non-formal und informell erworbener Kompetenzen und Aspekte der Diversitätsorientierung.

Zudem finden sich Aussagen zur Frage der Gerechten Entlohnung, die nicht zuletzt durch eine entsprechende Debatte innerhalb der Liga-Verbände befördert wurde.

Ferner wurde der Fokus von der besseren Kooperation zwischen Ausbildungsstätten und Arbeitgebern hin zur guten Begleitung bei Praktika, Freiwilligendiensten und Nachwuchskräften verschoben, um die Fachkräfte selbst mehr ins Zentrum zu rücken.

Die Beschreibungen zu den aktuellen Bedarfslagen in den jeweiligen Fachbereichen wurden bis auf allgemeine Aussagen gänzlich aus dem Strategiepapier ausgegliedert. Sie finden sich jetzt in einer eigenen Anlage, die je nach Entwicklung unabhängig von der Gesamtstrategie aktualisiert werden kann.

Die Fachkraftstrategie des Paritätischen Sachsen finden Sie hier.


Fragen oder Hinweise?

Kristin Höfler (Referentin Arbeit und Beschäftigung)
Tel.: 0351/ 828 71 141
E-Mail: kristin.hoefler(at)parisax.de

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news-6479 Thu, 07 Jan 2021 18:25:00 +0100 Tipps für die Praxis: Vorurteile reduzieren und Verständnis fördern https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/tipps-fuer-die-praxis-vorurteile-reduzieren-und-verstaendnis-foerdern/ Ein bundesweites Netzwerk aus Wissenschaftler*innen der Sozialpsychologie gibt auf der Website www.fachnetzflucht.de praktische Tipps und beantwortet Fragen, um Hürden im Miteinander abzubauen. Ein bundesweites Netzwerk aus Wissenschaftler*innen der Sozialpsychologie gibt auf der Website www.fachnetztflucht.de praktische Tipps und beantwortet Fragen, um Hürden im Miteinander abzubauen.

Seit 2016 arbeiten Sozialpsycholog*innen aus ganz Deutschland im Fachnetzwerk Flucht zusammen, um Erkenntnisse der aktuellen Forschung insbesondere für den Bereich Integration zugewanderter Menschen nutzbar zu machen. Aber auch für andere Felder der Sozialen Arbeit und Bildung sind die Beiträge des Netzwerkes hilfreich, um Dynamiken des Miteinanders besser zu verstehen. Alle beteiligten Wissenschaftler*innen gehen neben ihrem Engagement im Fachnetzwerk zumeist einer eigenen Forschungstätigkeit nach. Sie können bei Bedarf auch für Vorträge und Impulse angefragt werden. Zudem können über die Website www.fachnetzflucht.de Fragen an das Fachnetzwerk gestellt werden.

Auf der Website finden Leser*innen eine Vielzahl an Artikeln, die sozialpsychologische Erkenntnisse in praktische Ansätze übertragen. Hier zwei kurze Beispiele.

Wodurch entstehen Vorurteile und wie können sie abgebaut werden?

So beschreibt beispielsweise Karolina Fetz von der Humboldt Universität zu Berlin in ihrem Artikel Die sind doch alle gleich! – Warum geflüchtete Menschen oft als homogene Gruppe betrachtet werden und welche Maßnahmen zu einer individuelleren Wahrnehmung beitragen können, dass von Geflüchteten oft als einer einheitlichen Gruppe gesprochen wird, obwohl diese genau so unterschiedlich sind wie Menschen ohne Fluchtgeschichte.

Warum ist das so? Menschen haben nur „begrenzte kognitive Fähigkeiten“, so Fetz. Daher unterteilen wir Menschen in kleine und große Gruppen z.B. nach Geschlecht, Beruf oder ethnischer Zugehörigkeit. Dabei entsteht ein „Wir“ (Eigengruppe) in Abgrenzung zu den „Anderen“ (Fremdgruppe). Dabei werden Fremdgruppen eher als homogen wahrgenommen. Daran schließen sich oft auch homogene Betrachtungsweisen und Sterotypenbildung oder auch Vorurteile an. Individuelle Eigenschaften einzelner Personen treten somit in der Fremdgruppe zurück.

Um dem entgegenzuwirken gibt Karolina Fetz einige Tipps:

  • Geflüchtete als heterogene Gruppe beschreiben - Menschen können so differenzierter wahrgenommen werden
  • einseitig positive Darstellungen vermeiden – verallgemeinernde Positivdarstellungen können Ablehnung produzieren
  • Kontakte organisieren bzw. gemeinsame Lebensräume schaffen – die Heterogenität von Gruppen kann so wahrgenommen werden
  • bei organisierten Treffen Bezug zur Ebene der von Stigmatisierungen betroffenen Gruppe nehmen z.B. ‚interkulturelle Diskussionsrunden‘ oder ‚Kennenlerncafé mit Anwohner*innen und Geflüchteten‘ - der Bezug zur  Gruppenebene ermöglicht es, die Heterogenität dieser wahrzunehmen und stereotype Vorstellungen zu korrigieren. Das Treffen sollte dann aber vor allem die individuelle Ebene der einzelnen Menschen betonen.

Wie können wir gegenseitiges Verständnis fördern?

Viele fragen sich, was kann denn nun getan werden, um das Verständnis für Menschen mit Flucht- oder Migrationserfahrungen in unserer Gesellschaft weiter zu verbessern. Claas Pollmanns von der TU Chemnitz umreißt in seinem Beitrag Autoritäre Einstellungen und Diskriminierung: Wie Kontakt mit Ausländer*innen auch für (einige) Migrationsgegner*innen positive Wirkung zeigen kann drei interessante Möglichkeiten - die beiden letzteren dürften nur wenig bekannt sein:

  • Kontakte zwischen verschiedenen Gruppen schaffen - Kontakte über längere Zeit z.B. in der Nachbarschaft verändern die eigenen Normen, oft auch von Menschen die andere Gruppen eher ablehnen.
  • von Kontakten oder Freundschaften anderer zu Menschen mit Flucht- oder Migrationserfahrungen erzählen - sozialpsychologische Erkenntnisse haben gezeigt, dass selbst indirekte Kontakte eine Wirkung auf die Einstellung von Menschen haben können.
  • positive Vorstellungen vermitteln – sogar vorgestellte Kontakte á la „Stellen Sie sich vor Sie hätten einen guten Freund mit ausländischen Wurzeln…“ könnten sich positiv auf Einstellungen auswirken.

Informationen und Impulse finden Sie auf www.fachnetzflucht.de

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news-6451 Tue, 22 Dec 2020 08:55:00 +0100 Selbsthilfeakademie Sachsen: Mit neuen Online-Workshops ins neue Jahr https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/selbsthilfeakademie-sachsen-mit-neuen-online-workshops-ins-neue-jahr/ Zum Jahresanfang möchten wir Sie mit Online-Workshops fit für die Digitalisierung in der Selbsthilfe machen. Ende Februar begrüßen wir Sie zum neuen Workshop Gruppeninventur. Wir möchten Sie einladen, einen Blick in unser Weiterbildungsprogramm für 2021 zu werfen.

Mit unseren Online-Workshops im Januar und Februar möchten wir Sie fit für die Digitalisierung in der Selbsthilfe machen. Unsere Themen sind:

  • Auftanken in der Selbsthilfe am 15.01.2021
    In der Online-Veranstaltung erhalten Sie nützliche Impulse, wie Sie im Alltag und in der Selbsthilfegruppe achtsam mit sich selbst sind, um energievoll und in Freude das Miteinander zu fördern.

  • Recht und Gesetz in der Selbsthilfe am 05.02.2021
    Im Online-Workshop erfahren Sie mehr über den rechtssicheren Umgang mit sensiblen Daten in der Selbsthilfegruppenarbeit. Sie können rechtliche Fragestellungen ihrer Selbsthilfegruppe einbringen.

  • Das digitale Gruppentreffen am 26.02.2021
    In diesem Online-Workshop erhalten Sie einen Überblick über die Möglichkeiten digitaler Treffen: Welche Technik gibt es? Welche Option können Sie für die Selbsthilfegruppe unkompliziert nutzen? Was müssen Sie beachten?

Unsere Onlineangebote ermöglichen Ihnen, sich auch in Zeiten der Corona-Krise weiterzubilden, von erfahrenen Dozent*innen Antworten auf Ihre Fragen zu erhalten und mit Menschen aus der Selbsthilfe ins Gespräch zu kommen.

Am 26.02.2021 offen wir, Sie zu unseren Workshop in Dresden zum Thema Gruppeninventur begrüßen zu dürfen. Insgesamt sind wir 2021 in 13 sächsischen Städten mit unserem Weiterbildungsprogramm unterwegs.

Ihre Anregungen und Wünsche zu neuen Themen haben wir wieder in unser Programm aufgenommen. Unsere Dozent*innen antworten in den neuen Workshops auf Ihre Fragen wie:

  • Wie gelingt es Ihnen, alte Verhaltensmuster loszulassen?
  • Wie kommunizieren Sie Konflikte offen und friedlich ?
  • Wie können Sie Soziale Medien für Ihre Selbsthilfearbeit nutzen?

Stöbern Sie gleich im Veranstaltungskalender auf unserer neuen Website unter www.selbsthilfeakademie-sachsen.de/angebote/termine.

Wir freuen uns sehr, Sie zu unseren Weiterbildungen online oder vor Ort begrüßen zu dürfen.

Wir wünschen Ihnen und uns ein Jahr 2021 voller Verbindungen von Mensch zu Mensch mit viel Verständnis füreinander und gegenseitiger Unterstützung.

Wir wünschen uns und Ihnen Dankbarkeit für jeden Tag, für das was ist und was wir trotz allem haben und erleben dürfen.

Auf ein gutes neues Jahr für Sie und Ihre Selbsthilfegruppe!
 
Das Team der Selbsthilfeakademie Sachsen
Karolin Amlung, Esther Golde und Carolin Schulz


Kontakt:
Selbsthilfeakdemie Sachsen
0351/828 71 431
weiterbildung(at)parisax.de
www.selbsthilfeakademie-sachsen.de

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news-6410 Mon, 21 Dec 2020 06:23:00 +0100 Herzliche Grüße zum Jahresausklang https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/herzliche-gruesse-zum-jahresausklang/ Zum Jahresausklang senden der Landesvorstand und die Landesgeschäftsführung im Namen des gesamten Teams des Paritätischen Sachsen herzliche Grüße und Dank an alle Mitstreiter*innen. Zudem ziehen sie ein kurzes Fazit zum ungewöhlichen Jahr 2020.  

Sehr geehrte Damen und Herren,

dienen die letzten Wochen des Jahres sonst der Einkehr, um zurückzublicken und sich auf neue Herausforderungen einzustimmen, hat 2020 seinen ganz eigenen Takt. Selbst in der Adventszeit mag nicht so recht besinnliche Stimmung aufkommen.

Obwohl 2020 sicher kein Jahr sein wird, an das man mit Freude zurückdenkt, werden wir uns wohl noch lange daran erinnern. Vieles lief nicht so, wie gewünscht. Einige Chancen wurden verpasst. Viel wichtiger ist uns jedoch der Blick auf jene Dinge, die wir gelernt haben und die wir uns bewahren sollten. Da ist zum Beispiel die gelebte Solidarität, wo Nachbarschaften wieder enger zusammengerückt sind. Da ist die stärkere Wertschätzung sozialer und pflegerischer Berufe. Und da ist die Bereitschaft, pragmatische Lösungen zu suchen und miteinander umzusetzen.

Als Verband zeigte uns das Jahr einmal mehr, wie sich die innerverbandliche Vielfalt im Umgang der Mitgliedsorganisationen mit aktuellen Herausforderungen widerspiegelt. Besonders der Wille zur trägerübergreifenden Unterstützung macht deutlich, dass der Paritätische nicht nur ein Zusammenschluss von Einzelinteressen ist, sondern eine Solidargemeinschaft. Dafür danken wir allen Beteiligten. Das ausklingende Jahr hat uns jedoch ebenso deutlich gemacht: Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Daher werden wir als Verband weiterhin klar Position beziehen, wenn menschenverachtendes Verhalten zu Tage tritt und der respektvolle Umgang miteinander unter dem Vorwand des Schutzes persönlicher Freiheiten aufgegeben wird. Unser Instrument bleibt der Dialog und nicht das Niederbrüllen.

Wir möchten Ihnen für die Zusammenarbeit im zurückliegenden Jahr herzlich danken. Lassen Sie uns zuversichtlich auf 2021 blicken und weiter gemeinsam für ein Sachsen arbeiten, das allen hier lebenden Menschen eine Perspektive bietet.

Wie wünschen Ihnen erholsame Weihnachtstage und einen guten Start ins neue Jahr. Achten Sie aufeinander und bleiben Sie gesund.

Es grüßen Sie herzlichst,

Kerstin Reetz-Schulz
amt. Landesvorsitzende

Christian Kamprad
amt. Landesvorsitzender

Michael Richter
Landesgeschäftsführer

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news-6408 Tue, 15 Dec 2020 05:01:00 +0100 Türen auf gegen Vorurteile https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/tueren-auf-gegen-vorurteile/ Wenn die Tür zu ist, kommt man nicht mehr hinein. Vorurteile können ebenso wie Türen Zugänge verhindern. Ein Projekt des Kolibri e.V. aus Dresden setzt sich dafür ein, symbolische Türen zu öffnen und Vorurteile abzubauen. Wenn die Tür zu ist, kommt man nicht mehr hinein. Vorurteile können ebenso wie Türen Zugänge verhindern. Ein Projekt des Kolibri e.V. aus Dresden setzt sich dafür ein, symbolische Türen zu öffnen und Vorurteile abzubauen.

Alle von uns standen schon mal vor einer verschlossenen Tür. Ärgerlich. Aber gleichzeitig wussten Sie, dass sich jene Tür in den meisten Fällen für Sie wieder öffnen würde. Da dieses Bild allen verständlich ist, nutzt es der Kolibri e.V. in seinem Projekt „The Doors. Die Türen sind geöffnet.“, um auf die ausgrenzende Wirkung von Vorurteilen und Stereotypen hinzuweisen. Denn manche Türen scheinen dauerhaft geschlossen zu sein. Weil man zu jung oder zu dick ist, man kein Deutsch spricht, eine Behinderung hat, eine Frau ist oder sonstige Merkmale besitzt, die den Zugang pauschal ausschließen. Jene Menschen hinter den Türen sind an einem Kennenlernen nicht interessiert, da sie glauben, schon alles über diejenigen zu wissen, die dort vor der Tür stehen.

Dabei werden die symbolischen Türen oft auch unbewusst geschlossen gehalten. In Workshops versucht das Projekt, für solche Denkmuster zu sensibilisieren. An Themen wie beispielsweise Mehrsprachigkeit, vorurteilsfreie Kommunikation, Stereotype der Geschlechter oder auch Stereotype im Sport arbeiteten die Teilnehmenden daher sowohl mit Fachreferent*innen als auch mit Kulturmittler*innen zusammen.

„Stereotype sind menschlich. Wir benötigen sie, um die Welt in ihrer Komplexität erfassen zu können. Wenn sich die Stereotype jedoch zu unhinterfragten Vorurteilen wandeln und wir Menschen nur auf Grund ihrer Gruppenzugehörigkeit bewerten, kann das zu Diskriminierung führen. Mit dem Projekt wollen wir das Bewusstsein dafür schärfen“, erläutert Projektleiterin Zarine Peukert. Bei der Projektentwicklung wurde deshalb eng mit Sozialpsycholog*innen zusammengearbeitet. Deren Erkenntnisse flossen in die Methoden der Workshops ein.

Mit geschlossenen Türen kennen sich die Projektmitarbeiterinnen auch aus persönlichen Erfahrungen aus. Zarine Peukert hat armenische Wurzeln und ist in Dresden geboren. „In Armenien bin ich die Ausländerin und hier auch. Daher kenne ich das Gefühl, nicht dazuzugehören und vor symbolischen geschlossenen Türen zu stehen“, berichtet sie. „Da ich aber auch erlebt habe, wie sich Türen öffnen, passt dieses Projekt ganz gut zu mir.“ Ihre Kollegin Olesya Fridel kam vor vielen Jahren aus Russland nach Deutschland. „Ich erinnere mich gut, als man mir damals auf dem Arbeitsamt sagte, dass ich mit meinem Diplom höchstens putzen gehen könnte. Das erschütterte mich stark und ich traute mir selbst gar nichts mehr zu. Es hat lange gedauert, ehe ich wieder durchstarten konnte. Das Projekt spiegelt auch das Thema meiner eigenen Lebensgeschichte.“ 

Neben dem Bewusstsein für die eigenen ausgrenzenden Handlungen sehen die Projektmitarbeiterinnen vor allem die Begegnung als Schlüssel, um Türen zu öffnen. Die Workshops sind daher eine Kombination aus Wissensvermittlung und Dialog. Einblicke in verschiedene Lebensweisen und persönliche Prägungen sollen den Beteiligten helfen, sich anderen Menschen möglichst unvoreingenommen zuzuwenden. Am Ende sollen die Teilnehmenden erste Antworten auf die Frage haben: Welche Türen halte ich verschlossen und wie kann ich sie öffnen?

„Bisher nahmen überwiegend Pädagog*innen an unseren Workshops teil. Das ist gut, da sie als Multiplikator*innen in ihrem beruflichen Kontext agieren können. Wir können uns in Zukunft jedoch vorstellen, selbst mit unserem Angebot in Schulen oder Institutionen zu gehen“, so Zarine Peukert. Derzeit hofft das Team noch darauf, dass die Förderung über das Landesprogramm Weltoffenes Sachsen 2021 fortgeführt wird.


Welche Türen halten Sie verschlossen?

Bauen Sie in Ihre Teambesprechungen kleine Methoden zur Auseinandersetzung mit Vorurteilen ein. Anregungen und hilfreiche Materialien des Projektes „The Doors. Die Türen sind geöffnet“ finden Sie unter www.12doors.de/materialien

Kontakt

Zarine Peukert (Projektleiterin "THE DOORS")
Tel:  0351/ 842 290 15
E-Mail: zarine.peukert(at)kolibri-dresden.de

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news-6405 Thu, 10 Dec 2020 06:10:00 +0100 Menschenrechte: Auch in Deutschland noch einiges zu tun https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/menschenrechte-auch-in-deutschland-noch-einiges-zu-tun/ Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte bekräftigt die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen ihr Bekenntnis zu einer menschenrechtsorientierten Sozial- und Bildungsarbeit. Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte bekräftigt die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen ihr Bekenntnis zu einer menschenrechtsorientierten Sozial- und Bildungsarbeit.

„Die Menschenrechte bilden das Fundament unserer täglichen Arbeit. Sie sind nicht verhandelbar“, sagt Michael Richter, amtierender Liga-Vorsitzender und Landesgeschäftsführer des Paritätischen Sachsen. „Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ist eine der größten Errungenschaften der Menschheit. Sie formuliert den Kanon unserer Werte und ist damit Leitmotiv unseres Handelns. Wir sind jeden Tag aufs Neue gefordert, sie mit Leben zu füllen.“

Doch selbst 72 Jahre nach der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) bleibt noch viel zu tun. Um dies zu erkennen, muss der Blick nicht in die Ferne schweifen. An mehreren Stellen sehen die Wohlfahrtsverbände auch in Sachsen Handlungsbedarf.

So erachten die Verbände beispielsweise das in Artikel 2 der AEMR verankerte Diskriminierungsverbot als noch nicht vollständig umgesetzt und führen unter anderem den Wohnungsmarkt an. „Immer wieder kommen Menschen in unsere Beratungsstellen, die aufgrund ihres ausländisch klingenden Namens von Vermieter*innen abgelehnt werden, obwohl sie alle Voraussetzungen für eine Anmietung erfüllen. Auch einkommensschwache Personen haben es durch ihren Status schwer, adäquaten Wohnraum zu finden. Sie werden faktisch benachteiligt“, berichtet Michael Richter. Der Liga-Vorsitzende verweist zudem auf die zunehmende Verrohung des öffentlichen Diskurses, in dem gruppenbezogene Vorurteile als Argumente wieder salonfähig würden.

Eine weitere Baustelle ist das in Artikel 23 benannte Recht auf Arbeit und gleichen Lohn. Diesbezüglich verweisen die Wohlfahrtsverbände unter anderem auf die nach wie vor bestehenden Hürden für Menschen mit Behinderung, wenn sie auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß fassen wollen. Michael Richter dazu: „Schon allein die Zugänge zur Regelausbildung sind schwierig und notwendige Assistenzleistungen müssen von den Betroffenen oft aufwändig erstritten werden.“ Bei der Frage gleichen Lohns sei der sogenannte Gender Pay Gap in Deutschland unübersehbar, da Männer und Frauen in vergleichbaren Berufen noch immer unterschiedlich bezahlt würden.

Große Lücken sehen die Verbände zudem im Bereich der medizinischen Versorgung, die laut Artikel 25 einem jeden Menschen zugänglich sein soll. „Bestimmten Personengruppen bleibt dies jedoch verwehrt oder medizinische Versorgung ist für sie nur mit hohem persönlichen Aufwand erreichbar. So ist der Besuch beim Arzt für wohnungslose Menschen, Zugewanderte, Asylsuchende oder auch Personen ohne Krankenversicherung nur eingeschränkt möglich“, verdeutlicht der Liga-Vorsitzende. Für einige der Betroffenen hätte der Arztbesuch sogar weitreichende Folgen. So drohe Geflüchteten mit unklarem Aufenthaltsstatus unter Umständen die Abschiebung und versicherungslosen Personen mit geringem Einkommen die Überschuldung.

Selbstkritisch merkt Michael Richter an: „Wir verstehen Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession. Deshalb gilt es, auch in unseren Strukturen mit sachsenweit mehr als 100.000 Beschäftigten weiter Hürden abzubauen und Teilhabe zu verbessern. Das sehen wir als unseren Auftrag. Denn an jenen Anforderungen, die wir an die Gesellschaft und Politik stellen, müssen wir uns ebenso messen lassen. Wir arbeiten jeden Tag daran.“

Einen Überblick zur Menschenrechtssituation in Deutschland bietet der aktuelle Bericht des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Den Bericht lesen Sie auf: www.institut-fuer-menschenrechte.de


Zur Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen gehören der Landesverband der Arbeiterwohlfahrt in Sachsen, der Caritasverband für das Bistum Dresden-Meißen, das Diakonische Werk Sachsen, der Deutsche Rote Kreuz Landesverband Sachsen, der Paritätische Wohlfahrtsverband Sachsen und der Landesverband der jüdischen Gemeinden in Sachsen.

Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen beschäftigen etwa 100.000 Mitarbeiter*innen. Der Liga-Vorsitz wechselt alle zwei Jahre und liegt 2020/21 in der Hand des Paritätischen Sachsen.

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news-5742 Tue, 08 Dec 2020 15:55:00 +0100 Die Lotsin in der Selbsthilfe https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/die-lotsin-in-der-selbsthilfe/ In Sachsen wird die Selbsthilfe von den Krankenkassen gefördert. Wir stellten Evelin Wiesner, Fachberatern Selbsthilfeförderung der AOK PLUS, vier Fragen zu aktuellen Entwicklungen in der Selbsthilfe. In Sachsen wir die Selbsthilfe von den gesetzlichen Krankenkassen gefördert. Wir stellten Evelin Wiesner vom Fachbereich Selbsthilfeförderung der AOK PLUS vier Fragen zu aktuellen Entwicklungen in der Selbsthilfe.

Frau Wiesner, wie ist Ihre Verbindung zur Selbsthilfe in Sachsen?

Evelin Wiesner: Ich selbst bin seit September 2019 in diesem Thema unterwegs. Besonders schätze ich die intensive Einarbeitungszeit, während der ich im Tandem mit meinem langjährig erfahrenen Kollegen Frank Tschirch vieles kennen lernen und mich vertieft mit der Selbsthilfe vertraut machen konnte.

Durch meine Tätigkeit als Ansprechpartnerin für die Selbsthilfegruppen in der Pauschalförderung der GKV-Gemeinschaft nach §20h SGB V pflege ich einen sehr engen Kontakt zu den Gruppen.
In wertschätzender Zusammenarbeit versuchen wir gemeinsam, stets die beste Lösung zu finden. Das macht mir Freude und motiviert mich sehr, denn diese wertschätzende Arbeit gibt mir viel Positives zurück.

Auch in meinem engen persönlichen Familienkreis sind chronische Krankheiten ein präsentes Thema. Es ist wichtig, sich aktiv mit der Erkrankung auseinanderzusetzen, die einen unweigerlich lebenslang begleitet. Gleichgesinnte zu haben und sich austauschen zu können, Erfahrungen zu teilen und sogar gemeinsam in die Zukunft zu blicken – das gibt Mut, Kraft und Zuversicht. Das alles bietet die Selbsthilfe.

Worauf legen Sie im Fachbereich Selbsthilfeförderung Ihre Schwerpunkte? 

Evelin Wiesner: Wir bei der AOK PLUS haben unsere Selbsthilfeziele auf Basis des 2018 veröffentlichten Nationalen Aktionsplans für Gesundheitskompetenz (PDF) ausgerichtet. Mein persönliches Ziel ist es, im Netzwerk Selbsthilfe direkt und auf kurzem Wege Ansprechpartnerin zu sein und darüber hinaus als orientierunggebende Lotsin zu fungieren.

Besondere Schwerpunkte legt die AOK PLUS in der Selbsthilfeförderung in der kassenindividuellen Förderung auf die junge Selbsthilfe und die digitale Selbsthilfe sowie auf die familienorientierte Selbsthilfe und die Selbsthilfe im ländlichen Raum. Vor diesem Hintergrund ist es mir als Fachberaterin wichtig, die Kooperation aller Akteure zu unterstützen und individuelle und strukturelle Bedingungen weiterhin zu verändern.

Unsere Schwerpunkte verfolgen wir mit dem Ziel, Selbsthilfe möglichst niedrigschwellig für eine breite Bevölkerungsschicht zugänglich zu machen und sie attraktiv zu gestalten, um soziale Ungleichheit zu verringern. Nur auf diese Weise kann es gelingen, die Selbsthilfearbeit langfristig zukunftsgerecht auszugestalten und weiterzuentwickeln.

Die AOK PLUS fördert die Selbsthilfeakademie Sachsen. Welche Ziele verfolgen Sie mit dem dreijährigen Modellprojekt?

Evelin Wiesner: Aus Sicht der AOK PLUS – getreu dem Motto: Lebenslanges Lernen – ist Bildung ein wichtiger Grundstein für Weiterentwicklung. Vor diesem Hintergrund ist es uns ein Herzensanliegen, dass die Menschen, die sich in der Selbsthilfe tagtäglich engagieren, unsere Unterstützung erhalten. 

Die Seminare der Selbsthilfeakademie Sachsen bieten eine besondere Möglichkeit, sich weiterzubilden, sich gleichzeitig mit anderen Selbsthilfeaktiven über Erfahrungen auszutauschen und sich übergreifend zu vernetzen. Das Team der Selbsthilfeakademie Sachsen setzt viele Punkte um, die wir uns im Hause der AOK PLUS für die Selbsthilfe zum Ziel gemacht haben, und deshalb stehen wir voll und ganz hinter diesem Projekt.

Auch digitale Angebote werden nun Teil der Selbsthilfeakademie. Diese Angebotserweiterung begrüßen wir sehr. Wir wünschen uns, dass durch diese Möglichkeit noch mehr Interessierte die Angebote wahrnehmen können. 

Im Idealfall wächst aus dem Akademieprojekt ein langfristig bestehendes Angebot, das nicht nur einzelne Weiterbildungsangebote anbietet, sondern darüber hinaus auch einen positiven Einfluss auf die Netzwerkbildung hat und die Bekanntheit der Selbsthilfe voranbringt.

Langfristiges Ziel ist es, auch andere Lebensbereiche mit der Selbsthilfe zu verzahnen und beispielsweise im beruflichen Kontext Weiterbildungsangebote zum Thema Selbsthilfe zu etablieren.

Wo sehen Sie derzeit die Herausforderungen der Selbsthilfe in Sachsen?

Evelin Wiesner: Eine große Veränderung erfolgte durch die Umstellung der Förderung zwischen kassenartenübergreifender Pauschalförderung und kassenindividueller Projektförderung von ehemals 50:50- auf 70:30-Gewichtung zu Anfang des Jahres 2020. Diese mussten wir meistern und erst einmal unsere Erfahrungen damit sammeln.

Dann folgte wenig später der nächste große Einschnitt – die Corona-Pandemie. Auch diese hat die Selbsthilfe stark beeinflusst und die Folgen der wiederkehrenden Einschränkungen sind noch längst nicht in Gänze absehbar. Die Gesetzlichen Krankenkassen haben schnell darauf reagiert:
Ab 2021 ist es Selbsthilfegruppen nun auch möglich, digitale Anwendungen fördern zu lassen.

Sicher kann Selbsthilfe in solch schwierigen Zeiten ein helfendes Netz sein, doch vieles konnte nicht stattfinden. Ängste und Belastungen haben sich noch verstärkt. Doch in jeder Krise steckt auch eine Chance und deshalb hoffe ich, dass wir aus dieser Zeit etwas lernen und uns gemeinsam weiterentwickeln. Lassen Sie uns also nach vorn schauen und gemeinsam weitermachen und auch Neues wagen.

Frau Wiesner, herzlichen Dank für das Interview.


Das Interview führte Carolin Schulz, Referentin für Selbsthilfe im Paritätischen Sachsen.


Kontakt:

Evelin Wiesner
AOK PLUS Fachberaterin Selbsthilfeförderung Sachsen

Tel. 0800 10590 15304
E-Mail evelin.wiesner@plus.aok.de

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news-6326 Tue, 01 Dec 2020 05:08:00 +0100 Interview: Unwissenheit zu HIV und AIDS ist immer noch groß https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/interview-unwissenheit-zu-hiv-und-aids-ist-immer-noch-gross/ AIDS? HIV? Das erscheint den meisten Menschen wie ein Phänomen aus den 1980er Jahren. Doch weit gefehlt. Immer wieder infizieren sich Menschen mit der Immunschwächeerkrankung. Im Interview schilderte uns Uwe Tüffers von der AIDS-Hilfe Dresden die aktuelle Lage in Sachsen. AIDS? HIV? Das erscheint den meisten Menschen wie ein Phänomen aus den 1980er Jahren. Doch weit gefehlt. Immer wieder infizieren sich Menschen mit der Immunschwächeerkrankung. Im Interview schilderte uns Uwe Tüffers von der AIDS-Hilfe Dresden die aktuelle Lage in Sachsen.

Herr Tüffers, was sind die Aufgaben der AIDS-Hilfen in Sachsen?

Uwe Tüffers: Da kann ich die sechs Säulen Beratung, Begleitung, Prävention, Mutiplikator*innenausbildung, Öffentlichkeitsarbeit und nicht zu Letzt die Selbsthilfe nennen. Durch die Selbsthilfe sind die AIDS-Hilfen vor über 30 Jahren ja auch entstanden.

Hinter den Schwerpunkten verbergen sich viele einzelne Aufgaben, welche die Mitarbeiter*innen in den Beratungsstellen, online, telefonisch, aber auch in Einrichtungen, Schulen und Treffs vor Ort anbieten.

Wer die Sorge hat, sich mit HIV angesteckt zu haben, kann sich beispielsweise von uns beraten lassen. Wir gehen in schwul-lesbische Treffs, in Unterkünfte für Menschen mit Migrationsgeschichte und sogar in den Justizvollzug. Dort stehen dann Gespräche zur Vielfalt sexueller Orientierungen, aber eben auch sexuell übertragbaren Erkrankungen im Mittelpunkt. Zielgruppe sind übrigens immer auch die Mitarbeitenden. Das sind dann unsere Multiplikator*innen.

Auch Tests sind bei uns oder sogar zu Hause möglich. Viele sexuell übertragbare Krankheiten sind mittlerweile therapierbar, auch HIV. Das bedeutet jedoch nicht, dass HIV eine vollkommen harmlose Erkrankung ist. Prävention und Bildung zu Themen der Sexualität gehören daher zu unseren wichtigsten Aufgaben.

Denken Sie, dass die sächsische Bevölkerung insgesamt gut über diese Themen informiert ist?

Uwe Tüffers: Nein, überhaupt nicht. Das ist aber kein rein sächsisches Problem. Die Menschen sind informiert zu AIDS 1.0. Viele erinnern sich an die Kampagnen zur Nutzung von Kondomen. In den meisten Köpfen herrscht immer noch die Vorstellung, dass es eine Erkrankung ist, die nur Homosexuelle, Sexarbeiter*innen oder Drogensüchtige betrifft. An eine heterosexuelle Mutter oder den charmanten Frauenversteher denkt da keiner, um auch hier mal in Stereotypen zu sprechen. Weder wird angenommen, dass es jede*n betreffen kann, noch sind Übertragungswege bekannt, geschweige denn ist bekannt, wie Menschen mit HIV leben.

Und wie sieht deren Alltag aus?

Uwe Tüffers: Tja, eigentlich ganz normal. Viele sind sozial und beruflich gut integriert. Aber die Angst vor Diskriminierung bleibt Teil des Alltags. Manche haben z.B. Angst ihre Medikamente bei der Arbeit einzunehmen oder im Fall von Menschen mit Fluchtgeschichte in der Enge von Gemeinschaftsunterkünften. Die Sorge entdeckt zu werden ist groß, weil Ablehnung und Ausgrenzung drohen.

Sehr schwer ist auch die Suche nach Partnerschaften. Die Menschen wollen einerseits ehrlich sein. Andererseits wissen sie, dass eine Partnerschaft kaum zustande kommt, wenn sie über ihren HIV Status erzählen.

All das macht das Leben von Menschen mit HIV dann doch wieder ungleich schwerer. Aber eben weniger durch die Krankheit selbst, sondern durch den Umgang anderer damit. Unter Therapie ist HIV in den meisten Fällen nämlich gar nicht mehr übertragbar. Dazu gibt es regelmäßige Tests. Ist der Virus dort nicht nachweisbar, ist er auch nicht übertragbar.

Was wäre Ihrer Meinung nach nötig, damit Diskriminierung kein Thema mehr wäre?

Uwe Tüffers: Wir müssen die Information n=n, nicht nachweisbar = nicht übertragbar verbreiten. Das ist die wichtigste Botschaft, um Menschen aus der Diskriminierungsfalle zu holen. Die Deutsche AIDS-Hilfe hat dazu eine Kampagne gestartet. „Wissen verdoppeln!“ Dazu gibt es auch eine sehr informative Internetseite.

Und diese ewige Schuldfrage muss endlich aufhören. Menschen mit HIV sind nicht schuldig. Es kann jede*n betreffen. Sexualität gehört zum Leben der meisten Erwachsenen und da kann eben auch mal was schief laufen. Das hat nichts mit Schuld zu tun.

Herr Tüffers, herzlichen Dank für die Einblicke.


Das Interview führte Nicole Börner, Referentin im Projekt PariFID - Paritätische Fach- und Informationsstelle für Interkulturelle Öffnung und Diversität


Informationen zur Kampagne „Wissen verdoppeln“ gibt es auf: www.wissen-verdoppeln.hiv

Kontakt:

Uwe Tüffers (AIDS-Hilfe Dresden)

Tel.: 0351/ 441 61 41
E-Mail: info(at)aidshilfe-dresden.de

Web: www.dresden.aidshilfe.de

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news-6332 Tue, 17 Nov 2020 06:19:00 +0100 Diversität in der Arbeitswelt https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/diversitaet-in-der-arbeitswelt/ Wer Vielfalt im Team gut organisieren möchte, muss sich mit den Lebenswelten der Beschäftigten befassen. Ein Projekt des Lesben- und Schwulenverband Sachsen unterstützt Arbeitgeber mit praktischen Hilfestellungen. Wer Vielfalt im Team gut organisieren möchte, muss sich mit den Lebenswelten der Beschäftigten befassen. Ein Projekt des Lesben- und Schwulenverband Sachsen unterstützt Arbeitgeber mit praktischen Hilfestellungen.

Viele Menschen kommen zum Arbeiten und Leben nach Sachsen. Vielfalt, Offenheit und Toleranz werden daher nicht nur in großen Unternehmen zu immer wichtigeren Werten. Dies schließt LSBTI* (Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen) ein, die in Sachsen noch wenig sichtbar sind. Auch in der Arbeitswelt und Soziallandschaft ist es hierzulande für diese Menschen leider noch schwierig, vorurteilsfrei und ohne Vorbehalte zu arbeiten und sich offen zeigen zu können. Doch für viele - nicht nur jüngere Menschen - ist Diversität ein bedeutender Faktor, der in ihrem Leben nicht mehr wegzudenken ist. Wir setzen uns daher ein, LSBTI* im Berufsleben und darüber hinaus sichtbarer zu machen, Vorurteile abzubauen und die Region offener und diversitätsorientierter zu gestalten.

Dies sind auch die Ziele des Projekts „Queer am Arbeitsplatz“ und unserer grundsätzlichen Vereinsarbeit. Durch Workshops, Sensibilisierungen online und offline und auch Aktionen vor Ort führen wir Unternehmen, Organisationen und Sozialbetriebe nicht nur als Arbeitgeber an die Thematik heran und sensibilisieren sie. Mit regem fachlichem Austausch und Begegnungen werden zudem Brücken gebaut und Menschen vor Diskriminierung bewahrt. Es eröffnen sich  neue Möglichkeiten, die Arbeitswelt und besonders den Sozialbereich vielfältiger und chancengerechter zu machen. Das Projekt wird sachsenweit vom LSVD Sachsen in Zusammenarbeit mit bundesweit tätigen Partner*innen durchgeführt.

Mit Diversität im Team Fachkräfte halten

Der Vorteil von Diversität und vielfältigen Belegschaften ist nicht nur eine wertschätzende Unternehmenskultur - auch eine höhere Bindung an das Unternehmen und die Entfaltung von ganz verschiedenen Talenten stehen im Ergebnis. Damit steigt die Teilhabe am innerbetrieblichen Leben und parallel dazu die Wertschöpfung. Die lässt sich anhand einiger Banken, aber auch bei Industriebetrieben, Krankenkassen und Sozialeinrichtungen nachweisen.

Ganz allgemein gesagt soll niemand mehr Facetten der eigenen Persönlichkeit wie die sexuelle Identität verstecken müssen. Mit weiteren Diversitätsmerkmalen wie Behinderung, ethnischer Zugehörigkeit u.a. stehen viele LSBTI* am Arbeitsplatz vor zusätzlichen Herausforderungen. Deshalb wird auch auf eine intersektionale Betrachtung Wert gelegt, die an bereits bestehende Diversitätskonzepte anschließen kann und auch Menschen mit Handicap, Religionszugehörigkeit etc. einschließt.

Gerade LSBTI-Arbeitnehmer*innen, aber auch Führungskräfte, Patient*innen, Heimbewohner*innen und deren Angehörige werden noch nicht überall in Sachsen als entsprechende Zielgruppe betrachtet und geachtet. Häufig kommt es zu Missverständnissen - eine Spirale der Abgrenzung setzt sich in Gang. Es gibt immer noch viele Menschen, die aus Angst vor Diskriminierung und Mobbing nicht über ihre sexuelle und geschlechtliche Identität sprechen. Dies geschieht nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch in vielen anderen Bereichen.

Mit Dialog und Begegnung Brücken bauen

Das einfachste Mittel, Berührungsängste abzubauen, ist darüber zu reden und Veränderungen zuzulassen. Zur Diversität in kleinen und mittleren Sozialeinrichtungen kann gesagt werden, dass besonders in den östlichen Bundesländern eine eher konservative Einstellung zu LSBTI* vorherrscht. Man redet schon gerne über das Leben, aber klammert die sexuelle Identität gerne aus - und damit eine ganze Bevölkerungsgruppe. Dabei geht es gerade um das Zusammenarbeiten und Zusammenleben in der Öffentlichkeit. Umfragen des Sachsenmonitors 2017 – 2019 mit jeweils ähnlichen Zahlen und Statistiken von NGOs zum Thema bestätigen eine derartige Grundhaltung in Teilen der Bevölkerung. Die Tagespresse berichtet in verschiedenen Artikeln über wieder steigende Ablehnungen und Ressentiments. Demzufolge ist sexuelle und geschlechtliche Identität doch nicht nur eine reine Privatsache.

Sie haben Interesse, an dem Projekt mitzuwirken? Sie wollen als Sozialeinrichtung offen für LSBTI sein oder möchten selbst etwas für eine offene Soziallandschaft tun? Dann nehmen Sie Kontakt mit dem Projekt „Queer am Arbeitsplatz“ auf.

Mehr Informationen gibt es auf der Website www.sachsen.lsvd.de/queer-am-arbeitsplatz


Der Autor: Michel Röhricht arbeitet beim Lesben und Schwulenverband Landesverband Sachsen und verantwortet das Projekt "Queer am Arbeitsplatz"


Kontakt:

Michel Röhricht (Projektleiter „Queer am Arbeitsplatz“)

Telefon : 0371 / 35146562
Mail: michel.roehricht(at)lsvd.de

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news-6322 Tue, 10 Nov 2020 06:18:00 +0100 Menschenrechte konkret: Verbot der Diskriminierung https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/menschenrechte-konkret-verbot-der-diskriminierung/ In der Reihe „Menschenrechte konkret“ erzählen sächsische Organisationen der Sozial- und Bildungsarbeit, was einzelne Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte für ihre Arbeit bedeuten. Heute: Landesarbeitsgemeinschaft gewaltfreies Zuhause Sachsen zu Artikel 2 - Verbot der Diskriminierung. In der Reihe „Menschenrechte konkret“ erzählen sächsische Organisationen der Sozial- und Bildungsarbeit, was einzelne Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte für ihre Arbeit bedeuten. Heute: Landesarbeitsgemeinschaft gewaltfreies Zuhause Sachsen zu Artikel 2 - Verbot der Diskriminierung.

Diesmal sprachen wir mit Sindy Lohberg, geschäftsführende Bildungsreferentin der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) gewaltfreies Zuhause Sachsen, über die Bedeutung des Artikels 2 und dessen Auswirkungen auf die praktische Arbeit der LAG.

Welche Rolle spielt Artikel 2 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte in Ihrer Organisation, wenn Sie an Mitarbeitende oder Zielgruppen denken?

Alle haben die gleichen Rechte! Jedem Menschen soll der Schutz vor häuslicher Gewalt und Stalking ermöglicht werden – unabhängig von Geschlecht, Sprache, Religion, politischer Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft. Dieser Grundsatz leitet uns bei unserer alltäglichen Arbeit mit Betroffenen von häuslicher Gewalt und Stalking. Leider ist dies nicht in jedem Fall vollumfänglich umsetzbar. Die Hilfestrukturen sollen allen gleichermaßen zugänglich sein. Dafür setzt sich die LAG gewaltfreies Zuhause Sachsen ein.

Worin sehen Sie die größten gesellschaftlichen Herausforderungen in Bezug auf Artikel 2?

Allgemein wird häusliche Gewalt vielfach noch als Privatangelegenheit betrachtet. Das Recht auf eine gewaltfreie Partnerschaft, auf ein gewaltfreies Aufwachsen in der Familie wird noch zu wenig öffentlich thematisiert und diskutiert. Das muss sich ändern!

Zudem können persönliche Einstellungen, aber auch die vorherrschende Meinung in der Gesellschaft dazu führen, dass Frauen aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert, sogar getötet werden. Sobald es aber als akzeptabel gesehen wird, dass Gewalt gegen Frauen – physisch, psychisch, sexuell, finanziell – eine legitime Handlung ist, haben wir uns sehr weit von den Menschenrechten entfernt. Ein Umdenken und eine stetige Präsenz des Problems in der breiten Gesellschaft zu schaffen und aufrechtzuerhalten, stellt eine große Herausforderung dar.

Sobald eine Unterscheidung stattfindet in "Hilfe für diese Person möglich, für diese Person nicht", wird es ebenfalls problematisch. Es besteht eine Kluft zwischen dem Anspruch, allen gleichermaßen Schutz und Hilfe zukommen zu lassen und den vorhandenen finanziellen und strukturellen Grenzen. Alle haben den gleichen Schutz verdient. Dies kontinuierlich einzufordern, benötigt von allen viel Kraft.

Welche Lösungen für diese Herausforderungen sehen Sie?

Jede*r Einzelne sowie die Gesellschaft insgesamt sollten zunächst anerkennen, dass häusliche Gewalt und Stalking existieren und sie als Problem eindeutig benannt und bearbeitet werden müssen. Gewalt jeglicher Art ist keine akzeptable Form des Zusammenlebens. Jede*r sollte eine klare Haltung gegen häusliche Gewalt in all ihren Formen einnehmen. Dabei tragen auch die Medien eine wichtige Verantwortung.

Eine weitere konkrete Lösung, um allen Betroffenen vollumfänglich, einschränkungslos Schutz vor Gewalt zu ermöglichen, ist eine verbindliche, dauerhafte, adäquate Finanzierung und eine bundesweit einheitliche gesetzliche Verankerung der Frauenschutzeinrichtungen und der Interventions- und Koordinierungsstellen gegen häusliche Gewalt und Stalking. Damit wird die Bereitstellung finanzieller Mittel von der Freiwilligkeit in die Verpflichtung überführt. Dies muss jedoch gesellschaftlich gewollt sein.

Was tun Sie in Ihrer Arbeit dafür, Artikel 2 gerecht zu werden?

Die LAG gewaltfreies Zuhause Sachsen und jede einzelne Einrichtung betreiben Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit, um die Bevölkerung zu sensibilisieren und zu informieren. Es werden Fachtage, Wanderausstellungen und viele weitere Aktionen organisiert. Wir beziehen Stellung, wenn in den Medien häusliche Gewalt und deren Auswirkungen verharmlost werden.

In Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung und in unseren Netzwerken arbeiten wir stetig daran, die sächsischen Hilfestrukturen zu optimieren, auszubauen und immer wieder neue qualitativ hochwertige, effektive und innovative Lösungen für Betroffene zu finden. Nur so können wir gewährleisten, dass ohne jegliche Diskriminierung alle Betroffenen Schutz vor häuslicher Gewalt und Stalking erhalten können.


Allgemeine Erklärung der Menschenrechte - Artikel 2

  1. Jeder hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa rassistischer Art, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.
  2. Des Weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebiets, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.

Lesen Sie mehr über die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte auf www.institut-fuer-menschenrechte.de


Die Landesarbeitsgemeinschaft gewaltfreies Zuhause Sachsen -  vertreten durch Frauenschutzhaus Bautzen e.V. - ist eine von rund 200 Organisationen, die sich der Erklärung für eine menschenrechtsorientierte Sozial- und Bildungsarbeit in Sachsen angeschlossen haben.

Ihre Organisation möchte die Erklärung ebenfalls unterzeichnen?

Senden Sie eine E-Mail an nicole.boerner(at)parisax.de oder rufen Sie an unter 0351/ 828 71 152.


Alle bereits erschienen Interviews der Reihe können Sie hier lesen.

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news-6254 Thu, 05 Nov 2020 06:22:00 +0100 Menschenrechte konkret: Allgemeines und gleiches Wahlrecht https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/menschenrechte-konkret-allgemeines-und-gleiches-wahlrecht/ In der Reihe „Menschenrechte konkret“ erzählen sächsische Organisationen der Sozial- und Bildungsarbeit, was einzelne Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte für ihre Arbeit bedeuten. Heute: Sprecherrat Werkstatträte Sachsen, ein Projekt der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen in Sachsen e.V., zu Artikel 21 - Allgemeines und gleiches Wahlrecht.
In der Reihe „Menschenrechte konkret“ erzählen sächsische Organisationen der Sozial- und Bildungsarbeit, was einzelne Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte für ihre Arbeit bedeuten. Heute: Sprecherrat Werkstatträte Sachsen, ein Projekt der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen in Sachsen e.V., zu Artikel 21 - Allgemeines und gleiches Wahlrecht.

Diesmal sprachen wir mit Thomas Müller als Vertreter des Sprecherrates Werkstatträte Sachsen über die Bedeutung des Artikels 21 und dessen Auswirkungen auf die praktische Arbeit der Beschäftigten in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen.

Welche Rolle spielt Artikel 21 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte in Ihrem Bereich, wenn Sie an Mitarbeitende oder Zielgruppen denken?

Thomas Müller: Die Werkstättenmitwirkungsverordnung (WMVO) regelt auf Bundesebene, dass die Beschäftigten jeder Werkstatt für Menschen mit Behinderungen (WfbM) die Mitglieder ihres Werkstattrats selbstständig aufstellen und frei wählen. Somit stellt diese Form der Interessenvertretung ein demokratisches Instrument dar und hilft den Menschen in WfbM’s bei der Umsetzung ihrer Menschenrechte. Sie ermöglicht den Beschäftigten die Partizipation und die Ausübung von Entscheidungsgewalt.

Wir, der Sprecherrat der Werkstatträte Sachsen, bestehen aus zehn – von allen sächsischen Werkstatträten gewählten – Vertreter*innen und vernetzen auf regionaler und überregionaler Ebene die Arbeit der Werkstatträte. Durch die Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft WfbM und dem Werkstatträte Deutschland e.V. werden die Werkstatträte aus Sachsen auch auf Bundesebene gehört. Unsere Mitarbeit in politischen Gremien, u. a. im sächsischen Landesbeirat, ermöglicht zudem die Mitsprache in landespolitischen Prozessen.

Wo sehen Sie die größten gesellschaftlichen Herausforderungen in Bezug auf den Artikel 21?

Thomas Müller: In Bezug auf Artikel 21 stellt politische Partizipation für viele Menschen, die in Werkstätten arbeiten, eine große Herausforderung dar. Um mögliche Unsicherheiten oder Ängste vor der Übernahme von politischer Verantwortung von Werkstattbeschäftigten abzubauen, bedarf es an Unterstützung und leicht verständlicher Informationen. Vor Wahlen - intern sowie kommunal bis bundesweit - gelingt dies zum Beispiel durch Veranstaltungen, die über die individuellen Rechte und Möglichkeiten, den Ablauf von Wahlen, Parteiprogramme u.a. informieren. Diese Informationen werden natürlich rechtzeitig, umfassend und unparteiisch vermittelt.

Viele Aspekte der Inklusion werden im politischen Alltag jedoch noch nicht ausreichend berücksichtigt. Hürden wie fehlende bauliche oder kommunikative Barrierefreiheit erschweren die Teilhabe außerhalb der Werkstätten.

Zusätzlich entsteht häufig der Eindruck, dass bei Themen von gesellschaftlichem Interesse die Leistungen von Menschen mit Behinderung nicht wertgeschätzt oder vergessen werden. Vor kurzem erst wurden bspw. Corona-Sonderprämien im Pflegebereich ausgezahlt – nur nicht für die Werkstattbeschäftigten, die auf Außenarbeitsplätzen in der Altenpflege arbeiten.

Welche Lösungen für diese Herausforderungen sehen Sie?

Thomas Müller: Grundlage ist das Vertreten der Rechte der Menschen mit Behinderung auf allen politischen und gesellschaftlichen Ebenen. Für eine bessere Zukunft ist es notwendig, dass Entscheidungsträger*innen die Interessen und Bedürfnisse der Menschen mit Behinderung stets in ihr Handeln mit einbeziehen - genauso, wie es ihnen nach dem Grundgesetz zusteht. Dafür kämpfen wir!

Was tun Sie in Ihrer Arbeit dafür, diesen Aspekten der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gerecht zu werden?

Thomas Müller: Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen mit Behinderungen, welche in einer Werkstatt arbeiten, ihre Rechte einfordern und ihren Alltag vor Ort aktiv mitgestalten können. Dabei werden wir durch die von uns gewählte Assistenz, bzw. vor Ort durch die Vertrauenspersonen unterstützt. Das geschieht zum Beispiel durch Netzwerkarbeit, Information und Weitergabe der Interessenbekundungen an politische Akteur*innen und Institutionen. Durch die WMVO ist das Recht auf Mitwirkung und Mitbestimmung der Werkstatträte rechtlich verankert. Dass dieses Recht auch umgesetzt wird, sehen wir als eine unserer Aufgaben.


Allgemeine Erklärung der Menschenrechte - Artikel 21

  1. Jeder Mensch hat das Recht, an der Gestaltung der öffentlichen Angelegenheiten des eigenen  Landes unmittelbar oder durch frei gewählte Vertreter_innen mitzuwirken.
  2. Jeder Mensch hat das Recht auf gleichen Zugang zu öffentlichen Ämtern im eigenen Lande.
  3. Der Wille des Volkes bildet die Grundlage für die Autorität der öffentlichen Gewalt; dieser Wille muss durch regelmäßige, unverfälschte, allgemeine und gleiche Wahlen mit geheimer Stimmabgabe oder in einem gleichwertigen freien Wahlverfahren zum Ausdruck kommen.

Lesen Sie mehr über die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte auf www.institut-fuer-menschenrechte.de


Der Sprecherrat Werkstatträte Sachsen, ein Projekt der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen in Sachsen e.V. ist eine von rund 200 Organisationen, die sich der Erklärung für eine menschenrechtsorientierte Sozial- und Bildungsarbeit in Sachsen angeschlossen haben.

Ihre Organisation möchte die Erklärung ebenfalls unterzeichnen?

Senden Sie eine E-Mail an nicole.boerner(at)parisax.de oder rufen Sie an unter 0351/ 828 71 152.


Alle bereits erschienen Interviews der Reihe können Sie hier lesen.

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news-6277 Tue, 03 Nov 2020 14:31:16 +0100 Selbsthilfeakademie Sachsen bildet online weiter https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/selbsthilfeakademie-sachsen-bildet-online-weiter/ Die Selbsthilfeakademie Selbsthilfegruppen bietet in der 2. Coronawelle Online-Weiterbildungen zur Selbststärkung und zur Unterstützung bei der GKV-Antragstellung an.

Liebe Teilnehmer*innen,

die Vernetzung und der Austausch in der Selbsthilfe ist uns auch in der 2. Coronawelle sehr wichtig. Deshalb bieten wir Ihnen im November und Dezember ausgewählte Veranstaltungen nun digital an.

Es können weitere Onlineangebote dazukommen. Schauen Sie daher regelmäßig auf unserer Webseite nach.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Team Weiterbildung

Online-Veranstaltungen der Selbsthilfeakademie Sachsen

Melden Sie sich jetzt online unter den Links an.

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news-6273 Tue, 03 Nov 2020 13:36:38 +0100 Weiterbildungsprogramm 2021 jetzt online https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/weiterbildungsprogramm-2021-jetzt-online/ Nachdem das Corona-Virus unseren Weiterbildungsbereich 2020 an vielen Stellen ausgebremst hat, liegt nun das Programm für das Jahr 2021 vor. Es ist nicht alles anders, aber vieles neu. Nachdem das Corona-Virus unseren Weiterbildungsbereich 2020 an vielen Stellen ausgebremst hat, liegt nun das Programm für das Jahr 2021 vor. Es ist nicht alles anders, aber vieles neu.

Neu ist zum Beispiel der ausgewogene Mix aus Präsenz- und Online-Angeboten. Bei der Themenauswahl standen diesmal nicht nur die fachlichen Bedarfe des Sozial- und Bildungsbereichs im Mittelpunkt. Die angebotenen Inhalte wurden darüber hinaus für mögliche Online-Seminare aufbereitet und teilweise neue Themenzuschnitte vorgenommen.

Die Digitalisierung hält in vielen Bereichen Einzug und führt bisweilen zu Verunsicherung, wie dieser Wandel gut gestaltet werden kann. Hilfreiche Impulse dafür bietet beispielsweise unsere Veranstaltungsreihe „Schritt für Schritt zur digitalen Organisation“.

Neben den bewährten Weiterbildungsthemen flossen erneut aktuelle Fachinhalte in das Angebot ein. Dazu gehören zum Beispiel das Seminar „Die neue Qualitätsprüfungsrichtlinie (QPR) ambulant - Nach den §§ 114 ff. SGB XI in der ambulanten Pflege und den ambulanten Betreuungsdiensten“ oder das Update zum „Gemeinnützigkeits- und Steuerrecht“. Außerdem gibt es spannende Angebote zur Nachhaltigkeit in der Sozial- und Bildungsarbeit.

Wie immer kommen im Verlauf des Jahres weitere Seminare hinzu, die sich u.a. mit aktuellen Fragestellungen der Sozialen Arbeit, Verwaltungs- und Rechtsthemen, aber auch persönlichen Kompetenzen befassen. Die aktuellste Übersicht unserer Angebote sowie eine Suchfunktion finden Sie rund um die Uhr auf unserer Website unter www.parisax.de/weiterbildung.

Das Weiterbildungsteam beantwortet gerne Ihre Fragen und nimmt Anregungen entgegen. An Themenvorschlägen sind die Kolleg*innen immer interessiert.

Kontakt:

Team Weiterbildung

Tel.: 0351/ 828 71 431
E-Mail: weiterbildung(at)parisax.de

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